*&* k* ** L H^ '^r* K ••••2 7 'i> «P *« ■ *?Si -.«£ •<*_*. t f y *i k*fc m ». ü ■ ««■■^. >i^i ,>~V •■<*2r *«?■. WWV) ■<«*r. NÜNQÜAM OTIOSUS. LEOPOLDINA AMTLICHES ORGAN DER KAISERLICH LEOPOLDINISOH - CAROLINISCH - DEUTSCHEN AKADEMIE DER NATURFORSCHER HERAUSGEGEBEN UNTER MITWIRKUNG DER SEKTIONSVORSTENDE VOM PRESIDENTEN DR. W. F. 0. BEHK ZWÖLFTES HEFT. — JAHRGANG 1876. DRESDEN, 1876. DRUCK VON E. BLOCHMANN & SOHN. FÜR DEE AKADEMD3 IN COMMISSION BEI FR. FROMMANN IN JENA Berichtigungen zu Heft XII. 3, Zeile : 11 V. u. lies Malortie statt Malorte. 14 rechts, Zeile 15 v. u. lies diese statt diesr. 22 rechts )) 6 v. u )» 11—18 )) 11—19. 27 rechts » 11 V. 0. »» Zusammenhange )? Zusammenhange. 37 rechts )> 23 v. o. )j Elliot j) Flliot. 54 rechts )J 8 v. o. j» Deutsche 5» Deusche. 61 rechts J) 19 v. o. )j Differentialligningers »» Differentiallignigers. 76 links 1? 9 v. u. )» K. K. Akad. d. W. zu „ Univ. 78 rechts >? 16 v. u. 5) Focke „ Tocke. 124 rechts JJ 16 v. o. )» Wachsthimiverhältnissen „ Wachsthumverhältnisse. 127 links 17 8 v. u. J) Ojiec 1t Ojice. 127 rechts )J 22 v. o. 5J aufgestellter i» aufgestellten. 139 rechts JJ 20 v. u. 5» Möhl »» Mohl. 140 links )) 9 v. o. f geringen 3» geringem. 144 rechts ?? 8 v. u. ,, 12 5) 10. Inhalt des XII. Heftes. Amtliche Mittheilungen: Wahl von Vorständen der Seite Fachsektion für Mathematik und Astronomie 2 „ ., Anthropologie, Ethnologie und Geographie 2. 17 Zusammenstellung der Sektionsvorstände und deren Obmänner 18 Berathung der Vorstände der Fachsektionen und Protokoll darüber 113. 130 Präsidentenwahl des Jahres 1876: Schreiben des abtretenden Präsidenten an das Adjunkten-Collegium, die Sektionsvorstände und sämmtliche Mitglieder der Akademie 19 Zusammenstellung des Adjunkten-Collegiums 19 Aufforderung des Stellvertreters des Präsidenten zu Vorschlägen für eine neue Präsidentenwahl 20 Ergebnisse dieser Vorschläge 33 Schreiben des Stellvertreters des Präsidenten an die Vorstandsmitglieder der Fachsektionen . 34 Ergebniss der Präsidentenwahl , 49 Schreiben des neuerwählten Präsidenten an die Mitglieder des Adjunkten-Collegiums und sämmt- licher Fachvorstände 50 Eintragung der Präsidentenwahl in das Genossenschaftsregister 65 Unterstützungs verein der Kais. Leop.-Carol. -Deutschen Akademie der Naturforscher .... 145 Preisertheilung 65 Verleihung von Cothenius-Medaillen im Jahre 1876 , 97 Dank der Empfänger der Cothenius-Medaille 113 Die Kassenverhältnisse betreffend: Schreiben der Revisoren über die Rechnung für 1875 49 Beiträge zur Kasse der Akademie 3. 21. 34. 52. 67. 81. 99. 114. 133. 148. 162. 178 Die Jahresbeiträge der Mitglieder 161. 177 Veränderungen im Personalbestande 51. 66. 81. 114. 148. 161. 178 Nekrologe: Adolph Zeising, von Dr. N. W 67 Dr. Adolph Leopold Richter, v. Dr. H. Klencke 82 Gedenktage: Die Akademie erfüllt das neunte Vierteljahrhundert ihres Bestehens 177 Hundertjähriger Geburtstag Nees von Esenbeck's 1 Fünfzigjähriges Doctor-Jubiläum des Ghmr. Dr. J. Fr. Brandt 16 Sonstige Mittheilungen: Eingegangene Schriften 4.21.34.53.71.86.99.114.133.148.163.179 Berichten. Notizen üb. naturwissenschaftl.Versammlungen (Ausstellungen), Expeditionen n. Vereine: Bericht der Reichs-Commission zur Begutachtung von Fragen der Polarforschung . . 7. 25. 37 Die Ergebnisse der Challenger-Expeditiou, von Dr. Behn 78. 93. 104. 118 Internationaler Congress für prähistorische Anthropologie und Archäologie zu Budapest ... 80 American Association for the advancement of science 110 Wanderversammlungen im Jahre 1876 110 Zur internationalen Ausstellung für Gartenbau im Jahre 1877 zu Amsterdam 112 Lichtenstein, Dr. Ed: Beitrag zur Polarforschung 122. 139 Der Gartenbauverein zu Erfurt 128 Hensen, Prof. Dr. V.: Die zoologische Station in Neapel 141. 153 Allgemeine Versammlung der deutschen geologischen Gesellschaft am 14., 15. u. 16. August 1876 abgehalten zu Jena. Von Sr. Exe. Ghmr. v. Dechen 158. 168. 182 Preisertheilung der Societe Batave de philosophie experimentale 176 Naturwissenschaftliche Aufsätze, Notizen und Literaturherichte : Mittel zur Vertilgung der Phylloxera 16 Dr. Besnard: Die Jura-Ablagerungen zwischen Regensburg und Passau etc., von Dr. Ludwig v. Amnion. München 1875. Lex. -8». S. VI u. 200 31 Schnauss, Dr. Jul.: Ueber die Entwickelung der Photographie 47. 62 Lehrkanzel für Geologie und Paläontologie in Prag 160 Schoch, Dr. G.: Die Schweizerischen Orthopteren 188 Literarische Anzeigen 48. 64. 112. 128. 144. 160. 188 Anzeige (Verkauf von Instrumenten) 112 Wechsel im Vertrieb der akademischen Schriften 176 Namen -Register. Neu aufgenommene Mitglieder: Seite Ahles, W. E 52 Baum, W 178 Böttger, 52 Deffner, C 52 Engler, H. G. A 66 Holder, H. F 66 Klunzinger, C. B 66 Koenig von Warthausen, Frhr. C. W. R. . . 178 Köstlin, 52 Krempellmber, A. v 51 Magnus. P. W 52 Marshall, W. A. L 52 Pagenstecher, HA 178 Probst, J , . . 52 Reumont, AI 178 Schüz, G. E 52 Thomas, F. A. W 52 Zech, P. H 51 Gestorbene Mitglieder: Arnoldi, C. W 148 Baer, A. E. v 178 Chelius, M. J. v 114 Ehrenberg. Ch. G 81 Heuglin, M. Th. v 162 Xewmann. Ed 114 Richter, C. Ch. A. L 66. 82 Ule, 0. E. V 114 Vleminckx 52 Waltershausen, W. S. Frhr. v 162 Zeising, A. D. G. H. Th 66. 67 Ausgetretenes Mitglied: Hofrmann, H. C. H 162 In die Sektionsvorstände gewählt: Fraas, 0. F 17 Richthofen, F. Frhr. v 2 Schloemilch, 2 Präsidenten- Wahl: Behn, W. F. G 33. 34. 50 Braun, A 33 Bruhns, C 33 Dechen, E. H. C. v 33. 34 Mitarbeiter am XII. Hefte: seit» Behn, M. A. N 78 Besnard, M. A. N 31 Dechen, E. H. C. v., M. A. N. . . 158. 168. 183 Hensen, V., M. A. N 141. 153 Kleucke, H., M. A. N 82 Lichtenstein, Ed., M. A. N 122. 139 Sclinauss. J.. M. A. N 47. 62 Dr. N. W 67 Arbeit besprochen von: Ammon, L. v 31 Schoch, Dr. G 188 Arbeiten angezeigt von: Bauke, H 128. 144 Engelhardt, H 112. 144 Kaup, J. J 160 Reymond 188 Stenzel, G., M. A. N 64. 144 Thomas, F, A. W., M. A. N 48. 144 Wolff. J. 0. B 144 Ausserdem: Bolau. Protok. d. Berathg. d. Sektionsvorst. 130 Brandt, J. F., 50jähr. Doctor-Jubil. ... 16 Braun, A. (Stellvertreter d. Präsident.) 20. 33. 34 Engelmann, W., neuer Commissionär d. Akad. 176 Franke. E., Eintragung der Präsidentenwahl 65 Frommann, Fr., abtret. Commissionär d.Akad. 176 v. Kiesenwetter, 1 -d . , -o , „ ,_,. ,„ Kirsch Th ( ™ eyls - "■■ Rechnung f. 187o 49 Laube, G.C., Uebernahme einerUniv.-Professur 160 Nees v. Esenbeck, lOOjähr. Geburtstag . . 1 Cothenius-Medaille verliehen an: Ecker, A 98 Eichler, W. A , 98 Harmann, W 98 Kirchhoff, G 97 Ludwig, C. F. W 98 Sandberger, T 98 Schiaparelli, G. V 97 Thiemann, F 98 Weismann, A 98 NUNQUAM /fTfÜ^^P^ik . OTIOSUS LEOPOLDINA AMTLICHES ORGAN DER KAISEELICH- LEOPOLDINISCH - CAROLINISCH- DEUTSCHEN AKADEMIE DER NATURFORSCHER HEBAUSGEGEBEN UNTER MITWIRKUNG DER SEKTIONSVORSTÄNDE VOM PRÄSIDENTEN Dr. W. F. G. Beim. Dresden (p u ii« g a 3S e Nr. m. Heft XII. Nr. 1—2. Januar 1 ' Wß. Inhalt: Amtliche Mittlieihmgen: Hundertjähriger Geburtstag Nees v. Esenbeck's. — Ergebniss der engeren Wahl eines dritten Vorstandsmitgl. der Fachsekt. f. Mathematik n. Astronomie. — Ergeb- niss der eng. Wahl eines Vorstandsmitgl. d. Farlisekt, f. AnthropoL. Ethnol. n. (leogr. — Freie Wahl eines dritten Vorstandsmitgl. d. Fachsekt. f. AnthronoL, Ethnoj. u. Geogr. — Beiträge zur Kasse derAkad. — Sonstige Mittbeilungen: Emgegang. Schrifren. — Bericht d. Commission z. Begutacht. v. Fragen d. I'olärt'orsclig. — Mittel ■!< ■ die l'bylloxera. — Geh.-R. Brandt'« Jubiläum. Vor hundert Jahren am 14. Februar 1776 wurde auf dem Reichenberge bei Erbach im Odenwalde geboret: Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck dessen rastlosen und erfolgreichen Bemühungen während fast 40 Jahren vom 8. August 1818 bis zum 16. März 1858 als Präsident unserer Akademie ihre Wirksamkeit zu mehren . und ihre Schriften denen aller ähnlichen gelehrten Genossenschaften gleichzuste wir stets dankbar eingedenk sein werden. Leop. XII. 1 Ergebniss der engeren Wahl eines dritten Vorstandsmitgliedes der Fachsektion für Mathematik und Astronomie. Die unterm 22./2S. Decbr. v. J. (vergl. Leop. XI, p. 180) mit dem Schlusstermine des 15. Jan. d. J. ausgeschriebene engere Wahl eines dritten Vorstandsmitgliedes der obigen Fach- sektion hat nach dem von dem Notar Herrn Dr. A. B. Stübel am 19. Januar 1876 aufgenom- menen Protokolle folgendes Ergebniss gehabt : Von den 17 Mitgliedern, welche dieser Sektion gegenwärtig angehören, hatten 16 rechtzeitig abgestimmt. Davon waren gefallen : 13 Stimmen auf Herrn Geheimen Schulrath Prof. Dr. 0. Schloemilch in Dresden und 3 „ „ ,, Professor Dr. Gordan in Erlangen. 16. Es ist demnach Herr Geh. Schulrath Prof. Dr. Schloemilch in Dresden zum dritten Vorstandsmitgliede der Fachsektion für Mathematik und Astronomie erwählt. Der- selbe hat die Wahl angenommen, und erstreckt sich seine Amtsdauer bis zum 19. Januar 1886. Dresden, den 20. Januar 1876 Dr. Behtl. Ergebniss der engeren Wahl eines Torstandsmitgliedes der Fachsektion für Anthropologie, Ethnologie und Geographie. Die unterm 21. /22. Dec. v. J. (vergl. Leop. XI, p. 181 1 mit dem Schlusstermine des 15. Jan. d. J. ausgeschriebene engere Wahl eines Vorstandsmitgliedes der obigen Fachsektion hat nach dem von dem Notare Herrn Dr. A. B. Stübel am 19. Januar 1876 aufgenommenen Protokolle folgendes Ergebniss gehabt : Von den 14 Mitgliedern, welche dieser Sektion gegenwärtig angehören, hatten 12 rechtzeitig abgestimmt. Davon waren gefallen : 7 Stimmen auf Herrn Professor Dr. F. Frhr. v. Richthofen z. Z. in Berlin und 5 ,, ,, ,, Hofrath M. Th. v. Heuglin in Stuttgart. 12. Es ist demnach Herr Professor Dr. F. Frhr. v. Richthofen, z. Z. in Berlin, zum Vorstandsmitgliede der Fachsektion für Anthropologie, Ethnologie und Geographie erwählt. Die Amtsdauer erstreckt sich bis zum 19. Januar 1886. Dresden, den 20. Januar 1876. Dr. Behtl. Freie Wahl eines dritten Yorstandsmitgliedes der Fachsektion für Anthropologie, Ethnologie und Geographie. Nachdem der unterm 17. Decbr. v. J. (vergl. Leop. XI, p. 179 — 80) zum Vorstands- mitgliede der obigen Fachsektion erwählte Herr Dr. A. Petermann in Gotha diese Wahl ab- gelehnt hat, ist eine weitere Wahl eines dritten Vorstandsmitgliedes der 8. Fachsektion nöthig geworden, und sind am 22. d. M. die direkten Wnhlaufforderungen ausgefertigt und versandt worden. Ich ersuche die Herren Theilnehmer dieser Sektion, die Abstimmungen baldmöglichst und spätestens bis zum 15. Februar 1876 an die Akademie zurückgelangen zu lassen. — Sollte ein den Adjunktenkreisen angehörendes Mitglied der Fachsektion für Anthropologie, Ethnologie und Geograplüe bei Empfang der gegenwärtigen Leopoldina-Nummer diese Sendung noch nicht erhalten haben, so bitte ich, eine Nachsendung vom Bureau der Akademie verlangen zu wollen. Dresden, den 23. Januar 1876. Dr. Behtl. Jan. 3. 3. 4. 5. 5. 5. 7. 7. 8. 10. 10. 11. 12. 13. 13. 13. 13. 13. 13. 14. 14. 14. 14. 14. 15. 15. 16. 17. 17. i7. 18. 1.8. Beiträge zur Kasse der Akademie. Von Hin. Dr. G. v. Segnitz zu Wiesenruühle Beitrag für 1874 u. 75 „ ,, Gen. -Stabs-Arzt Dr. H. v. Zimmermann in Wien desgl. f. 1876 u ,, „ Hofr. Dir. Dr. R. Richter in Saalfeld desgl. für 1876 ,, ,, Frof. Dr. Kirschbaum in Wiesbaden desgl. für 1876 ,, -, Prof. Dr. v. Siebold in München desgl. für 1875 u. 76 „ ,, Prof. Dr. Wiebel in Hamburg desgl. für 1876 . . : , „ Dr. Gottsche in Altona desgl. für 1876 ,, ,, Prof. Dr. E. Hampe in Blankenburg desgl. für 1876 ,, „ Dr. M. Eisner in Breslau desgl. für 1874 u. 75 . ., „ Hauptmann Dr. v. He\den zu Bockenheim desgl. für 1876 ,, „ Sanitätsrath Dr. Doering in Düsseldorf desgl. für 1876 . ,, „ Dr. Weinland in Hohen- Wittlingen desgl. für 1874 u. 75 „ „ Generalltnt. v. Schierbrandt in Dresden desgl. für 1876 „ „ Dr. J. B. Ullersperger in München desgl. für 1876 . ,, ,, Joachim Bariande in Prag desgl. für 1876 ,, ,, Prof. Dr. Jul. Munter in Greifswald desgl. für 1876 „ „ Frof. Dr. Frz. Seitz in München desgl. für 1876 . . ,, ,, Geh. R. Prof. Dr. Roemer in Breslau desgl. für 1876 ., ., J. C. Sattler in Schweinfurt desgl. für 1875 . „ Ob.-Med.-R. Dr. v. Heriug in Stuttgart desgl. für 1876 ,, ,, Ob.-Bergr. Prof. Dr. Reich in Freiberg desgl. für 1876 ,, ,, Prof. Dr. AI. Braun in Schüneberg desgl. für 1876 . „ „ Ob.-Stabs-Arzt Dr. Besnard in München desgl. für 1876 ., „ Staatsminister v. Malorte in Hannover desgl. für 187C . „ „ Kreisphysikus Dr. Schauenburg in Mors desgl. für 1875 u „ ,, Prof. Dr. v. Reusch in Tübingen desgl. für 1876 ,, ,, Geh. Reg.-R. Prof. Dr. Stöckhardt in Weimar desgl. für 1 ., ,, Prof. Dr. v. Dusch in Heidelberg desgl. für 1875 u, 76 ., Dr. E. Lichtenstein in Berlin desgl. für 1876 .... ,, Dr. Fr. Goldenberg in Saarbrücken desgl. für 1876 . ., ,, Distriktsarzt Dr. Arnold] in Winningen desgl. für 1876 ,, ,, Geh. Reg.-R. Dr. Karmarsch in Hannover desgl. für 1876 ., Prof. Dr. Sadebeck in Berlin desgl. für 1876 .... Hofrath Prof. Dr. E. E. Schmid in Jena desgl. für 1875 u 77 7fi 76 Rnik. 12 12 6 6 12 6 6 6 12 6 6 12 6 6 6 6 6 6 6 ti 6 6 t; 6 12 6 6 12 6 6 i) 6 6 12 Pf. 10 Jan. 19. si 20. ,, 20. »■ 20. TT 20. )T 20. T 1 20. : j 21. TT 21. 5) 21. TT 20. TT 26. TT 28. TT 29. ?> 29. TT 31. Von Hrn. Geh. Med.-R. Prof. Dr. Schaaff hausen in Bonn desgl. f. 1874, 75 u. 76 ,, ., Oberbergr. Prof. Dr. Gümbel in München desgl. für 1875 .. Sanit.-R. Dr. Lessing in Berlin desgl. für 1875 u. 76 . ,, ., Geh. Med.-R. Dr. Wedel in Jena desgl. für 1875 . . „ ,, Prof. Dr. Heis in Münster desgl. für 1876 „ ,, Prof. Dr. Bail in Danzig desgl. für 1875 u. 76 . . . „ „ Dr. E. Frhrr. v. Bibra in Nürnberg desgl. für 1876 ,, ,, Dr. Klencke in Hannover desgl. für 1875 „ „ Custos Dr. A. v. Pelzeln in Wien desgl. für 1876 . . ,, ,, Dr. J. Schnauss in Jena desgl. für 1876 ,, ,, Prof. Dr. Heidenhain in Breslau desgl. für 1873, 74 u. 75 ,, „ Dr. Lotus Clamor-Marquart in Bonn desgl. für 1876 u. 77 .. Dr. M. Trettenbacher in München desgl. für 1876 . . . „ Prof. Dr. M. Willkomm in Prag desgl. für 1872—76 . . ,, ., Apoth. A. Geheeb in Geisa desgl. für 1876 „ Dr. med. H. P. D. Reichenbach in Altona desgl. für 1876 Dr. Behn Rinfc. Pf. 18 — 6 — 12 — 6 — 6 — 12 — 6 — 6 — 6 — 6 — 18 — 12 — 6 — 30 — 6 — 6 — (Vom 1."'. Mai \ä% 15. Juni 1875.) Hydrogr. Bur. d. Kais. Adm. Nackt-, f. Seef. VI. Jahrg. Nr. 19—23. Berl. 1875. 4°. — Ann. d. Hydrographie u. mar. Meteorol. 2. Monatsheft. (III. Jahrg. d. Hydr. Mitth. 1875. Nr. 9 u. 10. > M. 1 Karte. Berlin 1875. 4°. Soc. geol. de France. Bull; LH. ser. T. HL Nr. 4. Paris 1875. 8°. M. 3 faf. Bleicher: Geologie des enviroiis d'Oran. itiu.) — Häbert: Rectif. et addit. au memoire de MM. Hebert et Tousas s. 1. geologie du bassin d'üchaux. — A. Michel- Levy: GaractSres microscop. des roch c> anc. acides dans leurs relations av. l'äge des erup- tions. — L. Didelot: Pycnodus keterodon. — Ch. Barrois: Aachenien. — H. Coquand: Craie du Midi de la France. — G. de Malafosse: Ammo- nites ä conformation anormale. Naturw. Ver. Lotos in Prag. Lotos. XXV. Jahrg. März u. April 1875. Prag 1875. 8°. M. 1 Taf. Soc. Imp. des Nat. de Moscon. Bullet. Tome XLVII1. Annee 1874. Nr. 3. Moscou 1875. M. 5 Taf. 3. Kaleuiczenko: Genre Crataegus. — H. Abich: Geol. Beob. i. Kaukasus i. J. 187o. — R. Ludwig: Gegend, am Ssuna- u. Semtsche- Flusse. — IL Trautschold: A. d. tert. Sandstein v. Kamuschiu. — Scheidelinie zw. Jura u. Kreide i. Kussl. — Reisenot. a. d. Sommer 1874. — Th. Eingegangene Schriften. Bredichin: Ktoiles iilantes du mois d'Aoüt 1874 — Spectre de la comete de 1874. — L. G. de Kon ine k: Calcaire de Malowka et ses fossiles. Anthrop. Inst, of Great Britain and Ire- land. Journ. Vol. IV. Nr. 1. April and July 1874. London. 8°. M. 19 Taf. Geol. Survey of India. Memoirs. Vol. X. Pt. 2. Calcutta 1873. Roy.-8°. M. 9 Taf. u. 1 Karte. — Vol. XI. Pt. I. Calc. 1874. Roy. -SO. M. 2 Karten. — Memoirs. ^Palaeontologia Ind.) Ser. X. 1. Calcutta 1874. 2». M. 3 Taf. Foote: Rhinocexos Deccanensis. — Records. Vol. VII. Pt. 1—4. Calc. 1874. So. M. 7 Taf. Ver. z. Bef. d. Gartenb. i. d. K. Preuss. St. Monatsschr. 18. Jahrg. Nr. 5. Berl. 1875. 8°. Naturf. Ges. in Emden. Kleine Sehr. XVII. Hannover 1875. 4°. Prestel: Ergebn. d. Witt.-Beob. v. 1MG4 — 1873. Jordan, AI. Rem. s. 1. fait de l'existeuce en societe, ä l'etat sauvage des especes vege- tales affines et sur d'autres faits rel. ä la question de fespeee. S.-A. Lyon s. a. 8°. K. Akad. d. Wiss. in Wien. Sitz.-Ber. Jahrg. 1875. Nr. 11—13. Wien 1875. 8«. Acad. Roy. de Med. de Belgique. Bull. Iü. ser. Tome IX. Nr. 4. Brux. 1875. 8». Stanski: Gontagion dans les maladies. — Hyernaux: Nouv. crochet mousse. - Deneffe et van Wetter: Anesthesie par injection de chloral. Ullersperger . Dr. J. B. Ein Rückblick i. d. vorjähr. Psychiatrie Italiens. S.-A. Berl. 1874. 8°. K. Ungar, geol. Anstalt. Evkönyve. III. Kötet, I. Füzet. Pest 1874. 8°. M. 7 Taf. — Mitth. a. d. Jahrb. HI. Bd. 1. Heft. Pest 1874. 8». M. 7 Taf. Böckh: 1). geol, Verli. d. südl. Theilrs des Bakony. 11. Th. Ver. f. Natkde. zu Fulda. II. u. III. Ber. f. die Ver.-J. 1869—75. Fulda 1875. 8°. Naturw. Ges. Isis in Dresden. Sitz. -Ber. Jahrg. 1874. Oct.— Dec. Dresden 1875. 8°. Just, Dr. L. Bot. Jahresber. 1. Jahrg. (1873). Berlin 1874/75. 8°. Min. Comm. z. Unters, d, deutsch. Meere in Kiel. Ergebn. Jahrg. 1874. Heft 8 u. 9. Berlin 1875. qü, 2°. Möbius, Karl. Ein Beitr. z. Auat. des Brachionus plicatilis Müll.', ein. Räderthieres d. Ostsee. S.-A. 1874. 8°. M. 1 Taf; K. Böhm. Ges. d. Wissensch. in Prag. Sitz.-Ber. 1875. Nr. 1 u. 2. Prag 1875. 8». Ver. f. naturw. Unterhaltg. zu Hamburg. Verh. 1871—1874. Hamburg 1875. 8°. Naturhist. Ges. zu Hannover. 23. u. 24. Jahresber. 4872. 1874. Hannover 1874. 8°. U. S. Geol. Survey of the Territories (F. V. Hayden, Geologist,!. Report. Vol. VI. .Washington 1874. 4». M. 30 Taf. L. Lesquereux: Cretaceous Flora. — Miscell. Publications. Nr. 1. Third edition. Washington 1875. 8°. — Catalogue of the Publications. Washingt. 1874. 8°. — G. K. Warren: An essay concerning iraportant physical features exhibited in the valley of the Minnesota River etc. Washington 1874. 8°. K. Bayr. Akad. d, Wiss. zu München. Sitz.-Ber. d. math.-phys. Classe. 1875. Heft 1. München 1875. 8°. Inst. nat. genevois. Bull. T. XX. Geneve 1875. 8°. (Vom 15. Juni bis 1". Juli 187").) Aerztl. Ver. zu München. Schlusssätze, Cholera-Prophylaxis betreff. S.-A. München 1875. 8°. Kgl. Preuss. Akad. d. Wiss. zu Berlin. Monatsber. März 1875. Berlin 1875. 8«. Hydrogr. Bur. d. Kais. Admir. Nachr. f. Seef. VI. Jahrg. Nr. 24— 27. Berl. 1875. 4». — Ann. d. Hydrographie u. mar. Meteorol. 3. Monatsheft. (III. Jahrg. d. Hydr. Mitth. 1875. Nr. 11 u. 12.) M. 1 Kartenskizze. Berl. 1875. 41 Ver. f. Erdk. zu Dresden. XI. u. XII. Jahresber. Gesch. Th. u. Sitzber. Dresden 1875. 8°. Naturw.-nied. Ver. in Innsbruck. Ber. V. Jahrg. 1874. M. 1 Taf. Innsbr. 1875. 8°. Kern er: Bedeutg. d. Asyngamie f. d. Ent- sthg. neuer Arten. — eil ach er: Radiäre Structur d. Protoplasmas i. befrachtet. Forellenkeim. — Part. Multiplicität d. Rückenm. i. e. 4täg. Hühnerembryo. — Stolz: Doppelintegrale u. Dift'erentialquot. eint, best. Integrale nach e. veränderl. Parameter. Gleichmäss. Convergenz v. Reihen, der. Gliedd. v. e. reellen Veränderl, abhängen. — Pircher: San.- stat. Mitth. üb. Tirol U.Vorarlberg. — Pfaundler: Bedeutg. d. Physik f. d. Medizin. — Plenk: Ber. üb. d. Augenkliri. zu Innsbruck. — Hofmann: Gerichtsärztl. üntersg. d. Knochen. — Maly: Chem. Zusstzg. u. physiol. Bedeutg. d. Peptone. — Deut- schen Ber. üb. d. anatom. Anst. — Liebermann: Methode d. Scliwefelsäurebestimmg. als schwefeis. Baryum. — v. Trentinaglia: Elektr. Leitungs- vermög. ein. Körper 1 »ei versch. Tempp. u. Aggre- gatzustst. — K. Böhm. Ges. d. Wiss. in Prag. Abb. v. J. 1874. M. 6 Taf. Prag 1875. 4°. VI. Folge. 7. Bd. Matzka: /.. Lehre d. Parallelprojection u. d. Flächen.— Weyr: Grundz. e. Theorie d. cubischeii Gleichgg. — Safari U: Chem. Const: d. natürl. chlor- u. fluorhaltig. Silicate. — Krejci: D. isoklinc Kry- stallsyst — Feistinantel: Stud. i. Geb. d. Kohleti- gebirgeS v. Böhmen. Acad. Roy. de Med. de Belgique. Bull, Ann. 1875. 3. Ser. Tom. IX. Nr. 5. Ginge: Louise Lateau, la stigmatisee de Böis- d'IIaine. — Discussion de: La stigmatisee d'An- vers par Desgnin. - - Louise Lateau par Char- bonnier. — Kapp ort sur: Maladies et facultas div. des mystiques, nn''in. de ( 'harbounier. Copernicus-Ver. f. Wiss. u. Kunst in Thorn. D. vierte Säcularfeier d. Geb. von Nie. Copernicus, Thorn, 18. u. 19. Febr. 1873. — Thorn 1874. 8». Möbius, K. Wirbeilose Seethiere. S.-A. Berlin 1875. 8°. — Vermes. S.-A. M. 1 Taf. Berlin 1875. 2°. — Copepoda u. Cladocera. S.-A. M. 2 Tat'. Berlin 1875. 2°. — u. Fr. Heincke. Pisees. S.-A. Berlin 1875. 2«. — u. 0. Bütschli. Echinodermata. S.-A. Berlin 1875. 2». Physik. Central-Observat. in St. Peters- burg. Compte-rendu annuel. (A. T. Kupfer.) Annee 1861 — 64. St. Petersbg. 1862—65. 4». — Jahresber. (H. Wild) f. 1869—72. St. Petersbg. 1870—73. 4«. — Annales 1860, 1861. 1863—69. St. Petersbg. 1863—74. 40. — Annaleu 1870 — 73. St. Petersbg. 1872—75. 4". K. K. Gartenb.-Ges. in Wien. D. Garten- freund. 8. Jahrg. Nr. 4 — 6. M. 3 Beil. Wien 1875. 8°. Dresd. Com. d. Afrikan. Ges. Schrittst.. betr. d. am 1. Aug. 1875 iu Paris anberaumt, internat. Congr. d. geogr. Wiss. — Deutsehe Ausg. Berlin 1874. 8«. Naturf. Ges. in Danzig. Schriften. X. F. III. Bd. 3. Heft. M. 13 Taf. Danzig 1874. 8«. Lissanes: Beitr. z. Westpreuss. Urgesch. — Conventz: Petrefactenkde. a. d. Diluvialgeschieben b. Danzig. — Brischke: Zucht d. Kiefernspinner- raupen i. J. 1874. — Summender Acilius sulcatus. — Schädliche Meisen u. Baumläufer. — Kasiski: Ber. üb. d. i. J. 1873 fortges. Unters, d. Alterthüm. b. Neustet tili. — Menge: Preuss. Spinnen. VII.Abth. Handelskammer in Hamburg. Katal. d. Commerz-Bibliothek (1864), n. 1. u. 2. Forts. 11864— 1871). Hamburg 1864—73. 8°. Soe. d'Agricult., Eist. nat. et Arts utiles de Lyon. Annales. 4. ser. T. IV— VI. (1871 —73). Lyon & Paris 1872 — 74. 8». IV. (M. 4 Taf. 11. 1 Karte.) Gobin: Inscrip- tions et pierres antiques du lit du Rhone. — Appli- cat. de la dynamite au brisement des glaces du Rhone. — Ilauteurs du Rhone et de la Saöne 1871. — Observat. ozonometr. 1870. — Lavirotte: Al- laitement gradue. — Alcoolisme. — Gounard: Dolerites de la chaux de Bergonne. — Martite dans le dep. du Puy-de-I)ömc. — Div. formes crist. de la cuprite de Chessy. — Mulsant: Not. s. E. Mouterde. — Iniprosternes. — Unciferes. — Diversi- cornes. — Spinipedes. — Nogues: C'alc. hydrau- liques du dep. de l'Ain. — Joannon: Action du froid s. 1. vege't. ligneux pend. l'hiver 1870 — 7). — Tabourin: Hygrometrie atmospherique. — Be- noit: Obs. ozonometr. 1809 — 70. — Greles du dep. du Rhone 1867-69. — Lafon: Resume des ob- servat. faites ä l'Obs. de Lyon. — Proces-verbaux. V. Thiolliere: Description des poissons fos- sdes proven. des gisem. corall. du Jura. II. partic. — Comm. des soies: Rapport sur ses operat. de 1872. — Gobin: Variations barometr. et prevision loc. du temps. — Ilauteurs du Rhone et de la Saöne 1871 — 72. — Benoit: Greles et leurs degäts dans le dep. du Rhone. — Obs. ozonometr. 1870 — 72. — Observat. de Lyon: Res. des obs. du 1. Dee. 18fö au 30. Nov. 1871. — Cuzin: Obs. meteor. du 1. Mai au SO. Nov. 1872. — Rhone au pont Moraud: Res. somm. 1826 — 65. — Comm. de 111 eteor.: Rapp. p. 1871 — 72 et resume. — Proces- verbaux. — VI. Pourian: Industrie laitiere dans 1. deux Savoies. — Industrie lait. dans dix depp. ■ — Mul- sant: Tableau method. des Coleopteres brevipennes. — Mynnedoniaires. — ■ Merget: Diffusion des va- peurs mercurielles. Rech, photocliimiques s. 1 emploi du-gaz. — Phenomenes de thermodilfusion gazeuse dans les feuilles. — Reproduction artif. des pheh. de diffus, gaz. des feuilles et nouv. mode de transformat. de la chaleur solaire en travail meca- nique. — Gonnard: Obs. rel. ä deux crist. de quartz. — Fontannes: Coupe de l'hil'ra-lias du Nareel. — Lafon: Obs. meteor. ii Lyon pend. le Will, siede. — Res. des obs. meteor. 1871—72. Etocard: Ilauteurs du Rhöue et de la Saöne. — Perrond: Maiadies ä Lyon 1871 — 73. — Benoit: Obs. ozonumetr. 1872 — 73. — Degäts p. la gelee et les orages dans le dep. du Rhone. 1873. — Obs. pluviometr. — Moyennes barometr. et thermo- metr. — Proces-verbaux, Acad. des Sciences, Belles-Lettres et Arts de Lyon. Mein. Gl. des Sc. Tome XX. M. 3 Taf. u. 1 Karte. Paris & Lyon 1873/74. 8°. Mulsant u. Rey: Aleochariens. — Falsan: Constit. geol. des collines de Lovasse, deFourvieres et de Saint-Irenee. — Progres de la mineralogie et de la geologie ä Lyon et de l'infuence de J. Fournet s. Pavanceni. de ces sciences. — Dieu: Mouvem. il'un point fixe materiel assujetti ä rester sur une surface fixe. — Berne: Vie et hygienc de l'en- fance. — l'etrequin: Chmatologie du midi de la E'rance. — Eaux minerales ferrugineuses. — F ai vr e: Fecondation des Oeonoma et Carludo vica. — Cl. des Lettres. Tome XV u. XVI. Paris & Lyon 1870—75. 8". Acad. Roy. de Copenhague. Bull. p. 1>74. Nr. 2. Kjobeuhavu 1§74. 8". Lange: Bemarkninger ved tredje (sidste) Supplementheefte til Flora Danica. — Schjellerup: Biilrag til Bedommelsen af de moderne Maane- elementers Paalidelighed. — Schiern: Fjerenes Land. — Mem. Cl. des Lettres. Vol. IV. Nr. 11. Kjöbenhavn 1874. 4°. Ullersperger , Dr. J. B. V. Potassium- Silikate b. Behandig. d. Erysipelas. A. d. Portug. des Dr. P. Fr. da Costa Alvarenea übers. München 1875. 8". Soe. Adriat. di Sc. nat. Roll. Nr. 4. Aprile 1875. Trieste 1875. 8°. Vlacovich: Copi)ie elettriclie. — Tomma- sini: Conimunicaz. sopra una intercss. bivalve, e sulla diflusiöne del Proteus. — Vierthaler: Un intercss. deposito rti Säle comune, lungo le coste della Berberia. — Schramm, Dr. H. Mon. des Dates. (Suppl.) 42. Livr. (Tome YIII. p. 66—96). Leipzig 1874/75. 2^'. Kais. Akad. d. Wiss. in Wien. Anz. Jahrg. 1875. Kr. 14—16. Wien 1875. 8°. Nobbe. Prof. Dr. F. D. landwirthsch. Vers.- Stat.1875. Bd. XVIII. Nr. 3. Chemnitz 1875. 8". Soc. Imp. des Nat. de Moscou. Bull. Ann. 1874. Nr. 4. M. 2 Taf Moscou 1875. 8». Soc. Khediviale de Geographie au Caire. Statuts. Alexandrie 1875. 8«. — Diseours, pron. au Caire ä la seance d'inauguration par Dr. G. Schweinfurth. Ale- xandrie 1875. 8«. Larsen, A. La vie et les oeuvres de P. Chr. Asbjornsen. Suiv. d'un aper^u bibliograph. par J. B. Halvorsen. M. Portr. Christiania 1873. 40. Bericht der B-eichs-Conimission zur Befi'utaolitiii!!!' von Fragen der Polar- forschuug. Im Februar 1875 ersuchte der Bundesrath, in Anlass einer Eingabe des Vereins für die Deutsche Polarfahrt zu Bremen, den Reichs- kanzler: die Frage über die Aussendung einer Deutschen N ordpol expedit ion, sowie über die Art und Zeit derselben nach ihrer wissenschaftlichen Seite durch eine von Reichswegen zu bestellende Commission prüfen zu lassen. — Demzufolge traten in der Zeit vom 4. bis 12. Oct. 1875 dreizehn angesehene Deutsche Gelehrte ver- schiedener Fächer (unter denen sich jedoch kein Zoologe befand) in Berlin unter dem Vor- sitze des Geh. Ob.-Reg.-B. v. Möller zusammen und reichten am Schlüsse der Sitzungen ihren Bericht ein. — Derselbe hat bisher zu keinen thatsächlichen Erfolgen geführt , da er aber im Vereine mit dem Vortrage des k. k. Linien- schiffs-Lieutenants Weyprecht in der ersten allgemeinen Sitzung der Naturforscherversamm- lung zu Graz (cf. Leop. XI, p. 158 u. flgde.) geeignet ist, der künftigen Polarforschung bei allen Völkern eine ganz neue Gestalt zu geben, so ist es nicht unwichtig , ihn in weiteren Kreisen bekannt zu machen. — Zur Lösung der obigen Aufgabe hat die Commission zunächst festzustellen gesucht, welche wissenschaftlichen Ziele durch die Erforschung der arktischen Re- gionen erreicht werden können. — Nachdem sich hierbei ergeben hatte, dass alle Zweige der Naturkunde von solchen Forsch- ungen in hohem Grade eine Förderung erwarten dürfen, hat sich die Commission die Grundsätze klar zu machen gesucht, welche befolgt werden sollten, um den arktischen Forschungen die günstigste Aussicht auf Erfolg zu eröffnen. — Endlich hat. die Commission die Frage erörtert, wanu der von ihr zu em- pfehlende Plan, gründlich vorbereitet, würde ins Leben treten können. — Das Ergebniss dieser Berathungen lässt sich, wie folgt, zusammenfassen : I. Die Nordpolexpedition. Würde unter dem Ausdrucke ..Nordpol- expedition" eine den früheren, ebenso bezeich- neten ähnliche, wenn auch vollkommener aus- gerüstete Expedition verstanden werden müssen, so könnte die Commission eine solche nicht empfehlen. Derartige Expeditionen hatten im Wesentlichen den Charakter einer geographi- schen Entdeckungsreise, sie sollten in möglichst hohe Breiten oder zu bisher unbekannten Ge- bieten vordringen und waren vorzugsweise dar- auf berechnet, die geographischen Kenntnisse von der Vertheilung des Landes und Meeres zu erweitern. Nebenher freilich hatten sie die Aufgabe, nach Zeit und Gelegenheit Beobach- tungen auf Verschiedenen wissenschaftlichen Gebieten anzustellen. Die Commission verkennt nun keineswegs die ausserordentlich werthvollen Resultate, welche durch die bisherigen Nordpolexpeditioneu erlangt worden sind. Wohl keine dieser Ex- peditionen würde zu nennen sein, die nicht in irgend einer Beziehung zur Erweiterung der geographischen und naturwissenschaftlichen Kenntnisse beigetragen hätte. Nachdem indessen die Polargegenden bereits an vielen Punkten aufgeschlossen sind, ist die Aufgabe der eigentlichen geographischen Ent- deckungen nach der Ansicht der Commission zurücktretend gegen die Aufgaben: a) das im Allgemeinen bekannt gewordene Terrain im Einzelnen zu erforschen; b) aus den hierdurch zu erlangenden Erfahrungen eine sichere Grundlage für weitergehende Forschungen zu gewinnen. Ohne solche gesicherte Grundlage würde jede neue Nordpolexpedition nur. je nach der Gunst der Verhältnisse, einen mehr oder minder guten Erfolg erzielen, und hierfür würde die Aufwendung bedeutender öffentlicher Mittel um so weniger anzurathen sein, als die bestimmte Erwartung ausgesprochen werden kann, durch ein yon dem bisherigen Verfahren abweichendes Vorgehen, wenn auch langsamer, doch um so sicherer den Zweck der Erforschung der arkti- schen Zone zu erreichen und dabei zugleich sehr wichtige Probleme der Wissenschaft zu lösen. IL Modalität für die Ausführung arktischer Forschungen. Die Commission glaubt nun dem Aus- drucke: ,, Nordpolexpedition" eine umfassendere und ihrer Ansicht nach für die vorliegenden Aufgaben zutreffendere Bedeutung beilegen zu müssen und die Frage so formuliren zu dürfen : ob und unter welchen Modalitäten die Erforschung der arktischen Gegenden zu unternehmen ist. Die so gestellte Frage wird in ihrem ersten Theile von der Commission einstimmig bejahend beantwortet. Wie im Folgenden eingehender nachgewiesen werden wird, giebt es auf allen Gebieten der Naturkunde eine grosse Zahl von Aufgaben, die ihre Beantwortung entweder allein durch Untersuchungen in der arktischen Zone finden können, oder zu deren Beantwortung wenig- stens solche Untersuchungen wesentlich bei- tragen werden. Eine Reihe der aufzustellenden Probleme ist kaum in Angriff genommen, andere Auf- gaben sind bei früheren Gelegenheiten schon theilweise bearbeitet, es fehlen aber noch die abschliessenden Forschungen. Kurz, es konnte der Commission nicht zweifelhaft, sein, dass fortgesetzte Untersuch- ungen der Naturerscheinungen in hohen Breiten die Wissenschaft ganz besonders fördern werden. Prüft man nun die Beschaffenheit der zu bearbeitenden Probleme auf die für ihre Lösung zu verwendenden Methoden, so ergiebt sieb, dass sie in zwei Abtheilungen zerfallen. Die eine Abtheilung umfasst die Aufgaben, die Gesetze periodischer Erscheinungen und die Abweichungen von diesen Gesetzen zu finden. Dahin gehören beispielsweise die meisten meteo- rologischen und hydrographischen Probleme, sowie viele Fragen zur Lehre des Erdmagne- tismus, der physikalischen Astronomie, endlich auch einige aus den beschreibenden Natur- wissenschaften. In die zweite Abtheilung würden dann die wissenschaftlichen Aulgaben zu setzen sein, bei denen es wesentlich auf die Feststellung von Thatsachen ankommt. Hierzu kann entweder eine einmalige sorgfältige Beobachtung genügen, oder doch durch eine nur kürzere Zeit fort- gesetzte Beobachtung das gewünschte Resultat erlangt werden. In diese Abtheilung gehört der grössere I heil der Probleme aus Jen beschreibenden Naturwissenschaften und auch manche aus den übrigen Gebieten der Saturkunde und Geographie. Es ist daher einleuchtend, dass die Forsch- ungen für diese verschiedenen Zwecke nicht auf einerlei Art eingerichtet werden können. Eine Nordpolexpedition in dem bisherigen Sinne des Wortlautes kann und wird sicher für die zweite der genannten Abtheilungen sehr werthvplle Erfolge erzielen. Denn sie wird immer Gelegenheit darbieten, im Verlaufe der Reise Beobachtungen über die verschiedensten Erscheinungen anzustellen, und je nach der Gunst der Umstände mehr oder weniger zahl- reiche neue Thatsachen zu unserer Kenntniss bringen. Aber für die erste Abtheilung kann <-ine. solche Expedition nur geringen Nutzen gewähren, indem sie ja auf einzelnen Punkten nicht verweilen soll und daher nur einzelne zeitlich und örtlich getrennte Beobachtungen liefern kann, welche nicht im Geringsten dar- über Aui'scbluss geben, wie die Zustände zu einer anderen Zeit sein würden. Wirksam würde eine solche Expedition in dieser Rich- tung erst arbeiten können, wenn sie aufhörte, ihre Hauptaufgabe zu verfolgen, d. h. wenn sie gezwungen würde, sich für längere Zeil an einer Stelle aufzuhalten. Für die erstgenannte Abtheilung ist also mit Notwendigkeit die Einrichtung von Be- obachtungsstationen angezeigt, an denen einen möglichst langen Zeitraum hindurch die Be- obachtung der periodischen Erscheinungen vor- zunehmen ist. Mit der Errichtung solcher Sta- tionen allein würde aber auch dieser Gruppe der Wissenschaften nicht vollständig Genüge geleistet werden. Denn man würde hierdurch wiederum nur zu Aufschlüssen gelangen, die eine örtlich beschränkte Gültigkeit haben. Eine Verallgemeinerung der Resultate ist nur zu erzielen, wenn in den zwischen den Stationen und in deren Nachbarschaft gelegeneu Gegenden von Zeit zu Zeit correspondirende Beobacht- ungen angestellt werden. Leop. XII. Aus diesen Betrachtungen folgt, dass, wen;i man den verschiedenenWissenschaften in gleichem Maasse gerecht werden will, ein gemischtes System für die arktischen Forschungen in An- wendung gebracht werden muss. Dies würde also darin bestehen, dass die auszusendende Deutsche Expedition sich zu- nächst mit der Errichtung fester Beobachtungs- stationen an geeigneten Punkten zu beschäf- tigen haben würde. Sodann würden solche Veranstaltungen zu treffen sein, dass je nach den besonderen Ver- hältnissen der Stationen, resp. nach den be- sonderen wissenschaftlichen Zwecken, von den Stationen aus und sich auf dieselben stützend Untersuchuugsfahrten zu Lande und zu Wasser (Schlittenfahrten . Schiffs- und Bootsfahrten) auszuführen sind. Dies gemischte System von festen Stationen und Untersuchungsfahrten, welches die Com- mission empfiehlt, gewährt zunächst in der genauen Durchforschung einer bestimmten Re- gion, in welcher dasselbe zur Anwendung ge- bracht wird, die sichere Aussicht, unsere Kennt- nisse durch werthvolle Erfahrungen zu bereichern. Sodann aber werden hierdurch unzweifelhaft etwaige spätere Entdeckungsreisen wirksam vorbereitet, denn solche würden sich alsdann erstlich auf ein in seinen natürlichen Bedingungen bekanntes Gebiet stützen, und zweitens mit viel grösserer Wahrscheinlichkeit, als dies bisher möglich ist, die zu wählenden Wege vorgezeichuet erhalten. III. Räumliche Begrenzung der Auf- gabe für die deutschen Arbeiten zu arktischen Forsphungen. Die vorher bezeichnete Aufgabe für die arktischen Forschungen: die schon jetzt aufgeschlossenen Polargegenden durch detail- lirte Untersuchungen nach allen Richtungen hin kennen zu lernen, wird selbstverständlich nur vollständig durch ein die ganze arktische Region umfassendes System von Stationen und 10 Untersuchungsfahrten gelöst und der Zugang zu den noch gänzlich unerforschten Gebieten vorbereitet werden. Dies ist ein Unternehmen, welches natürlich nicht mit den Kräften eines Staates auszu- führen ist, hierzu wird es der Cooperation aller Staaten, die ein Interesse an diesen Forsch- ungen haben, bedürfen. Für eine Deutsche Expedition wird der Ant heil an solchem Unter- nehmen räumlich zu begrenzen sein. Ungezwungen ergiebt sich die Bezeichnung des auszuwählenden Forschungsgebietes aus dem unmittelbaren Anschlüsse an die zweite Nordpolexpedition, wodurch zugleich solche Punkte bezeichnet werden, die vorzugsweise zur Lösung gewisser hochinteressanter Probleme geeignet sind. Die deutscheu arktischen Forschungen würden, sich von der Ostküste Grönlands bis zur Westküste Spitzbergens erstreckend, die Beschaffenheit eiuer der grossen Wasserver- bindungen zum hohen Norden kennen lehren. Somit würde eine scharf begrenzte, in sich abgeschlossene Aufgabe gestellt und deren Er- ledigung, selbst wenn eine Bearbeitung der übrigen \\ n -sei Verbindungen durch ähnliche Forschungen anderer Staaten noch nicht so- gleich eingeleitet werden sollte, in sehr be- friedigender Weise zu erwarten sein. Bei der Besprechung der einzelnen Zweige der Naturkunde wird es gezeigt werden, dass die Wahl einer mit allen Hülfsmitteln aus- gestatteten Hauptstation an der Ostküste Grön- lands für alle Wissenschaften in gleichem Maasse erwünscht ist. Für bestimmte Aufgaben, die sich vorzugs- weise auf die Ermittelung der physikalischen Verhältnisse (der periodischen Erscheinungen) des bezeichneten Untersuchungsgebietes beziehen würden, genügte es, einige mit beschränkteren Hülfsmitteln auszurüstende Nebenstationen ein- zurichten. Untersuclvungsfahrten zwischen den Sta- tionen oder Anlagen von Zweigstationen für vorübergehende Zwecke würden mit der hierzu vorbereiteten Ausrüstung von der Hauptstation aus erfolgen. Es kann darauf hingewiesen werden , dass bei der speciellen Besprechung der wissenschaft- lichen Aufgaben bereits einzelne für zeitweise Stationseinrichtungen geeignete Punkte be- zeichnet wurden, namentlich der Franz-Josephs- Fjord. Die Commission glaubt es besonders noch- mals hervorheben zu müssen, dass eine in dieser Weise organisirte Deutsche Expedition zur Er- forschung des näher bezeichneten arktischen Gebietes eine für sich bestehende hohe Aufgabe zu lösen hat, welche zwar durch die Mitwirk- ung auf anderen Gebieten wesentlich erleichtert werden kann, aber selbst beim Ausbleiben oder doch der Verzögerung einer solchen Unter- stützung von Deutschland allein in Ausführung gebracht werden sollte. IV. Zeitpunkt für die Ausführung. V o r b e r e i t u n g. Es konnte der Commission zweifelhaft erscheinen, ob sie sich, nachdem sie den Be- griff der Nordrjolexpedition in einer von der üblichen Auffassung abweichenden Weise de- finirt und hiernach ihre Vorschläge dargelegt hat, noch über den Zeitpunkt für den Beginn der Forschung aussprechen sollte. Indessen schienen gewichtige Bedenken da- für zu sprechen, eine Erklärung nicht zurück- zuhalten. Vor allen Dingen kommt hierbei die Wahl des Beobachtungsgebietes in Betracht. Es ist dasjenige, welches von Mitteleuropa aus am besten zu erreichen ist und dessen Erforschung auch für die europäischen Staaten das grösste wissenschaftliche und praktische Interesse dar- bietet. Deutsche Forschungen haben auf diesem Gebiete einen glücklichen Anfang gemacht und für Deutschland den Anspruch begründet, dort die Fortführung der angefangenen Arbeiten zu II übernehmen. Es ist daher der Wunsch oder, wenn man will, der nationale Ehrgeiz erklär- lich, die Früchte der schon geleisteten Arbeit auch ernten zu wollen. Das Deutsche Reich darf sich daher, nach der Ansicht der Commission, auf diesem Forsch- ungsgebiete nicht zuvorkommen lassen. Ein ferneres Motiv für eine abzugebende Erklärung entnimmt die Commission der fol- genden Betrachtung : Das von ihr vorgeschlagene gemischte System ist vielleicht dem Gedanken nach nicht neu, würde aber jetzt zum ersten Male zur Aus- führung gelangen. Dies System wird nicht in raschem Anlaufe zu glänzenden Entdeckungen führen, aber in langsamer, sicherer Arbeit das Ziel erringen. Darum sollte, soweit es die Gründlichkeit der Vorbereitungen irgend zulässt, keine Zeit verloren werden. Ein Vorgehen Deutschlands in thuulichst kurzer Frist wird den Erfolg haben, einem darauf folgenden internationalen Forschungs- systeme bereits Erfahrungen über die angewen- deten Untersuchungsmethoden und über das Angreifen bestimmter Probleme zu geben. Nicht zu unterschätzen ist endlich, dass von auswärtigen Staaten gegenwärtig Expedi- tionen ausgesendet sind und es nicht unmög- lich ist. dass vielleicht für einen gewissen Zeit- raum noch gleichzeitige Beobachtungen von jenen Expeditionen und einer Deutschen Er- forschungsfahrt erzielt werden, jedenfalls die Beobachtungen nur durch kürzere Zeitintervalle von einander getrennt sind. Aus diesen Gründen ist die Commission der Ansicht, dass es sehr erwünscht ist, die Deutsche Forschung thunlichst bald beginnen zu lassen. Hiernach musste sich die Commission die Fragen vorlegen, ob sie einen bestimmten Termin würde bezeichnen können und ob sie zur Begründung einer solchen Angabe auf die Vorarbeiten hinzuweisen hätte, welche bis da- hin erledigt sein müssten. Es ist richtig, dass die Bezeichnung dea Termins für die CommiFsion in ihrer gegen- wärtigen Zusammensetzung Schwierigkeiten dar- bietet. Gerade, weil von ihr möglichst vielseitige Detailforschungeu gewünscht und empfohlen weiden, kommt es auf das Uitheil der Fach- männer auf allen wissenschaftlichen und tech- nischen Gebieten an, um übersehen zu können, ob die Herstellung der äusseren Hülfsmittel und die Gewinnung und Einübung wissenschaft- licher Kräfte im vollen Umfange innerhalb einer bestimmten Frist zu ermöglichen sei. Indessen glaubt die Commission doch be- haupten zu dürfen, dass, wenn die Zeit für die Vorbereitungen gut benutzt wird, im Jahre 1877 die Unternehmung in Leben treten könne. Die Vorbereitungen würden, wenn die vor- getragenen Ansichten gebilligt werden, zunächst darin bestehen müssen, dass eine zu solchem Zwecke gebildete wissenschaftlich-technische Commission den Auftrag erhielte, die hier nur ganz allgemein entwickelten Grundzüge für die vorzunehmenden Arbeiten erstlich nach der wissenschaftlichen Seite hin im Einzelnen zu prüfen, zu verbessern und zu vervollständigen, sodann die Instructionen für die Ausführung der Beobachtungen auszuarbeiten, die instru- mentalen Hülfsmittel anzugeben und , soweit dies erforderlich, für die Gewinnung von Be- obachtern zu sorgen", ebenso würden in tech- nischer Rücksicht alle auf die praktische Aus- rüstung der Expedition bezüglichen Erforder- nisse festzustellen sein. Wenn sich in solcher Commission Fach- gelehrte der in Betracht kommenden Wissen- schaften, Gelehrte, die sich eingehend mit dem Studium der arktischen Forschungen beschäftigt haben, endlich im Interesse, der praktischen Navigation, erfahrene arktische Reisende und Autoritäten, welche in Bezug auf die Ausfüh- rung solcher Forschungen sich bewährt haben, befinden würden, so wäre dieselbe in der Lage, sich darüber zu erklären, ob die vorher aus- 12 gesprochene Ansicht über den Termin für' den Beginn der Forschung zutreffend ist. Diese Vorbereitung , die Bildung einer nach allen Richtungen zur Beurtheilung der Frage competenten Commission, würde nun allerdings thunlichst schnell getroffen werden müssen, um bis zum Jahre 1877 die Gesammt- heit der Vorarbeiten mit der erforderlichen Sorgfalt und Gründlichkeit zu vollenden. V. Anbahnung zu einer internatio- nalen Vereinbarung für arktische Forschungen. Zum Schlüsse dieses allgemeinen Theiles ihres Berichtes erlaubt sich die Commission, etwas eingehender einen Gedanken zu behan- deln, der im Vorigen schon einige Male an- gedeutet worden ist , den Gedanken nämlich, dass es gelingen möchte, eine internationale Vereinbarung für arktische Forschungen herbei- zuführen. Es ist zuvor erwähnt worden, dass die für die Ausführung durch das Deutsche Reich in Vorschlag gebrachte Untersuchung eines be- stimmten beschränkteren arktischen Gebietes allerdings auch für sich allein von grosser wissenschaftlicher Bedeutung werden würde. Sodann aber wurde auch gelegentlich bemerkt, dass eine vollständigere Lösung der Probleme, welche die Polarzone darbietet, nur erwartet werden könne, wenn die Durchforschung der- selben von allen Zugängen her in ähnlicher Weise in Angriff genommen würde , wie die Commission dies für einen derselben vorschlägt. Wir wissen, dass die drei grossen Wasser- verbindungen, die zum Polarmeere führen, die eine von Nordamerika bis Spitzbergen gerechnet, die andere von Spitzbergen bis etwa Ncwaja- Zemlja, die dritte durch die Behringsstrasse, in einem physikalischen Connex stehen , der sich z. B. sehr deutlich in der Form der Iso- thermkurven ausspricht. Gleichzeitige Beobach- tungen in diesen Zugäugen und möglichst auch an den nordischen Küstenrändern der vom Polarmeere bespülten Continentalmasaen würden unstreitig ungleich vollständiger über die Be- wegungen des Meeres und der Atmosphäre, von denen wiederum so viele andere Erschei- nungen abhängen, Aufschluss geben, als dies durch das Studium eines Theiles des Gebietes möglich ist. Derartige gleichzeitige Beobach- tungen dürften aber, um den angegebenen Zweck zu erreichen, nicht auf Polarexpeditionen im üblichen Sinne des Wortes angestellt, werden, sondern es sprechen dieselben Gründe, durch welche die Commission das gemischte System für die deutsche Forschung motivirt hat, auch für die umfänglichere Aufgabe ; die Polarzone müsste mit einein Kreise von Beobachtungs- stationen umgeben werden, von denen aus es gelingen wird, nach und nach das unbekannte Gebiet immer weiter einzuengen und endlich vollkommen zu erschliessen. Bei dem lebhaften Interesse, welches von vielen Staaten der Erforschung des hohen Nordens gewidmet wird und für welches grosse Mittel fast alljährlich in Anspruch genommen werden, ist die Commission der Ansicht, dass es wohl Anklang finden könnte, die hier für ein deutsches Forschungsunternehmen dar- gelegten Grundzüge allgemeiner in Anwendung zu bringen, wenn dieselben den Regierungen anderer Staaten zur Kenntniss gebracht werden möchten. Wenigstens glaubt die Commission, wenn sie sich nicht völlig über die Zweck- mässigkeit des vorgeschlagenen gemischten Systems täuscht, sich einer solchen Hoffnung hingeben zu dürfen. Es Hesse sich leicht ein Bild entwerfen, wie durch das Zusammenwirken verschiede Staaten der Ring der Beobachtungspunkte ge- schlossen werden, wie die auf dasselbe Ziel gerichtete gemeinsame Arbeit sich verthcilen möchte, wie die Hand in Hand gehende Thätig- keit dem einzelnen Staate nicht grössere, sol- dern geringere Opfer auferlegte, als derselbe schon jetzt darbringt; wie vor allen Dingen durch die internationale Vereinbarung am sicher- 13 sten ein Resultat erräicht, am vollkommensten der Wissenschaft gedient, würde. Auf eine solche Schilderung glaubt aber die Commission verzichten zu dürfen; sie be- gnügt sicli mit der Anregung des Gedankens, der innerhalb des der Commission gegebenen Auftrages zu liegen scheint, weil die Ausfüh- rung desselben die Erfolge der vorgeschlagenen deutschen Forschung wesentlich erhöhen würde. VI. Die wissenschaftlichen Aufgaben in den arktischen Gegenden. Nunmehr geht die Commission dazu über, den Nachweis über die in den arktischen Gegenden zu bearbeitenden wissenschaftlichen Aufgaben zu führen. Einleitend seien, bevor die einzelnen Wissen- schaftszweige behandelt werden, einige all- gemeine Bemerkungen vorausgeschickt. Wenn oben schon bemerkt wurde, dass die Wissenschaften, deren Förderung durch die arktischen Forschungeil in Aussicht steht, zwei ■von einander verschiedene Untersuchungs- und Beobachtungs-Methoden verlangeil, so ist eine solche Zweitheilung auch bei der Aufstellung der Probleme selbst hervortretend. Man kann nämlich bei den hier in Betracht kommenden Problemen zwei Klassen unter- scheiden. Die eine Klasse umf'asst solclie Auf- gaben, welche in allen Zonen nach derselben wissenschaftlichen Methode untersucht werden, bei denen es sich also nicht um Beobachtung bisher unbekannter Objecte handelt, sondern es wesentlicher ist, das Problem hinzustellen und zu zeigen, wie die bekannte und schon anderweitig erprobte Untersuchungsmetbode nunmehr auf einem neuen Beobachtungsgebiete verwendet werden muss, um zur Lösung der Probleme beizutragen. In die andere Klasse gehören die Aufgaben, bei denen gerade in der Aufsuchung und im Studium neuer Objecte das Wesentliche des Problems liegt. Hiernach wird auch die fol- gende Darstellung der von den einzelnen Wissen- schaften bei den arktischen Forschungen zu lösenden Aufgaben eine ungleiche sein müssen. In jedem Zweige der Naturkunde sind Ab- schnitte enthalten, die der einen Klasse, andere, die der zweiten Klasse ihre Aufgaben stellen. Ueberwiegend wird aber in den exacten Wissenschaften die Lösung eines schon gestellten und in Angriff genommenen Problems mittelst bekannter Methoden angestrebt werden, in den beschreibenden Naturwissenschaften überwiegend Werth auf die Beschaffung neuen Beobachtungs- materials zu legen sein. Nach diesen zwei Hauptgruppen sind nun zunächst für die Angabe der Probleme die Wissenschaften zerlegt worden. Unter den Beobachtungen auf dem Gebiete der exacten Wissenschaften werden den meteorologischen und hydrographischen beson- dere Wichtigkeit beigelegt werden müssen, theils, weil durch die Kenntniss der atmosphä- rischen Zustände und der Beschaffenheit der Meeresoberfläche die Gewähr gegeben wird. dass Fahrten in die hohen Breiten der arkti- schen Zone erfolgreich eindringen können, theils, weil meteorologische und hydrographische Verhältnisse in den Polarregionen viele Er- scheinungen der gemässigten Zone erst zum vollen Verständniss bringen werden. Dieser letztere Grund gilt dann ferner für die magnetischen und elektrischen Phänomene, sowie für manche bedeutende Fragen der Geo- däsie und physikalischen Astronomie. in diese vier Wissenschaftsgebiete lassen sich die wichtigsten der Probleme einreihen, welche aus dem Bereiche der exacten Wissen- schaften zu untersuchen sind. Was die beschreibenden Naturwissenschaften mit Einschluss der Erdkunde betrifft, so er- giebt sich die Anordnung ungezwungen, indem das allgemeinste Fach der Eidkunde voran- gestellt wird. Die übrigen wissenschaftlichen Untersuchungen werden in ihrem Umfange wesentlich durch die Wahl der Oite bestimmt, 14 welche bei der geographischen Detailforschung zugänglich gemacht werden. Die geologisch - mineralogischen Wissen- schaften werden sich , als die Beschaffenheit und den Bau der Landmassen erforschend, der allgemeinen Erdkunde zunächst anschliessen ; demnächst die Botanik, die Zoologie und zum Schlüsse die Anthropologie zu behandeln sein. Nach diesen 5 Gruppen sind die wichtigeren im Norden zu untersuchenden Probleme aus den beschreibenden Naturwissenschaften zu- sammengefasst. VII. Die Probleme der einzelnen Wissenschaften. A. Meteorologie. Die Natur der meteorologischen Phänomene (und dies gilt in völlig gleichem Maasse auch für die hydrographischen) bedingt es , dass Beobachtungen, wie solche auf Reiserouten an- gestellt werden können, nur einen geringen Beitrag für die Erkennung der atmosphärischen (und maritimen) Zustände geben und dass solche, vielleicht an vielen Punkten während der Reise, aber örtlich und zeitlich vereinzelte Beobachtungen nur einen Werth erhalten. wenn sie mit regelmässigen Beobach- tungen fester Stationen der benach- barten Gegenden combinirt werden können. Ist aber dies letztere der Fall, so darf in einem nicht allzu langen Zeiträume ein Auf- schluss über die Variationen der meteoro- logischen Elemente erwartet werden , von welcher Kenntniss dann wiederum die Beurthei- lung abhängig ist, in welcher Weise weiter auszudehnende Reisen angeordnet werden müssten. Diese Betrachtung führt sofort zu der oben ausgesprochenen Ansicht, dass zu- nächst für die Meteorologie (und Hydrographie) die Einrichtung zweckmässig gewählter Be- obachtungsstationen unerlässlich ist. Für solche Einrichtungen spricht aber dann ferner auch, wie nachher ausgeführt werden wird, der Um- stand, dass zalilreiche wichtige Aufgaben, auch anderer Wissenschaften, die Benutzung fester Stationen für eine längere Zeit bedürfen und vielfach solche andere Untersuchungen die Ver- bindung mit meteorologischen Beobachtungen fordern. Feste Stationen allein können aber, auch abgesehen von der rein geographischen Seite der Frage, ebenfalls die aufzustellenden Pro- bleme nicht lösen. Um den an ihnen zu ge- winnenden Resultaten für einen weiteren Bereich Geltung zu verschaffen, sind Fahrten einzu- richten, welche theils von der Station, als ihren Stützpunkten auf dem Festlande (und den Binnenwässern), ausgesendet werden (Schlitten- expeditionen, Bootsexpeditionen ), oder die Ver- bindung zwischen den Stationen unterhalten. Die Gegenstände, auf welche sich zunächst die meteorologischen Beobachtungen zu erstrecken haben würden, sowie die wichtigsten Gesichts- punkte, welche hierbei ins Auge zu fassen wären, sind nun etwa folgende: a) Periodische Veränderungen aller meteorologischen Elemente, also: der Temperatur der Luft, des Druckes derselben, d erLuft. feuch- tig keit, der Niederschläge, der Windrichtung und Stärke und der Himmelsansicht. Diesr Beobachtungen werden 1) die klima- tischen Verhältnisse der gewählten Stations- punkte kennen lehren, ferner die Abweichungen erkennen lassen, welche die durch die Expedi- tionen und Fahrten berührten benachbarten Regionen zeigen, 2) zur Aufklärung bestimmter wissenschaftlicher Probleme dienen, wozu z. B. die Frage gehört, ob im hohen Norden beim Stande der Sonne unterhalb des Horizontes sich noch eine tägliche Periode geltend macht ; ferner die Frage, welchen Einfluss die Luft- feuchtigkeit auf die Refraction hat, und so fort. Speciell wird den Formen des festen Nieder- schlages, dem Schnee und Reif, Beachtung zu 15 schenken sein, um die schon bekannten schönen Beobachtungen zu vervollständigen. Ganz besonders wird aber bei der Beobach- tung der Windrichtung, sobald es die Umstände zulassen, die Richtung und Höhe des Wolken- zuges in allen zu bemerkenden Schichten fest- zustellen sein. b) Nichtperiodische Veränderungen. Beim Eintreten ungewöhnlicher Variationen ist der Gang der Instrumente auf das Ein- gehendste zu untersuchen. Beispielsweise wür- den bei Rückfällen der Kälte oder Wärme und vor allen Dingen beim Eintritt von Stürmen sowohl möglichst zahlreiche Beobachtungen aller Instrumente anzustellen, als auch alle Neben- erscheinungen sorgfältig zu verzeichnen sein. Diese Beobachtungen sollen zur Kenntniss der Störungen in den arktischen Gegenden führen und namentlich, was die Stürme betrifft, Aufschlüsse dafür geben, in welcher Weise die gewaltsamen Bewegungen der Atmosphäre aus niederen in höhere Breiten oder umgekehrt eingreifen. Dies letzte Problem ist um so wichtiger, als der Errichtung permanenter inet eorologischer Stationen in sehr hohen Breiten, durch welche die Beziehungen der Stürme in der Polarregion zu denen der gemässigten Zone wohl zu er- mitteln wären, sich noch sehr grosse Schwierig- keiten entgegensetzen. Die Theorie aber für die Ursachen des Alternirens der äquatorialen und polaren Luft- strömungen kann vollständig nur durch Be- obachtungen im hohen Norden gelöst werden. c) Besondere Beobachtungen. Neben den Beobachtungen der gewöhn- lichen meteorologischen Elemente sind noch eine Reihe anderer Beobachtungen anzuführen, die zum Theil im speciell meteorologischen Interesse, zum Theil aber zur Lösung von Fragen auf anderen Gebieten höchst erwünscht sind. Von solchen Beobachtungen mögen er- wähnt werden: 1. Grösse der Insolation utid Ausstrahlung. Die Intensität der Ein- und Ausstrahlung in hohen Breiten ist schon bei früheren Ex- peditionen bemerkt worden. Es ist von Wich- tigkeit, diesen Gegenstand genau zu unter- suchen, z. B. schon zur Prüfung der Frage, ob ein Minimum der Temperatur des Himmels- raumes existirt. 2. Abnahme der Temperatur mit der Höhe, mit Anwendung des Ballon captif. Hierbei wird die Frage über die Höhe des Frostnebels (froring dew) eine genaue Unter- suchung zu linden haben. 3. Temperatur des Bodens und der Quellen. Die Prüfung dieser interessanten Frage verspricht, da die Herstellung von massig tiefen Bohrlöchern jetzt mit grosser Leichtigkeit aus- zuführen ist, sehr günstigen Erfolg. Die Lage des unterirdischen Eises und die Tiefe, bis zu welcher das Auftbauen des Bodens stattfindet, ist namentlich für pflanzeugeogra- phische Untersuchungen festzustellen wichtig, d) Bei allen Gelegenheiten, bei welchen be- merkenswerthe Naturerscheinungen be- obachtet werden, ist es, sofern nicht durch registrirende Instrumente ohnehin für die meteorologische Beobachtung ge- sorgt ist, eine regelmässige Aufgabe, peciell die meteorologischen Ele- mente festzustellen. VIII. B. H) Urographie. Bei den hydrographischen Untersuchungen ist es, wie bei den meteorologischen, zuerst der Zweck, die mittleren Zustände und die periodischen oder aperiodischen Abweichungen von denselben in den Zugängen zu den arkti- schen Regionen zu erforschen. Für diese Klasse der Beobachtungen ist ebenso, wie für die Meteorologie, die Errichtung fester Beobach- tungsstationen erforderlich. Untersuehungs- fahrten müssen die Verbindung unter den Sta- tionen aufrecht erhalten, um an vielen Punkten 6 die zwischen den Stationen liegenden Meores- absehnitte zu erforschen. Ausser solchen Untersuchungen, die wiederum als vorbereitende für künftige weiter ein- dringende Entdeckungsreisen bezeichnet weiden können, sind noch eine beträchtliche Zahl an- derer wissenschaftlicher Problerne zu nennen, deren Lösung für die Hydrographie au sich und für andere Zweige der Naturkunde von grosser Wichtigkeit sein würde, welche nur in hohen Breiten mit Erfolg anzustellen sind und für deren Bearbeitung das gemischte System der Combination fester Stationen mit Unter- suchungsfahrten besondere Vorzüge darbietet. Die wesentlichsten Punkte, auf welche die hydrographischen Forschungen zu richten sind, würden etwa folgende sein: (Fortsetzung folgt.) Mittel zur Vertilgung der Phylloxera. Ueber das in Leop. XI, p. 64, kurz avi- sirte Mittel des Chemikers Dumas ist einer Mittheilnng der HH. Prof. Zo eller und Dr. Grefe in Wien an die Berliner Akademie der Wiss. (Monatsber. d. K. Pr. Ak. d. Wiss. zu Berlin, Juni 1875, p. 387 — 88) Folgendes zu entnehmen : Nach allen früheren Versuchen ist der Schwefelkohlenstoff das einzig wirksame Mittel gegen die Phylloxera. Das von Dumas em- pfohlene Kalium-Sulfocarbonat wirkt nun eben dadurch, dass es, dem Boden einverleibt, Schwefelkohlenstoff entwickelt, und der grosse Erfolg des Dumas'schen Mittels ist darauf zu- rückzuführen, dass jenes Salz bei seiner grossen Löslichkeit sich sehr leicht verbreitet und alle Bodentheilchen mit einer Atmosphäre von Schwefelkohlenstoff umgiebt. Gleichzeitig mit letzterem entwickelt das Kalium-Sulfocarbonat aber auch Schwefelwasserstoff, welches Gas — nach zahlreichen Versuchen — oft genug geradezu tüdtlich auf die jungen Pflanzen- wurzeln wirkt und dessen schädlichen Einfiuss Dumas bei seinen Versuchen wahrscheinlich nur deshalb nicht beobachtete, weil der Sauerstoff des Bodens dasselbe ziemlich rasch zerstört. Die oben genannten Herren glauben nach eigenen zur Prüfung des Dumas'schen Mittels angestellten Versuchen, in einem anderen Kalium- salz, das ausserdem, im Gegensatze zu dem vorigen, leicht und sehr billig vollkommen rein zu erhalten i-t, ein besseres Mittel gefunden zu haben , da es im Boden den nützlichen Schwefelkohlenstoff ohne den schädlichen Schwefelwasserstoff entwickelt : es ist das xanthogensaure Kalium. Die Entwickelung reinen Schwefelkohlenstoffs, welche einige Zeit, nachdem die wässerige Lösung dieses Salzes mit dem Boden in Berührung gekommen ist, auftritt, kann durch Mischung des Salzes mit Boden und Zusatz von Superphosphat beschleu- nigt und verstärkt werden. Am zweckmässig- sten wird eine Mischung des Salzes mit Erde und Superphosphat im trockenen Zustande untergebracht und die Befeuchtung und Um- setzung den atmosphärischen Niederschlägen überlassen, „wobei gleichzeitig die Weinstöcke zu ihrer Kräftigung eine Kali- und Phosphor- säure-Quelle im Boden finden". — Geheimrath Dr. Johann Friedrich Brandt feierte am 12./24. Januar 1876 sein 50jähriges Doctor- Jubiläum. Die Kaiserl. Akademie der Wissenschaften zu St. Petersburg hatte zur Vorbereitung der Feier ein Festcomite erwählt ; es war zur Erinnerung an diesen Tag eine Denkmünze geprägt, und von allen Seiten be- theiligten sich die zahlreichen Verehrer des verdienstvollen Mannes. — Abgt«cUH'9B6ü doli 31. Januar 1876. Drucfc >on K. Blocbmann A Solxa In Dresden. NUNQUAM /fÄ^^Äk , OTIOSUS. LEOPOLDINA AMTLICHES ORGAN DER KAISERLICH - LEOPOLDINISCH - CAROLINISCH- DEUTSCHEN AKADEMIE DER NATURFORSCHER HERAUSGEGEBEN UNTER MITWIRKUNG DER SEKTIONSVORSTÄNDE VOM PRÄSIDENTEN Dr. W. F. G. Beim. Dresden (PoiiergasseNr.il). Heft XII. Nr. 3 — 4. Februar 1876. Iuhalt: Amtliche Mittheilungen: Ergebniss der freien Wahl eines dritten Vorstandsmitgl. der Fach- sektion f. Anthropol.. Ethnol. u. Geogr. — Die Sektionsvorstände und deren Obmänner. — An das Adjunkten-Collegium, die Sektionsvorstände u. sömmtl. Mitgl. d. Akademie. — Das gegen- wärtige Adjuiikten-Collegiuni. — Aufforderung zu Vorschlägen für eine neue Präsidentenwahl. — Beiträge zur Kasse der Akademie. — Sonstige Mittheilungen: Eingegang. Schriften. — Bericht d. Reichscommission z.Begutacht. v. Fragen d. Polarforschg. — Dr. Besnard: Recension. Amtliche Mittlieilmisen. Ergebniss der freien Wahl eines dritten Vorstandsmitgliedes der Fachsektion für Anthropologie, Ethnologie und Geographie. Die unterm 22./23. Januar d. J. (vei-gl. Leop. Xu, p. 2—3) mit dem Schlusstermine des 15. Februar ausgeschriebene freie Wahl eines dritten Vorstandsmitgliedes der obigen Fach- gektion hat nach dem von dem Kgl. Sachs. Notare Herrn Dr. A. B. Stübel am 19. Februar 1876 darüber aufgenommenen Protokolle folgendes Ergebniss gehabt: Von den 14 Mitgliedern, welche dieser Sektion gegenwärtig angehören, hatten 11 rechtzeitig abgestimmt. Von diesen 11 Stimmen waren gefallen: 6 auf Herrn Professor Dr. 0. F. Fraas in Stattgart, 4 „ „ Professor Dr. G. Gerland in Strassburg und 1 „ „ Hofrath M. TL v. Heuglin in Stuttgart. — Es ist demnach Herr Professor Dr. 0. F. Fraas in Stuttgart Leop. XII. 3 zum dritten Vorstandsmitgliede der Fachsektion für Anthropologie, Ethnologie und Geographie erwählt. — - Derselbe hat die Wahl angenommen, und erstreckt sich seine Amtsdauer bis zum 19. Februar 1886. — Dresden, den 23. Februar 1876. Dr. Behn. Die SektionsYorstände und deren Obmänner. Nachdem die Sektionsvorstände vollständig gebildet sind, werden die Mitglieder der- selben und, so weit die Wahl erfolgt ist, auch die Obmänner hiermit wie folgt zusammengestellt: 1. Fachsektion für Mathematik und Astronomie: Herr Geh. Schulrath Prof. Dr. 0. Schloemilch in Dresden, Obmann, ,, Prof. Dr. K. Bruhns in Leipzig und ,, ,, „ A. Winnecke in Strassburg i. E. 2. Fachsektion für Physik und Meteorologie: Herr Geh. Eeg.-R. Prof. Dr. H. Knoblauch in Halle a. 8., Obmann, ,, Prof. Dr. K. Bruhns in Leipzig und ,, „ ,, F. W. H. Beetz in München. 3. Facbsektion für Chemie: Herr Geh. Reg.-R. Prof. Dr. A. W. Hof mann in Berlin, Obmann, ,, Geh. Hofr. Prof. Dr. R. Fresenius in Wiesbaden und ,, Prof. Dr. E. Frhrr. v. Gorup -Besanez in Erlangen. 4 Fachsektion für Mineralogie und Geologie: Herr Sektionsr. Dir. Ritter F. v. Hauer in Wien, Obmann, ,, wirkl. Geh. R., Oberberghauptmann a. D. Dr. E. H. C. v. Dechen in Bonn und „ Hofr. Prof. Dr. H. B. Geinitz in Dresden. 5. Fachsektion für Botanik: Herr Prof. Dr. AI. Braun zu Jfeu-Schöneberg bei Berlin, Obmann, ,, Hofr. Prof. Dr. A. H. R. Grisebach in Göttingen und „ Prof. Dr. N. Pringsheim in Berlin. 6. Fachsektion für Zoologie und Anatomie : Herr Hofr. Prof. Dr. A. Kölliker in Würzburg, Obmann, ,, Geh. Hofr. Prof. Dr. C. Gegenbaur in Heidelberg und ,, Prof. Dr. R. Leuckart in Leipzig. 7. Fachsektion für Physiologie: Herr Prof. Dr. W. H. v. Wittich in Königsberg, Obmann, „ ,, ,, F. Goltz in Strassburg i. E. und ,, „ ,, C. Voit in München. 8. Fachsektion für Anthropologie, Ethnologie und Geographie: Herr Prof. Dr. 0. F. Fr aas in Stuttgart, ,, ,, ,, F. Frhrr. v. Richthofen z. Z. in Berlin, „ Geh. Med.-R. Prof. Dr. R. Virchow in Berlin. Ein Obmann ist noch nicht erwählt. — 9. Fachsektion für wissenschaftliche Medicin: Herr Prof. Dr. E. Leyden in Strassburg i. E., 19 Herr Hofrath Prof. Dr. C. Frhrr. v. Rokitanski in Wien, „ Geh. Med.-R. Prof. Dr. R. Virchow in Berlin. Ein Obmann ist noch nicht erwählt. — Dresden, den 23. Februar 1876. Dr. Behn. An das Adjunkten-Collegium, die Sektionsvorstände und sämmtliche Mitglieder der Akademie. Hochgeehrte Herren! Mit der obigen Zusammenstellung der Sektionsvorstände habe ich die Aufgabe erfüllt, welche die Statuten vom 1. Mai 1872 mir zuwiesen. — Der § 34 derselben bestimmt: „Nach Erneuerung des Adjunkten-Collegiums und Bildung der Sektionsvorstände wird eine neue Präsidentenwahl eingeleitet." — Demgemäss habe ich in Voraussicht des nahen Abschlusses der verlangten Vorbeding- ungen bereits vor einiger Zeit den Stellvertreter des Präsidenten, Herrn Prof. Dr. AI. Braun in Neu-Schöneberg bei Berlin, ersucht, die neue Präsidentenwahl einleiten zu wollen, und der- selbe hat die Gute gehabt, die ersten nach § 26 d. St. dazu erforderlichen Schritte bereits zu thun. — Wenn es mir ungeachtet des so vielfach bewiesenen und dankbar erkannten Vertrauens nicht gelang, den an mich gestellten Anforderungen nach Wunsch zu genügen, so bitte ich, zu bedenken, dass meine reichlich 6jährige Leitung mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, wie sie unsere Akademie während ihres mehr als 224jährigen Bestehens noch nicht erlebte. Es hatte sich, wie ich dieselbe antrat, das Unerhörte zugetragen, dass der Mann, dem der ver- storbene Präsident kurz vor seinem Tode die höchste Vertrauensstellung der Akademie über- tragen und dadurch in den Besitz fast aller ihrer Habe gesetzt hatte, mit den verwerflichsten Mitteln die Nachfolge zu erzwingen versuchte, zu der ihn die damals wahlberechtigten Adjunkten, und wie die Folge gezeigt hat, mit dem grössten Rechte, nicht für geeignet hielten, und er fährt auch jetzt noch fort, soweit an ihm liegt, die ruhige Wirksamkeit der Akademie zu stören. Ueberdies blieb in manchen Fällen die mir so nöthige Hülfe aus, welche ich nach den Bestimmungen der Statuten erwarten zu dürfen glaubte. — Um so mehr aber ist es mir eiu Bedürfniss, allen Denen, welche mich bei dem Streben nach Erfüllung meiner nicht leichten Aufgabe hülfreich unterstützten, meinen wärmsten Dank zu sagen. — Bis zur Wahl meines Nachfolgers werde ich die laufenden Geschäfte fortführen und mich bemühen, die ^bisher unerledigt gebliebenen so viel thunlich zu erledigen. — Dresden, den 23. Februar 1876. Der Präsident und gerichtlieh bestellte Vertreter der Ksl. Leop.-Carol. Deutschen Akademie der Naturforscher. Dr. Behn. Das gegenwärtige Adjunkten-Collegium. Zum Behufe der bevorstehenden Präsidentenwahl werden hiermit die gegenwärtigen Mitglieder des Adjunkten-Collegiums zusammengestellt: Im ersten Kreise (Oesterreich) : 1) Herr k. k. Regierungsrath Prof. Dr. E. Fenzl in Wien. 20 2) Herr Hofrath Prof. Dr. F. v. H ochste tter in Ober-Döbling bei Wien. 3) ,, wirkl. Gelnnr. Vice-Aduiiral B. v. Wüllerstorf-Urbair in Graz. Im zweiten Kreise (Bayern diesseits des Rheins): 1) Herr Professor Dr. J. Ger lach in Erlangen. 2) „ ,, ,, L. Seidel in München. Im dritten Kreise (Württemberg und Hohen2ollern) : Herr Oberstudienrath Dr. F. v. Krauss in Stuttgart. Der vierte Kreis (Baden) ist z. Z. nicht wahlfähig. Der fünfte Kreis (Elsass und Lothringen) ist z. Z. nicht wahlfähig. Im sechsten Kreise (Grossherzogth. Hessen, Rheinpfalz, Nassau und Frankfurt a. M.) : Herr Geh. Hofrath Professor Dr. R. Fresenius in Wiesbaden. Im siebenten Kreise (Pr. Rheinprovinz) : Herr Berghauptmann a. D. Geh. Ob.-Bergr. Prof. Dr. J. Noeggerath in Bonn. Der achte Kreis (Westphalen, Waldeck, Lippe und Hessen-Cassel) ist z. Z. nicht wahlfähig. Im neunten Kreise (.Hannover, Bremen, Oldenburg und Braunschweig): Herr Geh. Ob.-Med.-R. Professor Dr. F. Wo hl er in Göttingen. Im zehnten Kreise (Schleswig-Holstein, Mecklenburg, Hamburg und Lübeck): Herr Professor Dr. G. Karsten in Kiel. Im elften Kreise (Provinz Sachsen nebst Enklaven): Herr Geh. Reg.-R. Prof. Dr. H. Knoblauch in Halle a. S. Im zwölften Kreise (Thüringen) : Herr Professor Dr. E. Strasburger in Jena. Im dreizehnten Kreise (Königreich Sachsen): 1) Herr Professor Dr. J. V. Carus in Leipzig. 2) „ Hofrath Prof. Dr. H. B. Geinitz in Dresden. Im vierzehnten Kreise vSehlesien) : Herr Geh. Med.-R. Prof. Dr. H. R. Goeppert in Breslau. Im fünfzehnten Kreise (das übrige Preussen): 1) Herr Professor Dr. AI. Braun in Neu-Schöneberg bei Berlin. 2) „ Geh. Med.-R. Prof. Dr. R. Virchow in Berlin. Dresden, den 23. Februar 1876. Dr. Behn. An das Adjunkten- Collegium. Aufforderung zu Vorschlägen für eine neue Präsidentenwahl. Nachdem der bisherige Präsident unterm 17. v. M. mich davon in Kenntniss gesetzt hatte, dass die im § 34 der Statuten vom 1. Mai 1872 verlangten Vorbedingungen so weit erfüllt seien , dass eine neue Präsidentenwahl eingeleitet werden könne , und mich zugleich als seinen Stellvertreter ersucht hatte, diese Einleitung zu übernehmen, habe ich den Bestimmungen des § 26 der Statuten gemäss zunächst am 4. d. M. für sämmtliche gegenwärtig 17 Adjunkten eine Aufforderung zum Vorschlage zweier Mitglieder nebst Vorschlagszetteln ausgefertigt und demnächst versandt und ersuche dieselben nunmehr in Uebereinstimmung mit der Vorschrift der Statuten, innerhalb einer höchstens 6 wöchentlichen Frist, also bis spätestens zum 16. März 1876, die Vorschlagszettel, mit 2 Namen ausgefüllt und unterschrieben, unter untenstehender Adresse an mich zurückgelangen zu lassen. — 2J Sollte einer der Herren Adjunkten jene Sendung nicht empfangen haben, so bitte ich, eine Nachsendung von mir verlangen zu wollen. X eu -Schöneberg bei Berlin (Botanische Gartenstrasse Nr. 1), den 24. Febr. 1876. Der Stellvertreter des Präsidenten: Dr. A. Braun. Beiträge zur Kasse der Akademie. Rmk. Pf. Febr. 1. Von Hrn. Professor Dr. Birner in Regenwalde Beitrag f. d. Leop. für 1876 6 — ,, 1. ,, ,, Professor Dr. Keichardt in Jena desgl. für 1876 6 — 1. „ „ Gustos Kirsch in Dresden desgl. für 1876 6 — 2. „ „ Professor Dr. K. v. Littrow in Wien desgl. für 1876 ... 6 — » 3. „ „ Dr. Brehmer in Görbersdorf desgl. für 1872, 73 u. 74 . . .18 — 3- ., „ Professor Dr. F. A. Schmidt in Harn b. Hamburg desgl. f. 1875 6 — „ 5. „ „ Dr. A. Krolm in Bonn desgl. für 1876 6 — i, 6. „ „ Präsident Dr. Reinhard in Dresden desgl. für 1876 .... 6 — n 7. „ ,, Dr. Carl Koch, kgl. Landesgeolog in Wiesbaden desgl. für 1876 6 — n 9. „ „ Professor Dr. Wüllner in Aachen desgl. für 1876 6 — „ 18. „ „ Hofr. M. R. v. Tommassini in Triest desgl. für 1876. ... 6 — „ 18. „ „ Professor Dr. Ehrmann in Strassburg desgl. für 1876 ... 6 — » 18. „ „ Dr. M. Bach zu Boppard desgl. für 1876 6 — ii !8. „ „ General- u. Corpsarzt a.D. Dr. Richter in Düsseldorf desgl. f. 1876 6 — .i 19. ,, „ Dr. E. Stizenberger in Constanz desgl. für 1875 und 76 . . 12 — " 21. ,, ,, Prof. Dr. Bergemann in Berlin desgl. für 1876 6 — Dr. Behn. Eingegangene Schriften. (Vom 15. Juli bis 15. August 1875.) Platine natif. — Not. necrol. s. E. de VerneuU. — Strasburger, Dr. E. Ueb. Zellbildg. u. de Chanconrtois: Reseau pent. d'Elie de Beau- Zelltheilg. M. 7 Taf. Jena 1875 8° ™nt- de Lapparent: Neo-ologie de M. Bayan. Zool. Soc. of Philadelphia. III. Ann. „ f?/^, ^/^ M ^ K V ' f B. 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Thomomy, w. add. on the osteol. of Geomyidae a. on the habits of Geomys Tuza. 1 Taf. S.-A. Washingt. 1875. 4°. K. Sachs. Finanz-Minist. Nachw. d. Be- triebsergebn. b. d. St.- u. priv. E.-B. i. Königr. Sachsen 1854— 68. Dresd. 1857— 70. 12 Bde. 4°. — Stat. Ber. üb. d. Betr. d. unt. K. Sachs. Staatsverwltg. stehend. St.- u. priv. E.-B. in d. Jahren 1869—74. Dresden 1870—75. 4°. verursachen, ist nicht bekannt. — Neben den durch Zerstörung verursachten sind die- jenigen Oberflächenformen zu studiren, welche die Ablagerung der Zerstörungsprodukte her- vorbringt, und zwar sowohl derjenigen, welche das Eis unmittelbar in Gestalt von Moränen absetzt, als derjenigen, welche durch das Wasser niedergeschlagen werden. 3) Es wären ferner die mit Wasser oder Eis erfüllten Einsenkungen im Boden zu untersuchen. Bekanntlich ist die Art der Bildung der tiefen Becken, welche in den Alpen und in vielen andei'en Gebirgen der nördlichen gemässigten Zone von Seen aus- gefüllt werden, ein vielbestrittenes Problem, wenngleich die Ansichten darin übereinstim- men, dass sie mit der früheren Vergletscher- ung derselben Gebirge zusammenhängt. Eine 38 sichere Lösung dieser Frage, welche zu dem Problem der Entstehung der Gebirge manche Beziehungen hat, lässt sich nur erwarten, wenn die analogen Eiusenkungen des Bodens im hohen Norden in ihrer Form, ihrer geo- graphischen Verbreitung, ihrem Verhältniss zum Bau der Gebirge und der Art ihrer Ausfüllung eingehend untersucht werden. 4) Die Umrisse und Gestalt der Küsten bedürften einer sorgfältigen Erforschung. Ihr allgemeiner Verlauf ist von Wichtigkeit für die Richtung der Meeresströmungen, ihre Ablenkung und Theilung, und von Ein- fluss auf die Gezeiten. Es handelt sich hierbei um die Erledigung einander widersprechender Vermuthungen, welche auf Grund der bis jetzt bekannten Strömungsrichtungen , der Fluthhöhen , der Wanderung des Treibholzes und der Eis- verhältnisse betreffs des Zusammenhanges solcher arktischen Länder, von denen wir nur die südlichsten Ausläufer kennen, auf- gestellt worden sind. Die Detailforschung bietet neben einigen für jede Küste maass- gebenden Gesichtspunkten, z. B. den Bezieh- ungen ihrer Gestalt zu den Gebirgen und Ebenen des angrenzenden Landes, zu dem Relief des Meeresbodens und der Veitheilung vorliegender Inseln, noch manches Beachtens- werthe. Dahin gehört das Eingreifen des Meeres in die vorhin erwähnte complicirte und tief geschnittene Gliederung der Gebirge in ihren unteren Theilen. Das wahre Wesen der dadurch entstehenden, für die Circum- polarregionen charakteristischen Fjorde wird vermutldich nur dort ergründet werden können, wo die ihnen zu Grunde liegenden Vorgänge noch jetzt auf ihre Gestalt einwirken. Dies ist wahrscheinlich in Grönland der Fall, wo die Ausdehnung des von Fjorden durch- schnittenen Küstensaumes, einschliesslich der vorliegenden kleinen Inseln , auf mehr als ein Dritttheil der Gesammt-Oberfläche ge- schätzt wird. Die Gestalt der Küsten mit Rücksicht auf die Einwirkung des durch Ebbe und Fluth bewegten Eises ist von Wichtigkeit für die Prüfung der Theorie der früheren Existenz eines über weite Länder (und darunter Norddeutschland) ausgebrei- teten Polarmeeres, in welchem Eisberge nach Süden wanderten. 5) Die Reliefform des Meeresgrundes ist jetzt allgemein Gegenstand der Forschung und sollte dies auch in den Polargegenden sein, wenn sich auch noch bei weitem nicht alle Gesichtspunkte übersehen lassen, die sich daran knüpfen werden. 6) Die Vertheilung eisfreien und eis- bedeckten Landes ist an und für sich und in ihren Beziehungen zur Meteorologie von Wichtigkeit. Es sollte z. B. unter- sucht werden, wie weit die kontinuirliche Decke von Landeis sich in den einzelnen arktischen Ländern erstreckt, wie weit es von dem geneigten Boden aus noch über das ebene Land ausgebreitet ist und in welchem Mass es dort , wo seine Bewegung sich verzögert oder aufhört, aufgestaut wird; ferner, ob die Eisgrenze vorschreitet oder zurückgeht, oder ob sie periodischen Schwank- ungen unterworfen ist. Die Herkunft der Eisberge ist noch wenig gekannt. Manche kleine Fjords von Grönland liefern continuirliche Ströme derselben ; andere, ob- gleich von Gletschern umgeben, sind frei davon. Rink erklärt die ersteren als Münd- ungen von Eisstromsystemen, welche in der Art von Flusssystemen über Grönland ver- theilt seien und die Menge des jährlich in dem ganzen Lande fallenden Niederschlags in Gestalt von Eisbergen dem Meere zu- trügen. Alle diese Fragen über die gegen- wärtigen geographischen Verhältnisse des Landeises in den Polargegenden, denen sich noch viele andere hinzufügen Hessen, sind von Wichtigkeit für die Erklärung der inter- essanten Probleme der europäischen Eiszeit. Es ist klar, dass die hier dargestellten Auf- 39 gaben sich nicht durch den Aufenthalt an einem Orte lösen lassen. Der geographische Forscher muss reisen und deshalb ist es für ihn wünschenswert]!, von einem festen Stütz- punkte, wie ihn eine für die physikalischen Wissenschaften eingerichtete Station bietet, Reisen zu Wasser oder zu Lande so weit aus- zuführen, als es die kurze, in jedem einzelnen Jahre dazu zu Gebote stehende Zeit gestattet. Solche Stationen sollten an den Küsten der ausgedehnteren arktischen Länder liegen. Unter den Gegenden, welche diese Bedingung erfüllen, befindet sich der durch die Expedition von Kapitän Koldewey näher bekanntgewordene Theil der ostgrönländischen Küste. Eine Sta- tion daselbst würde ein ausgedehntes Land be- herrschen und daher als Ausgangspunkt zur Ausführung geographischer Detailforschung gut geeignet sein. Es Hessen sich von ihm bei- spielsweise die Arbeiten von Payer in dem Franz-Josephs-Fjord fortsetzen , während zu- gleich Gelegenheit geboten sein würde, durch Schlittenreisen nach dem unbekannten Norden wahre Entdeckungsfahrten zu unternehmen, die eventuell zur Auffindung neuer und wichtiger Stützpunkte für spätere Zeiten führen könnten. Die geographischen Aufgaben könnten zum grössten Theil einem Geologen übertragen wer- den, da sie mit dessen Arbeitsfeld sich un- mittelbar berühren. XII. F. Miueralogie,Geologieuu(lPiiläoutologie. Wegen des Reichthums der arktischen Polar- länder an Mineralien, Gebirgsarten und Ver- steinerungen, sowie wegen des aussergewöhn- lichen Interesses, welches sich an deren Ent- stehung, Beschaffenheit und Vorkommen knüpft, wurden schon mehrfache Reisen zum Zweck specieller Forschungen in einzelne, leichter zu- gängliche Theile der arktischen Region unter- nommen. Für die Anschauungen über die Entwickelung des organischeu Lebens und die physikalisch- geographischen Verhältnisse in früheren Erd- perioden waren jene Untersuchungen geradezu von epochemachender Bedeutung. An keiner Stelle der Erde tritt der Gegensatz zwischen Einst und Jetzt schroffer hervor, als in den Polargebieteu. Wo gegenwärtig eine unabseh- bare Eis- und Schneedecke und ununterbrochene Nacht den grösseren Theil des Jahres hindurch alles organische Leben zum Stillstand bringt, wo die ungünstigen klimatischen und meteoro- logischen Verhältnisse nur einer dürftigen Vege- tation die Existenz ermöglichen , war ehemals das ganze Land mit üppiger Baumvegetation bedeckt. Die heutigen Annahmen über die allmälige Abnahme der Erdtemperatur, über die nach und nach eintretende Bildung von klimatischen Zonen, über die Entstehung pflanzen- und thier- geographischer Provinzen in der Urzeit, fussen zu nicht geringem Theile auf den im hohen Norden gewonnenen Erfahrungen. Die erste Anregung zu diesen Ideen erhielt man allerdings durch die Untersuchung ver- einzelter, auf arktischen Expeditionen au i geraffter Materialien, aber zu einer festen wissenschaft- lichen Begründung gelangte man erst, als die Dänen und Schweden anfingen, Westgrönland und Spitzbergen in systematischer Weise zu erforschen. Nur durch längeren Aufenthalt in Stationen, von wo aus die speciellere Untersuchung ein- zelner Gebiete und die Veranstaltung umfäng- licher Sammlungen möglich wird, können mine- ralogische , geologische und paläontologische Studien in nachdrücklicher Weise gefördert werden, während bei arktischen Entdeckungs- reisen der Geologe nur ausnahmsweise Gelegen- heit findet, seine Interessen zu verfolgen, und selbst dann, wenn sich eine solche Gelegenheit bietet, durch die enormen Schwierigkeiten der Reise und durch den Mangel an Transport- mitteln meist ausser Stande ist, davon aus- giebigen Gebrauch zu machen. Nach der Meinung der Commission würde sich darum die Thätigkeit des Vertreters der Geologie und der damit verwandten Wissen- 40 schafteD hauptsächlich auf die speciellere Er- forschung kleinerer, von den Stationen erreich- barer Gebiete zu erstrecken haben. Ueber die besonderen Aufgaben, welche in den genannten Wissenschaften zunächst zu be- rücksichtigen wären, sollen die folgenden Be- merkungen einige Anhaltspunkte bieten: a) Mineralogie. Unter den nordischen Polarländern zeichnen sich Westgrönland und Island durch ihren überraschenden Reichthum an Mineralien aus. Viele der letzteren erregen theils wegen ihrer Seltenheit , theils wegen ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften das Interesse der Mineralogen, andere, wie Steinkohlen, Braunkohlen, Bernstein, Kryolith, Doppelspath, sind von erheblicher praktischer Bedeutung. Die Entdeckung der grössten bis jetzt be- kannten Massen von gediegenem Eisen in verschiedenen Theilen Westgrönlands und die Fragen, welche sich an die eigentümliche. Art ihres Vorkommens knüpfen, hat mit Recht grosses Aufsehen erregt. Der Nachweis der- artiger Vorkommnisse in anderen Theile i der arktischen Zone unter ähnlichen Verhältnissen würde die Zweifel über ihren meteorischen oder tellurischeu Ursprung voraussichtlich der Ent- scheidung näher bringen. Von Interesse wären auch Beobachtungen über den zuweilen auf Schnee vorkommenden meteorischen Staub. Sowohl die altkrystallinischeu Gesteine, welche in Westgrönland, als auch die vulkani- schen Basalte , Dorolite u. s. w. , welche in Island viele Mineralausscheidungen enthalten, besitzen in den Polarländern eine weite Ver- breitung. Sie sind durch die zweite deutsche Polarexpedition an der ostgrönländischen Küste nachgewiesen worden und würden möglicher- weise bei genauerer Untersuchung reiche Aus- beute gewähren. b) Geologie und Paläontologie. Unter den Aufgaben einer wissenschaftlichen arktischen Expedition zunächst aus dem Gebiete der dynamischen Geologie würden Unter- suchungen über die arktischen Gletscher obenan stehen. Es sind zwar über Verbreitung und Ausdehnung derselben, über ihren plasti- schen Bau, über die Moränenbilduug, über die eigenthümlichen Verhältnisse des Gletscherendes beim Eintritt in das Meer schon manche werth- volle Thatsachen bekannt, aber gerade über einige der wichtigsten Verhältnisse lässt sich nur durch längere, in verschiedenen Jahreszeiten angestellte Beobachtungen Aufschluss gewinnen, durch genauere Untersuchungen über die Plasti- cität des Eises im Sommer und Winter, über die Fortbewegung der Gletscher in den einzelnen Jahreszeiten, über ihre Bewegungsgeschwindig- keit je nach der verschiedenen Neigung des Bodens, über ihre Verminderung durch Ab- schmelzung und Verdunstung und über ihre mechanischen Wirkungen würde sich unsere Kenntniss dieser interessanten Phänomene sehr wesentlich erweitern lassen. Eine besondere Aufmerksamkeit verdienten auch die Eisberge und die Beschaffenheit des von denselben trans- portirteu Gesteinsmaterials, da gerade hiermit die Frage nach der Entstehung des . erratischen Diluviums in Norddeutschland aufs Engste ver- bunden ist. Es wäre zu diesem Zwecke von Wichtigkeit, etwas Näheres über die Quantität der auf Eisbergen schwimmenden Gesteine, über das Verhältniss der grösseren Blöcke zu dem feineren Moränenschutt, sowie über die Form, Abschleifung und Ritzung der grösseren und kleineren Gesteinsfragmente zu erfahren. Nicht minder erwünscht wären Beobacht- ungen über Spuren früherer Eiszeiten, über ehemalige und jetzige Oscillationen der Erdoberfläche, über die Ursachen des Gebirgs- baues und über die Entstehung der tief ein- geschnittenen Spaltenthäler und Fjorde. Ehemalige Strandlinien sollten auf- gesucht, ihre Höhe bestimmt und zur Ermittel- ung etwaiger Niveauveränderungen des Meeres- spiegels Strandmarken au geeigneten Orten gemacht werden. 41 Auch die Verhältnisse der Boden bildung bieten in einer Region, wo die chemische Zer- setzung der Gesteine durch den Einfluss der Vegetation wenig begünstigt und wo dieselbe wahrscheinlich zum Theil durch mechanische Wirkungen ersetzt wird, besonderes Interesse. Zur Förderung der hochnordischen Ge- steinskunde sollten detaillirte Beobachtuugen über Vorkommen, Verbreitung, Zusammensetz- ung und Verwitterung der verschiedenen Ge- birgsarten angestellt und Sammlungen von charakteristischen Handstücken angelegt werden. Wo wegen Unzugänglichkeit directe Beobacht- ungen am anstehenden Gebirge nicht ausfahr- bar sind, dürfte das Material in Gletscher- moränen häufig erwünschteAufschlüsse gewähren. Eine reiche Gliederung und zum Theil ganz unerwartete Entwickelung zeigen die Sedi- mentärformatiouen in den Polarländern. Steinkohlen und Braunkohlen sind an vielen Stellen, zuweilen in beträchtlicher Mächtigkeit, nachgewiesen worden. Sie gehören theils der eigentlichen Steinkohlen-, theils verschiedenen jüngeren Formationen an. Jede Erweiterung unserer Kenntniss über die Verbreitung, über das Alter und über die paläoutologische Beschaffenheit der kohlenführen- den Formationen wäre in wissenschaftlicher und praktischer Hinsicht von hoher Bedeutung. Ueberhaupt würden genauere Feststellungen über die Erstreckung der verschiedenen Gesteine und Formationen neue Gesichtspunkte hinsicht- lich der einstigen Vertheilung von Festland und Meer eröffnen. Die eigenthümliche Entwickelung gewisser Formationen (z. B. der Trias in Spitzbergen) hat einen bestimmenden Einfluss auf die Mein- ungen über Verbreitung und Wanderungen vor- weltlicher Organismen ausgeübt. In dieser Hinsicht würden sich auch die von der zweiten deutschen Polarexpedition in Ostgrönland ent- deckten Juraablagerungen der besonderen Be- achtung empfehlen. Wegen der bereits oben hervorgehobenen Leop. XII. Beziehung zu den einstigen klimatischen Ver- hältnissen der Erde besitzen die in den Polar- ländern vorkommenden fossilen Pflanzen- reste ein hervorragendes Interesse. Pflanzen aus der ächten alten Steinkohlen- formation, meist begleitet von Kohlenflötzen, sind zwar aus Grönland, dem arktischen Nord- amerika (Melville-Inseln, Banksland u. s. w.) und Spitzbergen bekannt, aber meist nur in geringer Menge und in dürftiger Erhaltung. Die wenigen bestimmbaren Formen tragen ein entschieden tropisches Gepräge und gehören fast durchaus sehr weit verbreiteten Arten an. Sollte es gelingen, in den augeblich juras- sischen Kohlenablagerungen Ostgrönlands be- stimmbare Pflanzenreste aufzufinden, so wäre dies als eine höchst wichtige paläontologische Entdeckung zu begrüssen, weil über die Flora der Juraperiode bis jetzt nur wenige in der gemässigten Zone gelegene Fundorte Aufschluss gewähren. Ebenso erwünscht wäre jeder Beitrag zu den in Westgrönland und Spitzbergen ent- deckten Pflanzenresten der Kreideforrnation, welche beweisen, dass zu damaliger Zeit in der arktischen Region eine weit höhere Temperatur herrschte, als gegenwärtig. Weit verbreitet rings um den Pol sind die pflanzen- und braunkohleniührenden Ablager- ungen der Tertiärformationen. Diese Flora bekundet bereits ein etwas kühleres Klima, als in den früheren Erdperioden, aber sie enthält noch zahlreiche immergrüne Gewächse und Bäume, deren Existenzbedingungen den gegen- wärtig in der südlichen Schweiz bestehenden entsprechen. Wenn diese hochnordischen tertiären Pflanzen auch sehr bestimmte Beziehungen zu den gleich- zeitig in südlicheren Zonen zur Ablagerung gelangten Formen erkennen lassen, so macht sich doch nicht minder bestimmt bereits der Einfluss der geographischen Breite geltend. Ja, unter den Ueberresten aus den verschie- denen arktischen Fundorten selbst bestehen 6 gewisse Differenzen, welche schon auf besondere, von der Meridianlage bedingte Einflüsse hinzu- deuten scheinen. Die weitere Verfolgung dieser Fragen durch Entdeckung neuer Fundorte und Untersuchung der daselbst vorkommenden Reste würde unter die Aufgaben einer arktischen Expedition gehören. Auch die Versteinerungen aus diluvialen Ablagerungen und deren Vergleich mit ihren jetzt in der Polarregion lebenden Verwandten, sowie mit den anderwärts in gleichaltrigen Ge- bilden vorkommenden Formen müssten dem Studium dringend empfohlen werden. Der- artige Beobachtungen würden für die Lösung der noch immer dunkeln Frage der Eiszeit von besonderem Werthe sein. An der ostgrönläu- dischen Küste würde sich voraussichtlich wenig Gelegenheit zu Studien über vulkanische Er- scheinungen oder Erdbeben bieten; wohl aber dürften sich solche vielleicht auf einer der von der Commission bezeichneten Nebenstationen entweder von dem Geologen oder einem anderen dazu befähigten Mitgliede der Expedition aus- führen lassen. XIII. G. Botanik. Die Bemerkungen , welche bezüglich der Forschungsinethode und der Notwendigkeit von festen Stationen dem vorhergehenden Ab- schnitte vorausgeschickt wurden, gelten in gleichem Maasse auch für die biologischen Wissenschaften. Eingehende Beobachtungen über die Pflanzen und Thiere des hohen Nor- dens, namentlich über Lebensweise, Entwickel- ung, Fortpflanzung, über physiologische und anatomische Erscheinungen, sowie Aufsamm- lungen in grösserem Maassstabe lassen sich nur bei längerem Aufenthalt an zweckmässig ein- gerichteten Stationen ausführen. Bei Expeditionen mit vorwiegender Absicht, geographische Entdeckungen zu machen, pflegten die Vertreter der descripitiven Naturwissen- schaften oft lange Zeit hindurch zur Unthätig- keit verurtheilt zu sein. Die Vegetation rings um den Pol ist so gleichförmig, dass neue Entdeckungen von Er- heblichkeit auf dem Gebiete der systemati- schen Botanik von neuen Polarreisen, ausser im Bereiche der noch weniger untersuchten niederen Organisationen (Eichenen, Algen, mit Einschluss der Diatomeen), nicht zu erwarten sind. Aber die Anordnung der Landpflanzen zu pflanzengeographischen Formationen hat ein Interesse , welches vergleichende Forschungen in den noch unerforschten Gebieten wünschens- werth macht, namentlich auch, um die Ursachen weiter aufzuklären, weshalb unter ähnlichen Lebensbedingungen hier eine Polarwüste ent- steht, die fast nur von Moos bekleidet ist und dem Thierleben keine Nahrung bietet, dort fiir das Wachsthum höherer Gewächse ein geeig- neter Boden erzeugt wird, welcher bis zu den höchsten bekannten Breiten grossen Säuge- thiereu zum Weideplatze dient, den dieselben zum Theil nicht einmal im Winter verlassen. Die Frage über die Vegetationsgrenzen in ver- tikalem Sinne ist im Bereiche des Polargebiets verschieden beantwortet , indem einige Natur- forscher eine bestimmte Schneelinie daselbst ganz geleugnet haben. Ueberhaupt sind die Polarländer dadurch ausgezeichnet, dass die Natur hier den Organismen die einfachsten Lebensbedingungen bietet und doch ihren Fort- bestand überall , so weit man bis jetzt vor- gedrungen ist, gesichert zeigt. Der Zusammen- hang dieser physischen Factoren mit der geo- graphischen Ausbreitung des organischen Lebens ist ein reichhaltiges Feld für neue Untersuch- ungen. So hat man bis jetzt noch keine polare Küste kenneil gelernt, wo, wie durch den ewigen Schnee im Gebirge, demselben in horizontalem Sinne eine Grenze gesetzt wäre. : Die Anord- nung der Meeresflora und die massenhafte Er- zeugung organischer Substanz durch dieselbe, die zu dem Reichthum des Thierlebens in Ver- hältniss stehen dürfte, welches die Gewässer der hohen' Breiten auszeichnet, ist noch wenig erforscht worden. Diese Verhältnisse bilden die 43 physische Grundlage für die merkantilische Aus- beutung der Erzeugnisse des arktischen Meeres. Der Ursprung der Vegetation in den Polar- ländern und ihre Wanderungen haben zu Dis- cussionen von hoher wissenschaftlicher Bedeut- ung geführt, die noch nicht hinlänglich erledigt sind. Die bernerkenswerthe Thatsache , dass die Flora von Grönland mit der alten Welt eine bei weitem grossere Uebereinstimmung zeigt, als mit dem so viel näher gelegenen amerikanischen Continent, hat man durch Hypo- thesen aufzuklären gesucht, welche neue Forsch- ungen wünschenswerth machen. Den Weg dazu bietet eine sorgfältige Untersuchung der Treib- hölzer, die an den meisten Polarküsten angespült werden, einigen dagegen fehlen, sowie eine spe- cielle Feststellung der Verbreitungsbezirke der arktischen Pflanzen, wofür jedes noch unerforscht gebliebene Gebiet, wichtige Beiträge liefern imiss. Die wichtigsten Fragen wären auf dem physiologischen Gebiete der Botanik zu ver- folgen. Als solche Hessen sich bezeichnen: 1) Messungen und Beobachtungen über das Wachsthum, die Ernährung und die Fort- pflanzung der Vegetabilien unter den höchst ungünstigen klimatischen Verhältnissen des hohen Nordens. Das Problem, ob durch die verlängerte Dauer des Tages die Kürze der Entwickelungsperiode bis zu einem gewissen Grade ausgeglichen wird , ist bisher noch wenig in Betracht gezogen. Die Frage, ob die Samen am Schlüsse der Vegetations- periode, durch Schneefall so leicht in ihrer Ausbildung gehemmt, allgemein zur Reife gelangen, oder die Fortpflanzung vielmehr vorzugsweise auf vegetativen Knospen beruht, ist in entgegengesetztem Sinne beantwortet worden und bedarf neuer Beobachtungen. 2) Die Erhaltung der Vegetation während des langen Winters wird besonders durch die Schneebedeckung gewährleistet. Der Zu- stand, in welchem während dieser Periode die Organe sich grossentheils unverändert zu erhalten scheinen, verdiente auch deshalb eine besondere Beachtung, weil die über- winternden Thiere hierauf zu ihrer Ernährung angewiesen sind. 3) Die Feststellung der Vegetationsphasen nach Maassgabe der Temperatur im Schatten und der Insolation gehört zu den Aufgaben, die hier wegen der Einfachheit der Verhält- nisse und der Kürze der Beobachtungszeit besonders ins Auge zu fassen wären. 4) Messungen über die Temperatur der ver- holztenPflanzengewebe in verschiedenen Jahres- zeiten wären wünschenswerth. 5) Besondere Aufmerksamkeit verdiente die Meeresflora, namentlich Studien über die Production der organischen Substanz. Es wird angenommen, dass diese nur unter dem Einflüsse des Lichts vor sich gehe, welcher unter den hohen Breiten in einem grossen Theile des Jahres ausgeschlossen ist und schwerlich durch Mond und Gestirne ersetzt werden kann. Da nun die Meeresthiere in letzter Instanz ihre Nahrung von den Algen des Meeres empfangen und derselben während des ganzen Jahres gleichmässig bedürfen, so entsteht die Frage, inwieweit die Vegetations- periode, an den Lichteiniiuss geknüpft, hierzu genügen kann. Neuerlich ist von schwedi- schen Naturforschern die Behauptung auf- gestellt, dass die Algen in der Dunkelheit fortwachsen und im Winter ebenso gut wie im Sommer fructificiren. Dies würde ent- weder mit den physiologischen Erfahrungen bei anderen Gewächsen und in anderen Breiten in Widerspruch stehen, oder auf eine massen- hafte Erzeugung von Reservenährstoffen wäh- rend einer verhältnissmässig sehr kurzen Jahreszeit hinweisen. Jedenfalls liegt hier ein Problem vor, dessen Lösung von grosser Tragweite für di9 Physiologie sein würde. 6) Ueberdie auf Schnee und Eis lebenden Organis- men ist bis jetzt aus den Polarländern wenig be- kannt. ImAllgemeinen werden die angedeuteten Aufgaben eher eineu physiologisch gebildeten Botaniker aiseinen Systematiker beanspruchen. 6* 44 XIV. H. Zoologie. Die wissenschaftliche Thätigkeit des Zoologen einer Expedition zur arktischen Forschung wäre hauptsächlich an die festen Stationen gebunden, von wo aus Excursionen nach verschiedenen Richtungen ausgeführt werden könnten. Obwohl die grösseren Landthiere ziemlich vollständig bekannt sein dürften, so harren doch selbst bei den gewöhnlichsten Arten noch mancherlei Fragen ihrer Beantwortung. Ueber die Lebensweise, Ernährung, Fortpflanzung, Variabilität z. B. des Rennthieres, Moschus- ochsen, Eisfuchses und Lemmings in den höch- sten Breiten wäre jede neue Beobachtung er- wünscht. Besonders wichtig wäre der Nachweis etwaiger Wanderungen, sowie deren Richtung und Dauer. Es fehlen von den hochnordischen Säugethieren genaue Angaben über die Be- gattungszeiten und über die Dauer der Trächtig- keit. Hieran knüpfen sich interessante Fragen über die relative Dauer der embryonalen Ent- wickelung der verschiedenen Thiergattungen unter den eigenthümlichen Existenzbedingungen der polaren Zone, namentlich, ob diese in jenen hohen Breiten — wie dies bei den Pflanzen der Fall ist — rascher von Statten geht, als in milderen Klimaten. Sehr wünschenswerth wären Beobachtungen bei möglichst verschiedenen Thieren über phy- siologische Erscheinungen durch Einfluss der abnormen Lebensbedingungen, z. B. Bestimm- ungen über Temperatur zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten, Beobachtungen über die Wirk- ungen der Kälte und der langen Dunkelheit auf die Sinnesorgane , über die relative Ge- schwindigkeit des Blutumlaufes , je nach der Tages- und Jahreszeit und während eines et- waigen Winterschlafes. Letzterer würde wegen der eigenthümlichen damit verbundenen physio- logischen Erscheinungen sich besonders zu Be- obachtungen eignen. Skelete und insbesondere Weichtheile hoch- nordischer Thiere sind bisher nur in geringer Zahl gesammelt worden. Die arktische Ornithologie ist zwar schon mehrfach bearbeitet, aber dennoch wären auch über Wanderungen der Vögel, über die relative Menge der Art-Individuen , über die Länge der Brutzeit mancherlei neue Beobacht- ungen zu machen. Möglicherweise Hesse sich noch ein Fundort der für ausgestorben gehal- tenen Alca impennis entdecken. Auch bei den Vögeln wären Sammlungen von Skeleten und Eiern anzulegen. Die Insekten verdienen schon wegen ihrer Wechselbeziehung zur Vegetation (z. B. Be- fruchtung der Pflanzen) besondere Aufmerksam- keit. Insbesondere dürften auch die auf anderen Thieren parasitisch lebenden Formen nicht ver- nachlässigt werden, so unter anderen die Oestrus- Arten, welche während der Sommerzeit in der Haut der Rennthiere und wahrscheinlich auch der Moschusochsen leben. Von hervorragender Wichtigkeit wären Untersuchungen über die Anneliden und über sämmtliche erreichbare Eingeweidewürmer bei Menschen und Thieren. Namentlich wäre auch festzustellen , ob bei den Eskimos die schreckliche isländische Echinococeus-Krankheit vorkommt. Ueber die thierischen Bewohner der süssen Gewässer in den hohen Breiten weiss man bis jetzt nur sehr wenig; etwaige Entdeckungen in dieser Richtung wären aber in thiergeogra- phischer Hinsicht von besonderem Belang. Bei den Meerthieren würden systematisch betriebene zoologische Untersuchungen unzweifel- haft bedeutende Resultate zur Folge haben. Selbst bei den am besten bekannten grösseren Wirbelthieren (Walfisch, Walross, Robben) fehlt zum Theil noch jede genaue Kenntniss über ihre Fortpflanzung, Entwickelung , Ernährung und über die anatomische Beschaffenheit ein- zelner Körpertheile. Möglicherweise liessen sich auch Spuren der merkwürdigen, inderBebringsstrasse entdeckten, dort aber bereits ausgerotteten Steller"schen See- kuh (Rhytina Stellerijm Nord-Grönland auffinden. 45 Die Ermittelung von Brutplätzen der jagd- baren Thranthiere hätte nicht allein ein wissen- schaftliches, sondern auch ein hohes praktisches Interesse. Das Gleiche gilt von den Fischen, deren Naturgeschichte und Wanderungen alle Beachtung verdienten. Ueberhaupt wäre Alles, was über Wanderungen sämmtlicher Meeres- bewohner in hohen Breiten in Erfahrung ge- bracht weiden könnte , als neue wissenschaft- liche Errungenschaft zu bezeichnen. Besonders reiche Ergebnisse würde die Unter- suchung der niederen Thiere verprechen. Durch die bisherigen Expeditionen weiss man, dass die arktischen Meere eine Fülle von Orga- nismen enthalten. Es ist kaum zweifelhaft, dass die Zahl der neuen, zum Theil hochinter- essanten Foi men, welche die nordischen Meere bereits geliefert haben, noch erheblich vermehrt werden könnte. Namentlich in grösseren Tiefen scheinen gegenwärtig viele Geschöpfe zu wohnen, welche durch ihre nahe Verwandtschaft mit längst erloschenen Typen überraschen. Jede Vermehrung solcher Formen mit „alterthüm- licher Tracht", welche sich insbesondere bei den Mollusken, Echiniden,Krinoiden und Spongien erwarten lassen, würde für Zoologie und Geo- logie von gleicher Wichtigkeit sein. Lebensweise, Ernährung, Fortpflanzung und namentlich Entwickelungsgeschichte der speci- fisch nordischen niederen Meeresthiere sind noch wenig studirt, und insbesondere würden genaue Beobachtungen über die Vertheilung der Orga- nismen nach den verschiedenen Tiefen und nach besonderen Existenzbedingungen erwünscht sein. Hierher gehörten auch die Untersuchungen über das Vorkommen und etwaige Veränderungen der Organismen in Wasser von verschiedener Tiefe, Temperatur und chemischer Zusammen- setzung. Specielle Aufgaben über die Naturgeschichte einzelner Ordnungen, Familien und Gattungen (z. B. über Brachiopoden, Krinoiden, Ascidien, über Brisinga, Asterophyton, Umbellularia, Virgularia, Prymona u. s. w.J Hessen sich in grosser Menge hervorheben ; es würde dies je- doch einer späteren Instruction vorbehalten bleiben müssen. Schliesslich wäre noch auf die Wichtigkeit jener in Seegrundproben so massenhaft vor- kommenden, theilweise noch räthselhaften Pro- tisten hinzuweisen, deren Vorkommen auch in Gletscherabflüssen und süssen Gewässern be- obachtet werden sollte. Im Allgemeinen müssten massenhafte Auf- sammlungen im Interesse der wissenschaftlichen Anstalten Deutschlands ganz besonders empfohlen werden. An der Schwierigkeit oder Unmöglich- keit, Material aus arktischen Regionen, selbst gegen hohe Bezahlung zu erhalten, sind schon manche verheissungsvolle Untersuchungen ge- scheitert. XV. J. Anthropologie. Obwohl die unwirthliche Beschaffenheit der hohen Polargebiete wenigVeranlassung zu anthro- pologischen Forschungen geben dürfte, so lassen sich doch auch in dieser Hinsicht von einer arktischen Expedition mancherlei Aufschlüsse erwarten. Nach den bisherigen Erfahrungen scheint die Bevölkerung Grönlands ehemals zahlreicher gewesen zu sein und ihre Wanderungen oder festen Ansiedelungen weiter nach Norden vor- geschoben zu haben, als gegenwärtig. Man findet in jetzt unbewohnten Gegenden zuweilen Spuren von Niederlassungen, welche für die ehemalige Anwesenheit von Menschen Zeugniss ablegen. Die Untersuchung solcher prähisto- rischer Wohnstätten und sämmtlicher darin befindlicher Beste von Menschen, Thieren, Pflanzen oder von Producten menschlicher Thätigkeit hätte aus dem weiter unten an- gedeuteten Gesichtspunkte hervorragendes Inter- esse. Unbestimmte Nachrichten lassen übrigens vermuthen, dass noch heute die Eskimos wenig- stens vorübergehend sehr hohe Breiten besuchen, dieselben vielleicht sogar dauernd bewohnen. Die Uebereinstimmuug der west- und ost- grönländischen Eskimos scheint nach den Be- 46 richten der zweiten deutschen Polarexpedition unzweifelhaft zu sein, es Hessen sich darum auch auf linguistischem Gebiete kaum noch Entdeckungen von besonderer Wichtigkeit er- warten. Wohl aber würde das Zusammentreffen mit Eingeborenen Veranlassung zu mancherlei anthropologischen Untersuchungen bieten. In physiologischer Hinsicht würden die ganz eigenthümlichen Verhältnisse der Ernährung, die Einflüsse des Klimas auf den menschlichen Organismus, insbesondere auf die Sinnesorgane, Interesse erregen. Auch über die Beschaffen- heit des körperlichen Baues der Eskimos wäre noch Vieles aufzuklären. Es fehlen uns voll- ständige Skelete, Abgüsse und Messungen ein- zelner Körpertheile, genaue Aufzeichnungen über Farbe der Haare, Augen und Haut. Besonders werthvoll für den Nachweis der allmäligen Entwickelung des eigenthümlichen Schädelbaues der Grönländer wäre eine mög- lichst reiche Sammlung von kindlichen Schädeln der verschiedensten Altersstufen. Seitdem man durch die urgeschichtlichen Forschungen der Neuzeit weiss, dass während und nach der Eiszeit auch in Central-Europa Menschen unter ähnlichen Existenzbedingungen lebten, wie sie gegenwärtig im hohen Norden bestehen, haben alle Erfahrungen über Lebens- weise, Sitten und Gebräuche, Religion, phy- sische und psychische Beschaffenheit, Krank- heiten, geschichtliche Traditionen der Polar- bewohner erhöhteWichtigkeit erlangt. Beobacht- ungen über Wohnungen, Schmuckgegenstände, Geräthe, Waffen, künstlerische Producte und deren Material beanspruchen darum bei den Eskhnos ein grösseres Interesse, als jene der analogen Verhältnisse bei irgend einem anderen noch wenig bekannten Volke. Mancherlei andere physiologisch-anthropo- logische Aufgaben würden einer speciellen In- struction vorbehalten bleiben, welche ja ohne- hin bei etwaiger Organisation einer arktischen Untersuchungsreise im Specielleren ausgearbeitet werden dürfte. XVI. Zusammenfassung der Com- missionsberat hungen. In dem vorstehenden Berichte glaubt die Commission nachgewiesen zu haben, dass sehr bedeutende wissenschaftliche Fragen auf allen Gebieten der Naturkunde ihrer Lösung in den arktischen Gegenden entgegensehen. Es braucht kaum erwähnt zu werden, dass die Commission weit davon entfernt ist, be- haupten zu wollen, ihr aus kurzen Berathungen hervorgegangener Bericht könne erschöpfend die Bedeutsamkeit der naturwissenschaftlichen Forschungen im hohen Norden hervorheben. Es ist kein Zweifel, dass von Seiten der Fach- gelehrten und Praktiker noch auf manche Ein- zelnheiten hingewiesen werden kann , welche der Beachtung in hohem Grade werth sind. Nichtsdestoweniger wird das Gesagte genügen, um den Aufwand öffentlicher Mittel für die Ausführung arktischer Forschungen seitens des Deutschen Reichs empfehlen zu dürfen. Die Commission, welche mit Einstimmigkeit die obigen Ausführungen gebilligt hat, fasst auch einstimmig die daraus hervorgehenden Folgerungen in den nachstehenden kurzen Sätzen zusammen : 1) Die Erforschung der arktischen Regio- nen ist für alle Zweige der Naturkunde von grosser Wichtigkeit. Als Modalität solcher Erforschung empfiehlt die Commission die Errichtung von festen Beobachtungs- stationen. Von der Hauptstation aus, und gestützt auf dieselbe, würden sich Unter- suchungsfahrten zu Lande und zu Wasser empfehlen. 2) Die Commission bezeichnet als das Ge- biet, auf welches die vom Deutschen Reiche zu organisirenden arktischen Forschungen sich zu beziehen haben würden, den einen der grossen Meereszugänge zum hohen Nor- den , welcher zwischen der Ostküste Grön- lands und der Westküste Spitzbergens ge- legen ist. Eine Hauptstation wäre im unmittelbaren 47 Anschlüsse an die Ergebnisse der zweiten deutschen Nordpol-Expedition auf der Ost- küste Grönlands zu errichten. Mindestens zwei für dauernde Bearbeitung gewisser wissenschaftlicher Aufgaben einzurichtende Nebenstationen würden etwa auf Jan Meyen und an der Westküste Spitzbergens herzu- stellen sein. Vorübergehend möchten für einzelne Zwecke von der Hauptstation aus je nach den Umständen Zweigstationen an- zulegen sein. 3) Der Commission erscheint es sowohl sehr erwünscht, als auch rücksichtlich der wissen- schaftlichen Vorbereitungen ausführbar, dass diese arktischen Forschungen bereits im Jahre 1877 ihren Anfang nehmen. 4) Obwohl die Commission der Ueberzeug- ung ist, dass eine nach obigen Vorschlägen eingeleitete Erforschung der arktischen Gegen- den auch dann zu werthvollen Ergebnissen führen wird , wenn dieselbe auf das Gebiet zwischen Grönland und Spitzbergen beschränkt bleibt, glaubt sie doch eine erschöpfende Lösung der Aufgaben, welche dieser Forsch- gestellt sind, nur davon erwarten zu dürfen, dass die letztere auf die übrigen Theile der Polarzone ausgedehnt wird und dass sich zu diesem Zwecke noch andere Staaten an dem Unternehmen betheiligen. Die Commission empfiehlt daher , den Re- gierungen derjenigen Staaten, welche an den arktischen Forschungen Interesse nehmen, von den Grundsätzen, welche für das deutsche Unter- nehmen angenommen werden, Mittheilung zu machen, damit unter ihrer Betheiligung wo möglich ein geschlossener Kreis von Beobacht- ungsstationen um die arktische Zone gelegt werde. v.Möller. Dove. Grisebach. Frhr. v. Bichthofen. Zittel. G. Karsten (Kiel). W. Siemens. Winnecke. C. Bruhns. Neumayer. George Rümker. H. Karsten (Rostock). Quenstedt. S c h i m p e r. Heber dieEntwicklungderPhotographie, vornehmlich vom chemischen Stand- punkte aus. Von Dr. Julius Scliuauss, M. A. N. Den eminenten Nutzen der praktischen Photographie für wissenschaftliche Untersuch- ungen hervorzuheben, dürfte überflüssig sein, weniger finden die photographisch-chemischen Vorgänge in den wissenschaftlichen Kreisen Deutschlands die ihnen sicher gebührende Be- achtung, und vielleicht vermögen diese Zeilen einiges Interesse dafür zu erwecken. Das Chlorsilber war wohl der erste Stoff, mit dem photographische Versuche angestellt wurden; seine sofort ins Auge fallende Ver- änderung der Farbe im Licht forderte dazu auf; jedoch blieben dieselben lange erfolglos, weil kein Mittel bekannt war, die überdies stets negativen Cojsien des Originals haltbar zu machen. Man ahnte damals nicht, dass in dem verwandten Jodsilber eine weit grössere photo- chemische Kraft schlummere , denn scheinbar zeigte sich dasselbe weit weniger lichtempfind- lich, als das Chlorsilber. Erst Daguerre's Ver- such, jodirte Silberplatten, folglich eine Schicht von AgJ, zu belichten und das zuerst un- sichtbare Bild durch Quecksilberdämpfe sicht- bar zu machen, gab den ersten Fingerzeig zur Entdeckung der latenten Einwirkung des Lichtes auf AgJ. Diese war das Fundament, auf welcher die gesammte Photographie all- mählich erbaut wurde. Doch erst Fox Talbot, einem Zeitgenossen Daguerre's, war es bestimmt, hierzu den ersten Schritt zu thun , indem er erstens das empfindliche Jodsilber auf nassem Wege bereitete, sodann dabei stets einen Ueberschuss von Silbernitrat vorwalten liess und endlich auf einem derartig präparirten Papiere die ersten Negative mittelst der Camera obscura erzeugte. Nun erst ward die Photographie eine vervielfältigende Kunst, denn von einem Negativ konnte man mittelst Chlorsilberpapiers leicht ein Positiv an- fertigen. Das Fixiren beider Arten war mit- 48 telst unterschwefligsauren Natrons , das schon Daguerre für seine Metallbilder anwandte, mög- lich geworden. Talbot fand nämlich, dass Jodsilber, wenn es durch einen Ueberschuss von AgNOä ge- fällt worden, in sehr kurzer Zeit vom Lichte derartig beeinflusst wird , dass die Wirkung erst durch eine das Silber reducirende Substanz sichtbar wird. Letztere erhielt den Namen Entwickler oder Hervorrufer und bestand an- fangs aus einer Lösung von Gallussäure (für Papierbilder oder Talbotypen), später aus einer solchen von Pyrogallussäure oder Eisenvitriol (für Collodiumbilder). Das hierbei gefällte me- tallische, höchst fein zertheilte Silber schlägt sich nur auf den belichteten Stellen der Jodsilberschicht nieder, wozu aber ein Zusatz von Essigsäure zum Entwickler nöthig ist, um die zu energische Wirkung des letzteren zu verlangsamen. Nur die sogenannten Trocken- platten, welche gänzlich von der Silbernitrat- lösung durch Abwaschen befreit wurden, ver- tragen im Anfange auch einen alkalischen Entwickler , müssen jedoch später meist noch auf die genannte Weise mit essigsaurem Ent- wickler und Silberlösung verstärkt werden. Bromsilber verhält sich bezüglich des latenten Lichteindruckes ähnlich dem Jodsilber und wird dem letzteren in gewissen Trockenprocessen neuerdings sogar vorgezogen. Lern Jodsilber zugesetzt, vermehrt es dessen Empfindlichkeit, denn AgBr. wird noch von solchen Strahlen des Spectrums afficirt, die auf Jodsilber keine Wirkung mehr äussern. Talbot's Papiernegative konnten jedoch keine sehr scharfen Copien liefern , weil die Textur des Papiers hinderlich war. Man suchte des- halb nach anderen Trägern der lichtempfind- lichen Schicht. Albumin auf Glas gab äusserst feine Negative, war aber seiner geringen Em- pfindlichkeit wegen nur zur Aufnahme lebloser Gegenstände tauglich. Ein Neffe Nicephore Niepce's — des gleichzeitigen Miterfinders der Photographie auf Silberplatten, welche Daguerre erst lebensfähig machte — , Niepce deSt. Victor, war der Erfinder der Albuminphotographie auf G'as. Erst durch die Verwendung des Collodiums als Bildträger — durch Archer und Fry — erreichte die Photographie auch in Bezug auf die Raschheit der Belichtung ihre jetzige Voll- endung. Der negative Collodiumprocess beruht im Wesentlichen darauf, dass eine Auflösung von Pyroxylin in Alkohol-Aether, mit einem ent- sprechenden Quantum in Alkohol aufgelöster Jod- und Bromsalze (vorzugsweise CJ, CBr, NH4J und NrLBr) versetzt, auf Glasplatten gegossen und in halberstarrtem Zustande bei Lichtabschluss in ein Bad von Silbernitrat in Wasser getaucht wird. Es bildet sich im Collo- diumhäutchen eine sehr gleichmässige opake Schicht von AgJ und AgBr ; während dieselbe noch feucht ist, wird sie mittelst eines eigen- thümlichen Rahmens, der Cassette, in die pho- tographische Camera obscura eingeschoben, be- lichtet und sofort in der Dunkelkammer mit dem Entwickler, meist Eisenvitriollösung mit Essigsäure, übergössen. Nachdem das Bild, als Negativ, erschienen, wird die Platte ab- gewaschen und mit unterschwefligsaurem Natron — NaäS'2 03 — in Wasser gelöst, übergössen, wie man sagt, fixirt, denn letzteres löst das unverändert gebliebene AgJ und AgBr unter Bildung von unterschwefiigs. Silberoxyd-Natron und NaBr nebst NaJ auf. Zum Fixiren kann man auch Cyankalium verwenden. Zur Ver- hütung mechanischer Beschädigung wird das gewaschene und getrocknete Negativ noch mit einem festen Lack überzogen. (Schluss folgt.) Die 2. Abhandlung des 38, Bandes der Nova Acta: Dr. Friedrich A. W. Thomas: Beschreibung neuer oder minder gekannter Acarocecidien (Phytoptus-Gallen). 4 1 /* Bog. Text, 3 litho- graphirte Tafeln. (Preis 2 Mk. 80 Pf.), ist erschienen und durch die Verlagshandlung von Fr. Frommann in Jena zu beziehen. Abgeschlossen den 31. März 1876. Druck von E. Blochmanu & Sohn in Dresden. NUNQUAM /fl#^^^k , OTIOSUS LEOPOLDINA AMTLICHES ORGAN DER KAISERLICH- LEOPOLDINISCH -CAROLINISCH- DEUTSCHEN AKADEMIE DER NATURFORSCHER HERAUSGEGEBEN UNTER MITWIRKUNG DER SEKTIONSVORSTÄNDE VOM PRÄSIDENTEN Dr. W. F. G. Bekn. Dresden (Poiiev ga8 se Nr. id. Heft XII. — Nr. 7— 8. April 1876. Indult : Amtliche Mittheilungen: Schreiben der Revisoren an das Adjtuikten-Collegium. — Ergeb- niss der Präsidentenwahl. — Schreiben des Präsidenten an die Mitgl. des Adj.-Coll. u. sänimtl. Fachvorstände — Veränderungen im Personalbestande. — Beiträge zur Kasse der Akademie. — Sonstige Mittheilungen: Eingegang. Schriften. — Dr. Schnauss: Ueb. d. Entwicklung d. Photographie. (Schluss.) — Die 3. Abhandlung des 38. Bandes der Nova Acta. Amtliche Mlttheilnngeii. An das Adjunkten- Collegium der Ksl. leop.-Carol. Deutschen Akademie der Naturforscher. Die Unterzeichneten haben sich dem ihnen gewordenen Auftrage, die Revision der Rechnung der Akademie für das Jahr 1875 zu übernehmen, unterzogen und dabei diese Rech- nung bis auf zwei, die Belege Nr. 105 und 112 betreffende Errata, für richtig befunden. Dresden, am 23. April 1876. Theodor Kirsch. von Kiesenwetter. Ergebniss der Präsidentenwahl. Die in der Leopoldina Heft XII, p. 34, mit dem Schlusstermine des 16. April 1876 ausgeschriebene Präsidentenwahl hat nach dem, von dem zu Berlin wohnhaften Notar im Bezirk des Königlichen Kammer-Gerichts, Herrn Justizrath Georg Kremnitz, am 24. April 1876 aufgenommenen Protokolle folgendes Ergebniss gehabt : Die in der Leopoldina Heft XII, p. 18 und 19, zusammengestellten Vorstandsmitglieder aller Fachsektionen hatten ohne Ausnahme rechtzeitig ihre ausgefüllten Wahlzettel an den mit- Leop. XII. 7 50 unterzeichneten Stellvertreter des Präsidenten, Professor Dr. Alexander Braun in Schöneberg bei Berlin, eingesandt, und wurde daraus festgestellt, dass sämmtliche Mitglieder der Sektions- vorstände ihre Stimme dem Professor Dr. W. F. G. Behn zu Dresden gegeben haben, welcher somit einstimmig zum Präsidenten der Ksl. Leop.-Carol. Deutschen Akademie der Naturforscher gewählt worden ist. — Die. Amtsdauer erstreckt sich nach dem § 26 der Statuten bis zum 24. April 1886. Das Adjunkten-Collegium der Ksl. Leop.-Carol. Deutschen Akademie der Naturforscher. Professor Dr. Alexander Braun, Stellvertreter des Präsidenten. Professor J. Victor CarUS. Dr. Eduard Fenzl. Dr. Remigius Fresenius, Geh. Hofrath und Professor. Dr. Hans Bruno Geinitz. Professor Dr. Joseph Gerlach. Heinrich Robert Goeppert, Dr. med. chir. et phii. Dr. Ferdinand von Hochstetter. Dr. Gustav Karsten. Dr. Carl Hermann Knoblauch. Oberstudienrath Dr. von Krauss. Dr. Jacob Noeggerath. Dr. Philipp Ludwig Seidel. E. Strasburger. Dr. Rudolf Virchow. Friedrich Wöhler. Bernhard Frhrr. von Wüllerstorf, V.-Admhai a. D. An die Mitglieder des Adjunkten-Collegiums und sämmtlicher Sektionsvorstände. Hochgeehrte Herren! Sie haben mich einstimmig theils zur Wiederwahl als Präsidenten vorgeschlagen, theils als solchen erwählt. Dieser mir ausnahmslos gegebene Beweis Ihres Vertrauens hat mich über- rascht und verpflichtet mich zu dem wärmsten Danke. Aber ich kann es doch nicht ver- schweigen, dass es mir erwünschter gewesen wäre, wenn Ihre Wahl mir einen anderen be- fähigteren Nachfolger gegeben hätte. Ich sage dies nicht etwa, wie es wohl bisweilen bei Wahlen geschehen mag, nachträglich und nachdem ein denn doch in der Stille gehegter Wunsch erfüllt ist, noch entstand mein Wunsch daraus, dass ich die Absicht hatte, meine Hülfe künftig der Akademie zu entziehen, sondern ich hielt es und halte es noch für vortheil- hafter für die Akademie und würde bereit gewesen sein, auch künftig, wenn auch nicht in so ausgedehntem Maasse, für dieselbe thätig zu sein. Ich habe mich nicht allein längere Zeit vor der Wahl bemüht, Männer, die ich dazu für geeigneter halte, ausfindig zu machen, sondern auch manchen und namentlich meinem verehrten Stellvertreter, der die Wahlhandlung leitete, diesen meinen Wunsch und seine Gründe mehrfach mitgetheilt; aber er hat darauf keine Rück- sicht nehmen wollen und ich habe mich vielleicht, wie ich aus seinen mir erst nachträglich be- kannt gewordenen Orientirungsschreiben zu ersehen glaube, nicht klar genug über die Motive meines Wunsches ausgesprochen. — Es sind namentlich zwei Gesichtspunkte, die mich dazu bewogen, denn dass ich dem 70. Jahre nahe stehe und keine lange Lebensdauer mehr erwarten kann, würde keinen Grund bilden, meine Kräfte, soweit sie sich erhalten und so lange sie aus- dauern, nicht der Akademie zu widmen. — Aber ich habe in meiner Heimath — Schleswig- Holstein — einen kleinen Landbesitz , der eine fortgehende Beaufsichtigung erfordert und der mir, so unerheblich er ist, recht empfindliche Verluste verursacht hat, weil mein Amt mich zwang, mit Ausnahme einiger sehr kurzer und doch für meine Verhältnisse recht kostspieliger Besuche, das ganze Jahr am Sitze der Akademie zu verleben. Ich kann die auf mich gefallene Wahl nicht annehmen, wenn es mir nicht gestattet ist, dort, namentlich während des Sommers, 51 längere Zeit zu verweilen und meinen Privatverhältnissen die so nöthige Sorgfalt zu widmen. Ich erkläre dies, für den Fall, dass Sie damit einverstanden sein sollten, ausdrücklich vorher, um künftige Missverständnisse, oder eine mir etwa zugeschriebene Verantwortlichkeit, die sich damit nicht vereinigen lässt, zu verhüten. Wichtiger indess ist mein zweites Bedenken. Ich habe es nicht verstanden , in den Mitgliedern des Adjunkten-Collegiums und der Sektionsvorstände ein genügendes Interesse für die Akademie zu erwecken, oder zu beleben, um mir in allen Fällen die Mitwirkung und Unter- stützung zu verschaffen, ohne welche, nach den jetzigen Statuten, eine gedeihliche Leitung der Akademiegeschäfte unausführbar ist. — Darunter haben diese Geschäfte gelitten. Es ist Manches unausgeführt geblieben, was zum Besten der Akademie hätte ausgeführt w'erden sollen und ich habe unter dem drückenden Gefühle gelitten, die Akademie nicht, wie ich sollte, zu fördern. — Vermochte ich dies nicht, während ich meine ganze Zeit der Akademie widmete, so werde ich es, falls Sie mich nicht ungleich kräftiger unterstützen, um so weniger erreichen, wenn ich, wie ich dazu gezwungen bin, künftig einen grösseren Theil derselben meinen Privat- angelegenheiten widmen muss. — Ich bin überzeugt, dass sich in dem reichen Kreise der Akademiemitglieder manche finden , die dies besser verstehen als ich , und ich hoffte immer noch Gelegenheit zu finden, meine Theilnahme für die Akademie auf die eine oder andere Weise, vielleicht durch TJebernahme der Bibliothekarstelle (für die sich bisher eben so wenig wie für die eines Schatzmeisters ein Bewerber hat finden lassen) zu bethätigen und dadurch meinem Nachfolger seine Aufgabe in etwas zu erleichtern. — Wenn Sie mir indess, ungeachtet dieser in Zukunft ohne Zweifel wachsenden Mängel, dennoch durch die gegenwärtige Wiederwahl den Wunsch ausgesprochen haben , ich möge die Leitung der Akademie weiter führen, so will ich es einstweilen und bis es mir vielleicht ge- lingt, meiner Ansicht mehr Anhänger zu verschaffen, nochmals versuchen, in dieser Lebensfrage für dieselbe ein besseres Ergebniss zu erreichen und ich bitte Sie dringend um eine mein Un- vermögen besser wie bisher ergänzende Hülfe. Zunächst wird es darauf ankommen , die neue Einrichtung der Sektionen und Sektionsvorstände zu einer wirksameren Förderung der Akademie und namentlich der Schriften derselben zu gestalten und ich werde mir gestatten, dazu im Laufe dieses Jahres (etwa am Schlüsse der Naturforscherversammlung zu Hamburg) eine Besprechung der Vorstandsmitglieder über die Wege zu veranlassen, auf denen dieses Ziel am besten erreicht werden könnte. Dresden (Poliergasse 11), den 28. April 1876. Hochachtungsvoll Der Präsident der Ksl. Leop.-Carol. Deutschen Akademie der Naturforscher. Dr. Beim. "Veränderungen im Personalbestande der Akademie. Keil aiifo'enomiuene Mitglieder: No. 2158. Den 5. April 1876:, Herr Dr. phil. August von Krempelhuber, kgl. Baierischer Kreisforstmeister in München. — Zweiter Adjunktenkreis. — Fachsektion 5 für Botanik. No. 2159. Den 10. April 1876: Herr Dr. Paul Heinrich Zech, Professor der Physik am Polytechnikum zu Stuttgart. — Dritter Adjunktenkreis. — Fachsektion 2 für Physik und Meteorologie. — 52 No. 2160. Den 10. April 1876: Herr Dr. phil. Paul Wilhelm Magnus, Privatdocent für Botanik an der Universität zu Berlin. — Fünfzehnter Adjunktenkreis. — Fachsektiou 5 für Botanik. — No. 2161. Den 10. April 1876: Herr Dr. med. & chir. Georg Emil Carl Christoph Schüz, praktischer Arzt und Stadtrath zu Calw in Württemberg. — Dritter Adjunktenkreis. — Fachsektion 5 für Botanik. — No. 2162. Den 11. April 1876: Herr Capitels-Kiümnerer Josst Probst, Pfarrer zu Unter- Essendorf, OA. Waldsee in Württemberg. — Dritter Adjunktenkreis. — Fachsektion 4 für Mineralogie und Geologie. — No. 2163. Den 12. April 1876: Herr Dr. Wilhelm Elias Ahles, Professor der Botanik und Pharmakognosie am kgl. Polytechnikum zu Stuttgart. — Dritter Adjunktenkreis. — Fachsektion 5 für Botanik. — No. 2164. Den 13. April 1876: Herr Carl Deflher, Fabrikant zu Esslingen in Württemberg. — Dritter Adjunktenkreis. — Fachsektion 4 für Mineralogie und Geologie. — No. 2165. Den 19. April 1876: Herr Dr. phil. & M. A. William Adolf Ludwig Marshall, Sekretär Ihrer Kgl. Hoheit der Frau Grossherzogin von Sachsen und Kgl. Nieder- ländischer Consul zu Weimar. — Zwölfter Adjunktenkreis. — Fachsektion 6 für Zoologie und Anatomie. — No. 2166. Den 21. April 1876: Herr Dr. Oscar Böttger, Lehrer der Naturgeschichte an der Musterschule, Realschule I. Ordn., und Docent für Geologie am Senckenbergischen Institute zu Frankfurt a. M. — Sechster Adjunktenkreis. — Fachsektion 4 für Mineralogie und Geologie und 6 für Zoologie und Anatomie. — No. 2167. Den 29. April 1876: Herr Dr. phil. Friedrich August Wilhelm Thomas, Ober- lehrer an der Herzoglichen Realschule zu Ohrdruf. — Zwölfter Adjunktenkreis. — Fachsektion 5 für Botanik. — No. 2168. Den 30. April 1876: Herr Dr. med. Otto Köstlin, praktischer Arzt und Professor der Naturgeschichte am kgl. Gymnasium zu Stuttgart. — Dritter Adjunktenkreis. — Fachsektion 6 für Zoologie und Anatomie und 9 für wissenschaftliche Medicin. — Gestorbenes Mitglied: Am 17. März 1876 zu Ixelles bei Brüssel: Herr Dr. Johann Franz Vleminckx, Präsident der Academie de medicine de Belgique zu Brüssel und enieritirter Generalinspektor des Gesundheitsdienstes der Belgischen Armee. — Aufgenommen den 15. Aug. 1853; cogn. de Haen III. — Dr. Behn. Beiträge zur Kasse der Akademie. ° Kmi. Pf. April 3. Von Hrn. Dr. Struve in Dresden Beiträge für 1875 und 76 12 — ,, 5. „ ,, Kreisforstuistr. A.v.KrempelhuberinMünchenEtrg.u.Jhrsbtr. f.1876 36 — ,, Prof. Dr. Zech in Stuttgart Etrtsgld. u. Ablag, d. Jhrsbtrge. f. d. Leop. 90 — „ Dr. P. Magnus in Berlin Eintrittsgeld u. Ablsg. d. Beiträge f. d. Leop. 90 — „ Dr. Emil Schüz in Calw Eiutrtsg.u. Ablösung für Nova Acta u. Leop. 330 — „ Capitels-Kämmerer Probst in Essendorf Eintrtsgld. u.Ablsg. f.d. Leop. 90 — 10. 10. 10/14. 11. 12. „ „ Professor Dr. Ahles in Stuttgart Eintrittsgeld 30 53 April 13. Von Hrn. Fabrkt. C.Deffner in Esslingen Eintrtsgld.u.Ablsg.d.Btrge. f. d. Leop. i q D r W A L. Marshall in Weimar Eintrittsgeld u. Jahresbtrg. für 1876 20. „ „ Professor Dr. Irmisch in Sondershausen Beitrag für 1876 . . 21. „ „ Dr. phil.O.Böttger in Frankfurt a.M.Eintrtsgld.u.Jahresbtrg f.1876 29. ,, „ Dr. Friedr. A.W.Thomas in Ohrdruf Eintrtsgld.u. Ablsg.d. Jhrsbtrge. 30. „ ,, Prof. Dr. O.Köstlin in Stuttgart Eintrtsgld.u.Ablsg.d. Jahresbeiträge Dr. Behn. Emk 90 36 6 36 90 90 Pf. Eingegangene Schriften. Dec. 1875.) nat. La Xatura- M. 4 Taf Mexico (Vom 15. Xov. bis 15 Soc. Mexicana de Hist. leza. T. JH. Entraga 6—15. 1874-75. 4°. Suarez de Figueroa. J. M. M.: Descrip. de! volcan de Tuxtla. — Barcena. M.: £1 Arbol de manitas. — Ehrenberg: De la Toba ritolitana del valle de Toluca. (M. 1 Tat.' — Schott, Ar.: Notos s. 1. 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Vers, in München. Red. v. Prof. Kollmann. — München 1875. 4°. Würdinger: Prähist. Funde in Bayern. — Sepp: Ueb. einen Rest von Gothen in Altbayern. — Ohlenschlager: D. prähist. Karte Bayerns. — Virchow: Berichterst. üb. d. Erfolge d. Arb. z. Herstellg. einer prähist. Karte — Berichterst. üb. d. Statist, d. Schädelform, in Deutschi. — Meyr, G. : Statist, d. Farbe d Augen, d. Haare u. d. Haut in Bayern. — Schaaffhausen: Berichterst. eines Katal. d. in Deutschi, vorband, crandolog. Materials. — Ueb. Höhlenfunde in Westfalen. — Hartmann: Ueb. Hochäcker, uralte Cuituren in Bayern. — Schmidt, C: Ueb. amerik. Hochäcker. — Much: Ueb. altgerman. Wohnsitze in Nied.-Oestreich. — Ecker, A.: Keltische u. german. Schädel in Süd- deutschland. — Discussion. — Einige vorhist. Funde in Süddeutschl. u. d. Schweiz. — Ueb. weibl. Schädel. — Melius: D. Dürkheimer Ringmauer. — Naturw, Ver. Lotos in Prag. Lotos. XXV. Jahrg. Nr. 10. Prag 1875. 8°. Feistmantel, Dr. 0. : Kleine paläontologische Mitthlgn. — Moeller, Dr. J. : Die neu. Ansicht, üb. d. System d. Thallophyten — Literaturberichte. Kais. Admir. Nachr. f. Seefahrer. VI. Jg. Nr. 4G — 49. Berlin 1875. 4°. Ver. z. Bef. d. Gartenb. i. d K. Preuss. St. Monatsschr. 18. Jg. Nr. 10 u. 11 (Oct. u. Nov. 1875). Berlin 1875. 8°. Göppert, Dr.: Ackerkultur als Muster d. Gartenk. — Gärdt: Die Köln, intern. Gartenbau- Ausstllg. — Schlumberger , R.: D. Ursachen d. traur. Lage d. Ostreich. W'einmarktes. — D. Abschn. d. Blüthenstengel b. Hyacinthen. — Gross, W.: D. Frühkultur d. Kartoffel u. d. Verprlanzg. ders. — Babo, Frhrr. v.: D. K. K önolog.-pomol. Lehr- anstalt in Klosterneuburg. — Lender. Dr.: Ueb. Bildg. salpetriger Säure, Salpeters., Wasserstoff- superoxyd, in d. Natur. Kgl. Sternwarte zu Münster. 1 . Veröffent- lichung. — Dr. Heis, Ed.: Zodiakallicht-Be- obacht.i.d.Jhrn. 1847— 1875. Münst. 1875. 4°. Schles. Ges. f vaterl. Cultur. 52. J.-Ber. 1874. Breslau 1S75. 8°. Just, Dr L. Bot. Jahresber. 2. Jg. (1874). 1. Abth. Berlin 1875. 8°. Geolog. Soc. London. Quarterly Journal. Vol. XXXI. Pt. 3. Nr. 123, 23. Aug. 1875. M. 9 Taf. u. 1 Profil. London 1875. 8°. 55 Phillips, J. Ar.: Ou the rocks of the rnining districts of Cornwall (PI. XVI). — Ormerod, G. W. : On the Murchisonite beds of tlie estuary of the Ex — Wilson, J. M.: The existance of Fault in the Lias near Rugby. — Davies, D. C: On the Phosphorite Dep. of N.Wales. — Hicks, H.: On theOdur. of Phosphates in the Cambriaii Rocks. — Mackintosh, D.: On the Origin of Slicken- sides. — Ward, J. C: On the comparative Micro- scopic Rock-structure of s. ancient a. mod. vole. Rocks ( PI XVI 1 & X V III).- H u x 1 e y : On Stagonolepis Robertsoni (PI. XIX).— Seeley: Ou the Maxillary Bonc of a new Dinosaur (PriodontognathMS l'hü- lipsiii (PL XX). — Etheridge, R. juu.: On a new Spec. of the Gen. Hemipatagus. Desor, fr. theTer- tiary Rocks of Victoria (PI. XXI). — Jones, T. K., a. King, C. (.'.: On s. newly exp. sect. of the Wool- wich a. Reading Beds (PI. XXII).— Sorby, H. C: On a Coal-measure forest. — Seeley, H. G.: On the axis of a Wealden Dinosaur. — On a Purbeck Onüthosaurian. — Fisher: On Mallet's Theory of Volcanic Energy. — Rutley, F.: On s. Pcculia- rities in the structure ofFelspars. — Liversidge, A.: Bingera and Mudgee Diamond-fields. — Täte, R.: Ou the Lias about Radstock. Anthrop. Inst, of Gr. Britain a. Ireland. Vol. IV. Nr. 11. (12 PL) London 1875. 8°. Lane Fox: Patagouian Arrow-heads. — Ex- bibition of Articles f. Costa Itica. — Early Modes of Navigation. — Rudier, F. W.: Mineralogidal character of Stone Arrow-heads. — Rep. on the Depart. of Anthrop. at Belfast.— Hyde Clarke: Rep. on the Congr. of Orientahsts. — Howorth, H. : Rep. on the Congr. ofAnthropol. at Stockholm. — C harleswort'h: Exhib. of Mexican tigures.- — Cotesworth: Ruins near Palmyra (PI. XXV). — Busk: Skulls fr. Palmyra. — Bollaert: Exhib. of l'eruvian Antiquities. — Wahlhouse: Account of Leave-wearing Tribe in India. — Rooke-Penn- i n g t o n : On Tuniuli and Stone cireles near Castleton Derbyskire iPl. XXVI). — Harrison, P.: Phöni- ciau Characters fr. Sumatra (PI. XXVIli. — Hut- chinson. T. J.: Anthropol. of Prehistoric Peru (PI. XXVIII, XXIX a. XXX). — Dobson, Geo. E.: On the Adamans and Adamanese (PI. XXXI, XXXII, XXXIII). — Hyde Clarke: Languages of the Adamans. — Roy. Soc. of Edingburgh. Proceed. 1873 —74. Vol. VIII. Kr. 87—89. (2 PI.) London 1875. 8°. Tait: On the Flow of Water through fine Tubes. — Transform of double a. triple Integrals. — Various Potsible Expressious f. the Force exerted by an Element of one Linear Conductor on an Elem. of another. — Laboratory notes: On atmospheric Electricity; On the Thermo-Electric Position of Sodium and I'otassium. — Deware, J.: On the Physiolog. action of Ozoue. — Latent Heat of Mer- curv Vapours. — Notes : 1 ) Problems of Dissociation ; 2) Formation of Allotropic Sulphur; o) Heat of Fermentation. — On the Formation of Allotropic Sulphur. — Tait and Svan: Notes on Mr. Sang's communic. of 7the AprU 187b on a singul. proporty poss. by the Fluid enclosed in Crystal Cavities in Iceland Spar. — Plarr, G., and Tait: On the Estabi. of the Elem. Princip. of Quaternions on an Analyt. Basis. — Niven, C, a. Tait: On the Stresses due to Compound Strains. — Tait a. De war, J.: On a N. Method of obt. very perfect. Vacua. — Further Note on Spe'ctra under exceed- ingly small Pressures. — Crum Brown a. Letts, E.: On a Compound formed by the add. of Broma- cetic acid to Sulphide of Methyl, a. s. of its Deriva- tives. — Andrews: Adress on Ozone. — Thom- sdii, W. : A n. Meth. of Determining the Mat. a. Thermal Diffusivities of Fluids. — The Kiuetic. Theory of the Dissipat. of Energy. — On a new form of Mariners Compass. — Muir, Th.: Con- tinuants — A new Spec. Cl. of Determinants. — Further note on Continuants. — Coekburn-Hood: Remarks upon the Footprints of the Dinornis in the Sand Rock at Poverty Bay rc. - Christison, Sir R.: Supplemeutary Kotice of the Fossil Trees of Craigleith Quarry. — On the Submerged Fossil Trees of Granton Quarry.— Turner: On a meth. of Demonstr. the Rel ofthe Convolut. of theBrain to the Surface of the Iiead. — Dickson, A.: On s. Peculiarities in the Embryogeny of Tropaeolum speciosum. - Crum- Brown: Ou the Sernieircular Canals of the Internal Ear. — Brown, Th.: On the Parallel Roads of Glen Roy. — M'Kendrick, J. G. : On the Perception of Musical Sounds. — Fairweather, J. C: On the Resist. of the Au- to the Motiou of Fans. Comm. by Ge. Forbes (2 PL). — Sang, Ed.: On the Curve of Secoud Sines and its Variations. — On Last-Place Errors in Vlacq's Table of Logarithnis. — Forbes, Ge. : On the After-Glow of Cooling Iron at a Dull-red Heat. — On aform of Radiation Diagram.— Macla- gan: Ou Grouse Disease. — Crum-Brown a. Letts, F. A.: On some Comp, of Dimethyl-Thetin. — M'Intosh, W. O: Ou Opheliidae (Linotrypane apagon) from Shetland. — Fräser: Biographical Notice of J. S. Mill. — Obituary Notice: of the Rev. Dr. Guthrie. By Lindsay, Alexander; of Mr. lt. W. Thomson. By Flecming- Jenkiug: of Archibald Smith. By Sir W. Thomson; of the very Rev. Dean Ramsay. By D. F. Sandford; of Professor Rankine. By L. D. B. Gordon; of Justus Liebig. By Crum-Brown; of Gustave Rose. By Crum-Brown; of the Rev. Prof. Stevenson. By J. Small; of Auguste De la Rive. By Ge. Forbes; of Dr. J. Lindsay Stewart. By Dr. Cleg- horu; of J. Hunter. By J. T. Bottomly. — — Transactions. Vol. XXVII. Pt. 2. (IPL) Edingburg 1875. 4°. Plarr, G.: On the establ. of the elem. prin- ciples of quaternions. — Christison, Sir R.: N. of fossil trees rec. discov. in Craigleith Quarry. — Royal Soc. of Victoria. Transact. and Proceed. Vol. XL Melbourne 1874. 8°. Smith, A. K.: On the Prevention of Street- Floods in the City of Melbourne. — Embankment above Prince's Bridge. — Ellery, R. L. J.: Suggest. tor the Construct. and Errect. of Lightuing Couduc- turs. — Etheridge, R. jun.: On the occurence of a species of Retepora in the tert. beds of Schnaper 56 Point, Hobson's Bay. — Neild. Edw.: On theAd- vantages of Burning the Dead. - Neue Zool. Ges. in Frankfurt a. M. D. Zool. Garten. XVI. Jg. 1875. Nr. 1—6. M. 2 Plan. u. 3 Beilagen. Frankf. a. M. 1875. 8". (1.) Schmidt, Dr. M.: D. n. zool. Garten zu Fraukf. a. M. M. Gartenplan. — Fischer, J. v. : D. Vansire, Herpestes Galera, in der Gefangsch. — Bück, E.: D. Stromerzeuggsmasch. f. d. Aquar.— Schacht, H.: Meine Schwalben (Hirondo rustkn). — v Musch: E. n. Paradiesvogel (Dephyllodes Chüiehni III).- (2.) Müller, Dr.H.: Stachellose brasil. Honigbienen. — Rein, Dr. J. J.: Ueb. die Verbrtg. einiger Säugeth. auf Nippon. - Geitel, G.: D. zweckm Fütterg. klein, freu. Vögel in d. Nähe menschl. Wohngn. im Winter. — (3). Fischer, J. v.: D. gem. Ichneumon (Hepestes ichneumon) u. d. Mozambique-Ichneumon (H. »malus) in d. Get'gsch. — Petry, Alb.: Z. Zähigkeit d. Schlangenlebens. — Rueff: Z. Gesch. d. zool. Gärt , m. bes. Rucks. a d. früh. Menag. König Friedrich's zu Stuttgart. — (4) Marshall, Dr. W.: Pterologische Mitthlgn. (Forts, v. Bd. XV, S. 124). — Fischer, J. v.: D. weissbartige Roller (Paradoxurus Ceucomystax) in d. Gefgsch. — (5.) Noll, Dr. F. C: Ueb. d. versch. Art. d. Fortpfl. im Thierreich. — Müller. Dr.H.: Gehen auch die deutschen Dompfaffen d. Honig d. Schlüsselblumen nach? — Fischer. J. v.: Die Rasse Viverra indica Geoffr. in d. Gefgsch. — Stricker, Dr. \V.: Z. Fauna v. Pommern. — Brehm, A. E.: Das Elch (Alces pahnatus). — (6.) Fischer, J.v.: Der Tarai (Felis viverrina Benn.). — Ritter von Tschusi-Schmidhofen: Die Vögel Salzburgs. Zool. -min. Ver. in Regensburg. C^ffesp.- Bl. 28. Jg- Regensburg 1874. 8°. Kriechbaumer, Dr.: Eine alte u. eine neue Art d. Gttg. Ichneumon. — E. n. bair. Blattwespe. - E. n. bair. Biene. — Besnard, Dr.: D. Mine- ralogie in ihren neuest. Entdgn. u. Fortschi-, im J. 187.. - Müller, Dr. C: Z. Gesch. d. Verbr. d. Mytilus polymorphus in Baiern. — Rittsema, C: Vers einer chrono! Uebers. d. beschr. od. ben. Arten d. Gttg. Pullex L. — Nekrolog. Dr. G. A. Herrig- Schäffer. — Abhandlungen. 10. Hft. München 1875. 80. M. 4 Taf. u. 1 Prof. Amnion, L. v.: Die Juraablagerg. zw. Regens- burg u. Passau. Nederl. bot. Ver. Verslagen en Mede- deelingen. 2. Serie. 2. Deel, 1. Stuk. (2 PI.) Nijmegen 1875. 8°. Suringar, D. W. F. R.: Aanw. v. de Flora Algologica van Nederland. — Sande Lacoste, M°v d.: Aanw. v. d. Flora van Nederland. — Oudemans, Dr. C. A. J. A.: Aanw. v. d. Flora Mycologica van Nederl. — Burk, Dr. W.: 0. de ontwikkelingsgesch. v. d. aardv. h. Indusium a. Varens. M. 2 PI. — Vries, Dr. H.: Bestuiving v. bloemen d. Insekten. — Treub, Dr. M. : Driemaandelijksch Botanisch Litteratuuroverzicht. Nr. 1 — 2. Nij- megen 1874 — 75. 8°. E. Accad. di Sc. di Torino. Attt. Vol. X. Disp. 1—8. 15 Tab. Torino 1874 — 75. 8'\ Disp. l !l Spezi a: Un Calcifiro d. zona d. pietre verte (1 Tab.) — Fubini: Influenza d. luce sul peso degli animali. — Menabrea: Correz. da intro- dursi in una sua Memoria. — Lessona: Nota in- torno alla riprod. d. Scdamandrina perspicülata (2 Tab.).— Cossa: S. compos d. mosto dell' uva in div. periodi d. s. maturazione. — Disp. 2» Ga- staldi: S. Cossaite var. sodica di Onkosina. — Salvadori: Int. al Gen. Hermotimia Rchb. (1 Tab.V — Baudi di Selve: Coleopterorum Generis Amau- rops syntaxis. — Bruno: S. vers. ital. d. Geometr. descritt. d. Fiedler fatta dai Signori Sayno e Padova. — Disp. 3«- Lessona: D. azione d. luce sugli animali. — Curioni: Esperim. sul. vetro temprato. — Salvadori: Int. al Gen. Machaerorhynchus Gould. — Castigliano: Int. all' equilibrio dei sist. elastici. Disp. ■(" Lessona: Nota int. alla ipoa- pofisi d.talpa (1 Tab.). — Gastaldi: Sur 1. glaciers plioccniques de Mr. Desor. Luvini: Equ. d'equi- librio di una massa gassosa sotto l'az. d. sua elasti- cita e d. forza centrifuga. — Prop. di una sperienza che puö risol. in modo decis. la quest.: Se l'etere nell' int. dei corpi sia con questi colleg. e li segua ne'loro movim. totalm., parzialm. o punto. — Sclo- pis: Comem. di Carlo Lyell. — Disp. 5"- Ca valier o: Freno idraul. di Agudio Call & C°- e sua appl. al locom. funicol. Agudio (1 Tab). — Salvadori: Int. all' Orthonyx spinicaudus, Temm. — Mole- schott: Az. d. cervelletto, relat. alla locom. degli animali. — Mazzola: Effemeridi per l'anno 1875. — Disp. 6. Issel: Lettera al Socco Cav. Prof. B. Gastaldi. — Gastaldi: Osserv. alla lettera dei Prof. A. Issel. — Dorna: Present. d. Osserv. meteor. d. a. 1874. — Richelmy: Impress. prod. dall' esame d. Mem. d. Colonn. Conti int. all' attrito. — Dorna: Pres. d. 1. Sem. 18/4 d. Osserv. eseg. col termografo-elettromagn. d. Prof. D. Levi. — Disp. 7»- Moleschott: Süll' az. d. bile e di alc. suoi compon. nei peptoni. — Sacheri: Determ. graf. dei mom. infl. sugli appoggi di un ponti/ piü travate. — Modif. dei met. prop. da Fouret all' Accad. d. Sei. di Parigi (2 Tab.). — Disp. 8»- Sal- vadori: Rel. in riposta alle lettere di S. E. il Mi- nistro d. Instr. Publ. relat. a not. e materiali da inviare al Congresso di Parigi. — Delponte: Cenni int. all' online d. Ziynemacee — Genocchi: Int. ad. alc. serie. — Curioni: S. chiodature nelle travi in ferro, sollec. da forze perpendic. ai loro assi e con parete di altezza costante (1 Tab.). — — Bollet. meteorol. ed astron. d. Regio osservat. d. Univers. Torino. Anno VIII (1873). Torino 1875. 4". Soc. de Phys. et d'hist. nat. de Geneve. Memoires. T. XXIV. V Pt. (18 PI.) Geneve 1874—75. 4°. P. de Loriol et Pella: Monographie des etages super, de la form, jurassique de Bonlogne- sur-mer (PI. XI-XXIV). (Suite). - Duby, J.E.: Choix des Mousses exotiques nouvelles ou mal con- nues (2 PI). Naturf. Ges. in Bern. Mittheilgn. Nr. 828 57 —873. Bern 1875. 8». M. 4 Taf. u. 8 in d. Text gedr. Holzschn. Auby, Cln-.: E. merkw. Fund in d. Pfahlbauten. — Bachmann, J.: Hauptmann Otth, Nachruf. — Anmerkg. z. Nekrol. Schuttleworth's. — Neu entd. Riesentöpfe in d. Nähe v. Bern. — Ueb. Fündlinge im Jura. — Ueb. d. Venusvorübergang. — Benteli, Ab.: Ueb. Beleuehtgsconstr. (m. 1 Tai.). — Combe, Fr.: Flächeninhalt d. Pfahlbauten-Stationen am Bielersee. — Dor, H. : Ueb. d. Wirkgn. d. Hyos- ciamin rc. — Ber. üb. d. Wirksamk. d. bernischen naturf. Ges. v. 1. Jan. 1873— März 1874. — Mitth. üb. Phylloxcra vastatrix. — Fankhauser, J. : Einfi. mechau. Kräfte a. d. Wachsthuni d. Intus- suseeption b. Pfiauzeii (m. 1 Tat'.). — v. Fellen- berg. Ed.: Ber an d Tit. Direktion d. Entsumpf. üb. d. Ausbeutg. d. Pfahlb. d. Bielersee's im J. 1873 u. 74 (m. 1 Taf). — Fischer, L.: Ueb. pflanzl. Monstruositäteu. — Gutacht, üb. d. Erstellg. elektr. Uhren in Bern. — Guthnik. Dr. R. J.: Sehuttle- worth. Esq., Nekrol. — Hasler: Ueb. Stahlmagnete (Aimants d'hlias). — Jäggi, Tr. : Ueb. Wull- schlegel's Noctmnen d. Schweiz. — Jenner, Ed.: Ueb. Ausbeutg. d. Stat. Lüscherz. — Isen Schmidt, M. : Beitr. z. Schweizer-Insekten-Statistik. — Keller, T.: Unbek. Geräthe aus d. Pfahlb v. Lüscherz. — v. Niedei häusern: Ueb Räudemilben d. Haus- thiere. - Ott, Ad: Ueb. Petroleum. — Perty, M.: Ueb. Fernrohrobjecte. — Rothenbach: Geol. Stud. im Geb. d. Trümmletenthales. — Schönholzer, J.: Ueb. eine Anwendg. d. Formel v. Cauchy. — Sidler: Ueb. Normale an Flächen. — Studer, B.: Geo- logisches v. Aargletscher (in. 1 Taf.). — D. Gott- hardbahn. — Studer, Theoph.: Ueb. d. Thierärzte d. Pfahlb.-Stat. Lüscherz. — Corresp. v. Atlantisch. Ocean. — Tarif d. Jahrgänge d. Mitthlgn. — Thier- gartenproj. — Thor mann: Ueb. d. Venusdurchg. v. 3. Juni 1700. — Uhlmaun, J.: Ueb. Pflauzenr. a. d. Pfahlb.-Stat. Mörigen. — Ueb. Pflanzenr. a. d. Pfahlb.-Stat. Lüscherz. — Ueb. Pflanzenr. a. d. Pfahlb.-Stat. Schaffis. Schweiz. Ges. f. d. ges. Naturw. "VW-bandl. d. 57. Jahresvers. Chur 1874, u. Ber. 1873 — 74. Chur 1875. 8°. Planta-Reichenau , Dr. v. : Ueb. d. Fermente in d. Bienen etc. — Desor, E.: D. Bezieh, d. jtfiisz. in d. Alpen z. plioc. Form. v. Oberitalien. — Fuchs, C. W. : Vorlage einer geol Karte d. mittl. Etschgeb. — Forel, F. A : Faune profonde du Lac Leman. — Rüttimeyer, L.: Ueb. d. Ausdehng. d. quar- tären Säugethierfauna. — Andeer, J. J.: D.Frage d. Etrusk. EinTandrg in Rätien. — Nekrologe; KarlFriedr. M ei s s n e r. — Dr. Karl K ri e g er inBern. Ferdinandeum zu Innsbruck. Zeitschr. 3. Folge. 19. Hft. Innsbruck 1875. 8". T reu in fei s, L. M. : D. Cirsien Tyrols. — G redler, Vineenz: D.zool. Literatur Tyrols seit 1869. Bebber, Dr. J van. D. Regentafeln f. Deutschland. S.-A. Kaiserslautern 1876. 8°. Kais. Ädniir. Ann. d. Hydrogr. u. marit. Meteorol. III. Jahrg. Hydr. Mitth. Nr. 21 n. ?2. M. 1 Karte u. 1 Tab. Berlin 1875. 4°. Leop. XII. Bot. Soc. of Edingburgh. Transact. and Proceed. Vol. XII. Parti. Edingburgh 1874. 8°. Jsaac Anderson-Henry: Biograph. Not. of Prof. Jaraeson of Quito. — Obituary Notices of: Justus Liebig, — Roh. Mackenzie Stark, — W. Mitchell, — Chr. Currie Ritchie, —Thomas Sansom, — Dr. J. Lindsay-Stewart. — Joshua Sutcliffe, — Rob. W. Thomson, — J. Torrey, — Roh. Traill, — J. Ward. — Fr. Welwitsch. — Dr. J. L. Stewart by Cleghorn. — Wilson, AI. St.: Further ex- periments w. Daruel (Lolium temulentum). — On the fertilis. of the Cereals. — Christison, Sir R.: N. on a Station f. Prinuda veris in Coldiugham Bay. — Not. of a Pinaceous Fossil. — N. of a Re- markable Polyporus fr. Cauada. — N. of Crab-Apple Tree of unusual size at Kelloe. — M'Nab, J. : Rem. on the old Trees in the Home Park at Hampton Court. — Not. on a Visit to Messrs. Dickson and TurnbuH's Nurseries. — Rep. on the Open-Air Vege- tation at tue R. Bot. Gardon. — The Lochwood Üaks in Annandale, Dumfriesshire. — Climatal Changes in Scotland. — On Tea Cultiv. in India. — S. Trees recently Struck by lightning. — Buchan, Alex.: On the Distruction of Seedling Ash-Trees by Frost. — Dickson. AI., a. Sadler, J.: Loca- lities f. s. Spec. of British Fungi. — Davidson, G. : On a Diatomaceous Deposit in the distr. of Cromar. — Duthle, J. F.: Botanical Excurs. in theNeighb. of the Bath of Lucca during the Summer of 1873. = Peach, Ch. W.: N. of a N. Lepidodendroid Fossil fr. Devonside, Tillicoultry. — N. on some Fossil Plants fr. the Shales of W. Calder. — Rem. on speeim. of Ülodendron and Halonia, coli, by Messrs. Galletly and Lumsden. — Rem. on Spec. of s. Fossil Plants. — Lawson,Ge. : On the Geogr Range of the Spec. and variet. of Canadien Rubi etc. — Stewart, J. L.: List of the princ. Trees and Shrubs of N. India, w. Synonyms. — Etheridg . R. jun.: N. on the further Discov. of a spec. of Pothocites (Paterson) in the Lawer Carboniferous Rocks near W. Calder. — On a N. Locality f. Pothocites (Patersoni. — Wr i g h t : N. on Eucalyptus globulus. Comra. by Mr. Sadler. — Galt, J.: Not. of Chinese "Lan-hwa" in a letter to Prof. Balfour. — Taylor, An.: On Ville's Res. on the Extr. of Oils fr. var. Seeds by Hydrocarbons. — Panton, Ge A.: N. on Fossil Cones fr. the Airdrie Black- band Ironstoiies. — Balfour: Rem. on the Fossils exhib. by Mr. Peach at the May Meeting. — Royal Bot. Garden of Edingburgh. Rep. f. 1874. Edingb. 1875. 8°. K. Pr. Akad. d. W. zu Berlin. Monatsber. Juli u. Aug. 1875. M. 4 Taf. Berl. 1875. 8°. Mommsen u. Zangemeister: Ueb. d. vom Kgl. Mus. angek Schleuderbleie. — Peters: Ueb. d/Entwicklg. d. Caecilien (1 Taf.l. — Ueb. 2 Gattgn. v.Eidechsen, Scincodypus u bphenocineus (lTaf). — Kronecker: Ueb. d. algebr. Gleichgu.. v. denen d. Thlg. d. ellipt. Funct. abhängt. — Kirchhoff, G. : Ueb. d. Station, elektr. Strömgn. in einer ge- krümmten leitenden Fläche. — Ueb. d. Redact. der Demosthen. Kranzrede. — ■ Fritsch: Ber. üb. d. Verl. d. m. Unterstützg. d. Akad. im Frühjahr 1875 untern, wissensch. Exped. n. Kleinasien. — vom. 58 Rath: Mineral. Notizen (1 Taf.). — Groth: üeb. Elasticität d. Steinsalzes. — Kais. Akad. d. Wiss. in Wien. Anzeiger. Jg. 1875. Nr. XXin— XXV. Wien 1875. 8°. Nobbe, Fr. Die laudwirthschaftl. Versuchs- Stationen 1875. Bd. XVni. Nr. 6. M. Tit. u. Inh. Chemnitz 1875. 8°. Sab an in, A., u. Laskovsky: Ueb. d.Einfluss d. Lichtes a. d. Bildg. v. Spaltgsprod. d. Eiweiss- substar.zen b d. Keimung d. Kürbis. — Schulze, E., u. Urich, A.: Betreffend d Vorkommen d. Be- tains in d. Futterrüben. — Meyer, Ad.: Ueb. d. Bedeutg. d. org Säuren in d Pflanzen. — Simon, E. : D. Humuskörp. in ihr. Beziehg. z. Pflanzen- ernährg. — Hammerbacher, Dr. Fr.: Z. Eenntn. d. Milch u. d. Fettkerns d. Cocosnuss. Stilling, Dr. B. D. rationelle Behandig. d. Harnröhren-Stricturen. 3. Abthlg. M. 16 Taf. Cassel 1870—72. 8°. Senkenbergische naturf. Ges. Ber. 1873 —74. Frankfurt a. M. 1875. 80. Petersen, Dr. Th.: Nekrol. v. F. H. Kitt- litz. — Z. Kenntn. d. triklinen Feldspathe. — Böttger, Dr. ph. 0.: Ueb. d. Gliederg. d. Cyrenen- mergelgruppe im Mainzer Becken. — Geiler, Dr. H. Th. : Ueb. d. Tertiärflora v. Stadecken-Elsheira in Bheinhessen. — N. üb. Imbricaria Ziegleri nov. sp., e. Flechte a. d. Braunkohle v. Salzhausen. — Ziegler, Dr. J. : Beitr. z. Frage d. therm. Vegetat- Const. — Baader, Fr.: üeb. d. tägl. success. Er- wärmg. d. Oceane dch. d. Sonne als Urs. d. äquat. Meeresströmgn. — Beitr. z. Eenntn. d. Fische v. Marocco. — Lncae, Dr.: D. Morphologie d. letzt. 50 Jahre u. d. Bestrebgu. d. Senkeuberg. nat. Ges. — Abhandlungen. 3. u. 4. Hft. 9. B. M. 29 Taf. Frankf. a. M. 1874 u. 75. 4°. Bütschli. 0.: Z. Kenntn. d. freileb. Nema- toden im. 12 Taf.). — Gasser, Dr. E.: Ueb. Entw. d. Allantois, d. Müller'schen Gänge u, d. Alters (m. 3 Taf.) — Lucae, J. G G.: D." Robbe u. d. Otter in ihr. Knochen- u. Muskelskelet. 2. Abth. (m. 17 Taf). Entomol. Nachr. Jg. 1875. Nr. 22—24. Putbus 1875. 8°. de Ro ssi , G.: Tauschverkehr u. Tauschvereine. — v. Bergenstamm: l'emerkgn. z. d. v. Dr. Krieehbaumer gef'und. u. beschr. 2 neuen Galleu. — Kriech bäum er, Dr.: Jagd u. Zucht d. Hyme- nopteren. IV. — Lindemann. K. : Beitr. z. Kenntn. d. Borkenkäfer Russlands. — Ueb. Larvenzucht. — Günther, Dr. phil. S : Darstellg. d. Nähe- rungswerthe v. Kettenbrüchen in independenter Form. Erlangen 1872. 8». — Histor. Not. üb. d. Lateralrefraction. S.-A. Erlangen 1874. 8°. — D. irregul. Siebeneck d. Ulmer Mathemat. Faulhaber. S.-A. Erlangen 1874. 8°. — Ueb. d. unrichtige Anwendg. d. Differenzial- rechng. a. ehem. Fragen. S.-A. Erlangen 1873. 8°. — Lo sviluppo storico d. Teor. d. Poligoni stellati. Trad. d. Dr. Alf. Sparagna. S.-A. Roma 1874. 4°. — Storia d. Sviluppo d. Teor. d. Frazioni continue fino all' Euler. Trad. d. Dr. Alf. Sparagna. S.-A. Roma 1874. 4°. — Paragone di Due metodi p. la Determ. appross. di quantita irrazionali. Trad. d. Dr. Alf. Spa- ragna. S.-A. Roma 1875. 4°. Soc. Holl. d. Sc. ä Harlem. Archives Neer- land. T. X. Livr. 1—3. La Haye 1875. 80. Heynsius, A.: S. 1. comb, albumineuses du se>um du sang et du blanc de l'oeuf de poule. — S. la determ. quant. de l'albumine d. 1. liquides ani- maux. — Pekelharing, C. A.: S. le dosage de l'uree d. le sang, et 1. tissus. — v. Baumhauer, E. H. : S. la theor. de l'orig. cosmique de l'aurore polaire. — Bleeker, P.: N. s. 1. eleotriformes et descript. d. trois esp. nouv. — Golioideorum , spec. insulindicae novae. — Grinwis, 0. H. C. : S. la theorie mec. du son. — S. la propag. libre du son. — van Wickevoort Crommelin, J. P.: Nou- velles ornithologique s. la faune d. Pays-Bas. — Roorda Smit, J. A.: La react. du chlorure de soufre s. raniline. — Oudemans, Jr.: S. lepouvoir rotatoir spe"cif. d. prineip. alcalo'ides du quinquina ä l'etat libre et ä l'etat combine. — Gronemann, H. J. H. : S. la theor. de l'origine cosmique de l'au- rore polaire. — van 't Hoff, J. H.: Materiaux p. Ia connaiss. d. aeides cyanacetique et malouique. (Vom 15. Dec. 1875 bis 15. Jan. 1876.) Soc. geol. de France. Bull. 3. ser. T. IL 1874. Nr. 8 (rn. 3 Tat'.). Paris 1875. 8°. Briart: Course ä Elouges. — De Cossigny: S. 1. Puits naturels de Carnieres. — Cotteau: S. 1. Echinides cr&aces (PI. XIX et XX). — Reuuion ä Avesnes (PI. XVIII). — Gosselet: Course ä Ferneres la-Graude, Liniont et St. Remy-Chaussee. — Course aux environs d'Avesne et d'Etroeungt. — ( '(.urse ä Trelon. — DeLapparent: S. l'Aachenien. — Bull. 3. Ser. T. 3. F. 32—36 et F. PL XIV, XVI— XV1LI Paris 1875. 8". Pomel: II n'y a pas eu de mer interieur au Sahara.— Ubray: Carte geol. du canton de Tarare. — Jannettaz: De la propagation de la chaleur dans les corps; de ses relat. av.: 1° la struet. d. mineraux; 2° le metamorphisme d. roches (Fl. XIV). — Hebert: Ondul. de la Craie dans le bassin de Paris (PI. XVI). — Leymerie: X. s. l'etage de- vonien d. 1. Pyrenees. — Tonibeck: Add. ä la N. s. 1. Puits naturels du terr. portlandien de la Hauto- Marne. — Loriol. P. de: X. s. VHolaster hzevis (De Luc.) Agassiz. — Herbert et Munier- Chalmas: Rep aux obs. de M. de Loriol. — De Chancourtoie: Presentation d'une boussole (Bous- sole transitoire). — Zeiller, R.: N. s. 1. Plantes fossiles de la Ternera (Chili) (PI. XVII). — N. s. ququ. troncs de Fougeres fossiles (PI. XVII et XVIIU. Kais. Petersb. bot. Garten. Arbeiten. T. IIP. Hft. 2. St. Petersburg 1875. 8 U . Regel, E.: Alliorum adhuc cognitorum mono- 59 grapkia. — Trautvetter, E. R. a : Aliquot. Species novae plantarum. — Regel, E.: Descriptiones plan- tarum novarum et minus cognitarum. Fase. III. — Herder, F. v., et Hölzer, H.: Periodicitäts-Be- obacht. in d. Entwickig. d. Pflanzen. Naturf. Ges. in Basel. Verh. Vr. Th. 2. Hit. M. 2 Taf. u. 4 Tab. Basel 1875. 8». Schwendener, S.: Ueb. d. Verschbg. seiü. Orgaue durch ihren gegenseit. Druck. Ueb. d. Stellgsändergn. scitl. Organe iu Folge d. allinäl. Ab- nahme ihrer Querschnitte. — Goppelsröder, Dr. Fr.: Angab, üb. d. Mineralbestth. d. Baseler Trink- wasser. — D. im Mai u. Juni in Basel gebrauten Biere. — Müller, Prof. Albr. : Kleinere Mitthlgn. : D. Granite des Eellithales. Vorkommen v. Quarzit- gneisscu u. Granuliten in d. Vogeseu. Pseudomorph. v. Eisenziukspath u. Kieselzink. - Vorkommen errat. Blöcke in u. um Basel. • - Ueb. d. blaue Färbg. einiger Jurakalke. — D. Steinkohlenbohrvers. bei Eheinfelden. — Merian, P. : Ueb. d. Bewegg. d. Gletscher. — Ueb. einen angebl. Embryo v. Ichtyo- saurus. ■ — Rütimeyer, L.: Ueberreste v. Büfl'el Bubalus a. quatern. Ablagg. v. Europa. — Addenda hierzu. — Spuren d. Menschen a. interglaciäreu Ab- lagergn, in d. Schweiz. — Hagenbach: Plötzl. Springen v. Gläsern. — Hub er, Ad.: Pcriod. Er- scheingu. in d. Pflanzenwelt b. Basel. K. K. Gartenb.-Ges. in Wien. D Garten- freund. 8. Jg. Nr. 11 u. 12. Tit. u.lnh. Wien 1875. 8°. Ulrich, A. S. XVIII. J.-B. d. Schwed. heil- gymnast. Inst, in Bremen. Brem. 1875. 8°. Kais.Admir. Nachr. f.Seefahrer. VI.Jg.No.50 u. 51. Tit. u. Reg. Berlin 1875. 4». K. K. Karl-Franzens-Universitat z. Graz. Progr. f. d. W.-S. 1875/76. Graz 1875. 4<>. Schaufuss, Dr. L. W. Pseudonthropus fuli- ffinosus (Schauf.). E. n. Chiinpanze-Variet. S.-A. Dresden 1875. 8°. Fahrner, d' Artolsheim : Syst. sol. d'apres les decouv. et princ. des immortels Hipparque, Copernic, etc. (2 PI.) Schlestadt 1875. 8°. K. Zool. Museum z. Dresden. Mitthlgn. 1. Hft. (m. Taf. I— IV). Dresden 1875. 4<>. See. Adriat. di Sc. nat. Bollet. Nr. 6. Ottob. 1875. Trieste 1875. 8 U . Stenta, Dr. M.: Ale. osserv. sulle odierne ri- cerche equatoriali ed artiche. — Stossich, M.: Escurs. sull' isola di Pelagosa. — Mitra zonala Marryat, recente. scoperta nell' Adriatico. — Flora dell' isola S. Catterina presso Rovigno; catalogo delle piante dell' isola. — Marehesetti, Dr. de: Una gita all' Grau Sasso d'Italia. - Catalogo d. piante raecolte sul Gran Sasso dTtalia al 29 e 30 Giugno 1875. — Vierthaler, Prof.A.: Ricordi sull' Idrogeno. Richter, R.: Unser Saalthal. Saalf. 1875. 8°. Nobbe, Fr. Landwirthsch. Vers.-Stat. 1876. Bd. XIX. Nr. 1. Chemnitz 1876. 8°. Mitthlgn. VIII- XI a. d. landw. Vers.-Stat. zu Rom: — Sestini, F.: Wirkg. d. geschm. Schwefels auf Gyps u. kohleus. Kalk. — Vers. üb. d. ehem. Zusammensetzg d. Seepflanze Posidonia oceana. — Entziehen d. Schimmelpilze a. d. atmosphär. Luft Stickstoft'? — Analyse eines Fledermaus-Guano. — Lissauer, Dr. A.: Ueb. eine prakt. Meth., d. Fil- trat.- u. Absorpt. -Fälligkeit d. versch. Bodenarten f. flüss. I lüuggsmittel zu best. — Göppert, Prof. Dr. : Ackerkultur als Muster f. Gartenkult. — Peter- mann, Dr. A.: Tarif d. Belg. Vers.-Stat. — Ver- handlgu. d. Sekt. f. Agrikulturchemie d. 48. Vers, deutsch. Naturf. u. Aerzte zu Graz lb75. — Eidam , Dr. Ed.: Verhaudlgn. d. 1. Vers. d. Vorstände v. Samencontrol-Stat. zu Graz am 20. u. 21. Sept. 1875. Just, L.: Botan. J.-Ber. II. Jg. (1874). 2. Abthlg. Berl. 1875. 8°. Ver. z. Bef. d. Gartenb. i. d. Kgl. Pr. St. Monatsschr. 18. Jg. Nr. 12. Berlin 1875. 8°. Entom. Nachr. II. Jg. 1. Hft. (m. 1 Taf.). Putbus 1876. M. 2 Beilagen. 8°. Lubbock, Sir J. : Beob. üb. Bieneu. Wespen u. Ameisen. — Pagensteeher: Ueb. d. nächtl. Fang von Schmetterl. — Amerik. Noctuinenfalle (1 Taf). — The Bignell Beating-tray. — Nekrolog: H. C. J. Milde. Kais. Admir. Ann. d. Hydrogr. Hydr. Mitthlgn. 3. Jg. Nr. 23 u. 24. (1 Karte, 1 Tab., Tit. u. Reg.) Berlin 1875. 4«. Göppert, H. R.: Ueb. d. alt. Culturstätte Breslau's. S.-A. Bresl. 1875. 8«. — Naturw. Sekt. d. Schles. Ges. f. vaterl. Cultur v. 24. Nov. 1875. S.-A. Bresl. 1875. 8°. K. Oesterr. Cultus-Btin. Reise d. Fregatte Novara. Anthropol. Thl. 1. Abth. (m. 24 Taf.). Wien 1875. 4°.' Acad. roy. de M£d. de Belgique. Bull. Ann. 1875. 3 e ser. T. IX. Nr. 10. Nebst Progr. d. quest. mises au concours. Bruxelles 1875. 8°. Lefebvre: Avis emis, etc. s. 1. causes d. la fievre typhoide, qui a regne en 1869. — Crocq: Note B.l. plessimetres raetalliques. — Lambert, E.: Contrib. ä l'etude de la phthisie tuberculeuse et de l'empkysenie pulmouaire. Soc. Imp. d. Nat. deMoscou. Bull. T.XLIX. 1875. Nr. 2 (m. 5 Taf.). Moscou 1875. 8°. Schönfeldt, Dr. J. E.: Ueb. d. magn Kräfte d. Materie, uebst einig, eig. Vers. — Hermann, R. : Unters, üb. d. spec. Gew. fester Stoße. —Becker, Alex.: Reise n. d. Magi Dagh, Schalbus Dagh u. Basardjusi. — Motschoulsky , V.: Enum. d. nouv. especes de Coleoptercs rapportes de s. voyages. — Correspondence: Lettre de Mr. le Baron Fr. Ostensacken. — D. Natur. Ztg. z. Verbr. naturw. Kenntu. v. Ule & Müller. 4°. 60 Roll, J. : Thüring. Laubmoose. S.-A. Frank- furt a. M. 1875. 8°. Kais. Äkad. d. Wiss. in Wien. Anzeiger. 12. Jg. 1875. Nr. 26, 27, 28. Wien 1875. 8°. (Vom 15. Jan. bis 15. Febr. 1876.) Kais. Admiralität. Nachr.f.Seefahrer. VII. Jg. Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6. Berlin 1876. 4°. K. K. Gartenbauges. in Wien. D. Garten- freund. 9. Jg. Nr. 1. Wien 1876 8°. Abel, L. : D. Kunst im Garten. — Czullik: D. Anlage u Erb. d. Rasens. — Benseier: Ueb. Apoloehiamis Billeardierü D. C. Neusüdwallis, Com- positeae. - K ö b 1 e r . W. : Z.Vermebrg. d. Echeverien. Kesselmeyer, Ch. Aug.: Erklärungen u. Beisp. z. Calendarium Perpetuum Mobile. Man- chester s. a. 8°. — Immerwährende Kalender. III. Neue Stud. u. Krit. im Gebiete d. Kalender- wesens v. G. Schubring (m. 3 Holzschn. u. 4 dopp. Taf.). 80. Min. Komm. z. Unters, d. deutsch. Meere. Ergebn. d. Beob.-Stat. an d. deutsch. Küsten. Jan. Hft. I. 1875. Berlin 1876. 4°. Lender: D. oxyd. Kraft d. Nat. od. d. Bedeutg. d. Säuerst. S.-A. Berlin 1876. 8°. Kongelige Norske Universit. Christiania. Videnskabsselskabet. Forhandlinger. Aar 1872. 3 Taf., 2 Kart. Bly tt, A : Om Vegetationen paa Nowaja Semlja. Waigateh-0en og ved Jugar-Straedet. — Boeck Axel: Nye Slsegter og Arter af Saltvands-Cope- poder. — Bugge, Soph.: To nyfundne norske Rune-Indskrifter ira den seldre Jernalder. — C o 1 1 e t , R. : Slsegten Latrunculus Günth. og dens nordiske Arter. Om Kraniets Assymetrie bos JSiyctala Tengmahni Gm. — Rem. on the Ornithologie of Northern Norway. — Guldberg: Beniserkninger om Formelen for Heidemaaling med Barometer. — Bidrag til Theorien for Dissociationen. — S. la re- solution des equations du 2.. 3. et 4. degre par la u fonction — (x). — Holmboe, C. A. : Asaland. — Lie. Soph.: Kurzes Resume^ mehr, neuer Theorien. — N. Integrat.-Meth. part. Gleichgn. erst. Ordng. zw. n Variabein. — Z. Theorie d. Differential-Pro- bleme. — Z. Invarianten-Theorie d. Berührgs. -Trans- formationen. — Mohn, H. : Norske Fangst-Skip- peres Opdagelse af Kong Karls Land — Sars, G. U. : Bidrag til Kundskaben om Dyrelivet paa vore Havbanker. — Sehiotz Analyse af Xenotim fra Hiterbo. — — Aar 1873. 1. Hefte med 7 lith. Plader. Christiania 1873. 8°. Heiland, Amund: Om Kromjernsten in Ser- pentin. Kjser, A. N. : Nogle Oplysninger om Forholdet mellem jEgteskaber og Fodsl'er med sa?r- ligt Hensyn til iEgterskabernes Stiftelsestid. — Lie. Soph. : Ueb. part. Dift'erential-Gleickgn. 1.0. — Part. Differential-Gleichgn. 1.0, in denen die unbek. Funkt, explicite vorkommt. — Z. analytisch. Theorie der Berührgs.-Transform. — L orange. A.: Om Spor af romersk Kultur i Norges seldere Jerualder. — Mohn, H. : Tordenwejer i Norge i 1*71. — Sars, G. 0.: Om en dimorph. Cdvikhng samt Geue- rationsvexel hos Leptodora. — Bemserkninger om de til Norges Fauna hörende Phylopoder. — Bidrag til Kundskaben om Norges Hydroider. — Aar 1873, andet Heft, med 5 Plader. Christiania 1874. 8°. Bugge, Soph.: Om Runeskriftens Oprindelse. — Friele, Herrn.: Oversigt over de i Bergens Omegn forekommende skakhekte Mollusker. — Geelmuy- den, H.: Om de reelle Rodder i den triuomiske Ligning af.n'o Grad. — Holmboe, CA.: En Maade at betegne Tal paa, som er i Brug blandt Handels- msendt i Arabien og Persien. — Hexe og Däkini, en comparative Fremstilling. — Lie. Soph.: Zur analytisch. Theorie d. Berührungs-Transformation. — Ueb. eine Verbess, d. Jaeobi-MayerVhen Iute- grationsmeth. — N. Integrationsnieth. eines 2n- gliedrigen Pfas'scheu Problems. — Lieb lein, J.: Bidrag til segyptisk Chronologie. — Mohn, H.: Albert's Expedit til Spitzbergen i Nov. og Dec. 1872 og dens. videnskabehge Resultater. — Om visse Virkninger af Stromine paa Vandets og Luftens Temperatur. — Rygk, 0.: Om Helleristninger i Norge. — Norske Bronce — Legeringer fra Jernal- dereu. - Schive, C. J. : Om et lidet Fund af Mynter fra 11. Aarhundrede fra Stange paa Hede- marken. — Sars, G. 0.: Om en hidtil lidet kjendt mrerkelig Skegtstype af Pohjzoer. — Schjott, P. 0.: Z. Erklärg. d. Polybius 6. 20 — Wleugel, Am.: Analyse af Bergkork fra Mugnafjeld. — Aar 1874, med 8 Plader. Christiania 1875. 8°. Ästrand, J. J.: GeodaHisk Bestemmelse af Bergens Observatoriums geograpb. Beliggenhed. — Collett, R.: Bidrag til Norges Gobier (1 Taf.). — Faye, F. O: Bemerkn. om Titregnelighed (Straf- skyld) og Sindssygdom. — Holmboe, C. A.: Guld- mynteu fra Aak. Om dens Forbillede (1 Taf). — Lie. Soph.; Allgem. Theorie part. Differential- Gleichgn. 1. 0. — Z. Theorie d. Integrabilitäts- factors. — Verallgemeinerg. u. n. 'N'erwertbg. d. Jacobi'schen Multiplicator- Theorie. — Lyng. G. V.: D. Lehre d. Ammonms Sakkos. — ilobn. H.: Luftens Temperat. i og udenfor Christiania etc. Bidrag til fl)st-Ishavets Kümatologie og Meteorologie. — Pettersen, K.: Profil gjennem Vest-Finmarken fra Soro - Sund mod Vest til Porsanger mod 0st il Tat'.). — Sandberg, 0.: Om Advocat Saudon's Atfaire. — Sars. G. 0.: Om Blaabvalen (Bahc- noptera Sitibaldii, Gray) etc. (1 Taf.). — OmHum- merens postembryonale Udvikling 2 Tat'.). — R e u s c h , 11. 11.: En Hule paa Gaarden Njos, Leganger Prw- stegjeld (2 authogr. Plancher). — En Notits til Kundskab om Strandlinier. — Sexe, S. A. : Om en gamle Strandlinie i fast Klippe. — Storm, J. : Om Tonefaldet (Tonelaget) i de bkandinaviske Sprog. — Worm Müller, J. : Transfusion und 61 Plethora. Univeritätsprogranrm f. d. 1. Halbj. 1875. Christiania 1875. 8°. — Sars, G. 0.: Carcinologiske Bidrag til Norges Fauna. 1 Monogr. over d. v. Norges Kyster forekornmende Mysider. 1. og 2. Heft ved 5 og 3 lith. PI., udgiven ved Bistand af det Kongl. Norske Vedenskabsselskab i Thrond- hjem. Christiania 1870 u. 72. 4°. — Some remarkable forms of animal life from the great deeps of the Norwegian coast. ■*— I. Partly fr. Posthumous Manuscripts of the late Prof Dr. Michael Sars. 6 Copper PI. Univ. progr. f. the last half-year 1869. Christiania 1872. 4«. — II. Researehes on the structure a. affinity of the genus Brisinga etc. 4 Copper PL, 3 authogr.Pl. Universitätsprogr. f. the last half-year 1875. Christ. 1875. 4°. — Siebke, H. : Enum. insect. Norwegic. Fase. I. (Univ.-Progr. f. 2. Semester 1874). Fase. II. (Univ.-Progr. f. 1. Semester 1875). Christiania 1874/75. 8°. Naturw. Ver. f. Steiermark. Mitthlgn. Jg. 1875. 4 lith. Taf. Graz 1875. 8°. Graf, F.: Gesch. d. Naturw. Ver. f. Steierm. — Wüllerstort-Urbair, B.v.: Ueb d Verändrgn. in d. Verthlg. d. Materie an d. Oberfl. d. Erde. — Friesach. Dr. C: Ein Ausflug n. Britisch Colum- bien im J 1858.- Graf Wurm b r and t: Ueb. vor- gesch. Funde in Gleichenberg (m. 2 Tat'.). Schulze, F. E.: Ueb. d. Cunien-Knospenähren im Magen von Geryonien (ja. 1 Taf). — Blasius-Hanf. P. : Beitr z. Fortpflanzungsgesch. d. Kukuks. — Aich- horn.S., u. Plankensteiner, A.: D. wilde Loch a. d. Grebenzen-AJpe u. d darin aufgefund. thier. Ueberreste (m. 1 Taf.). — Friesach. ('.: Ueb. d. Schwere an d. Oberfl. eines Rotations-Ellipsoids v. gleichförmiger Dichte. Kais. Akad. d. Wiss. in Wien. Anzeiger. Jg. 1876. Nr. 1, 2 u. 3. Wien 1876. 8". Isis. Sitzgs.-Ber. Jg. 1875. Jan. — Juni. Dresden 1875. 8°. Lehmann, R.: Mineral. Skizzen vom Kaiser- stuhl im Breisgau in Baden. — Dittmarsch- Flocon: Ueb. geol. u. mineral. Verhältnisse von Vigsnaes auf Karmo in Norwegen.— Nobbe, Prof. Dr.: D.Wurzelbüdg. «[.Samenpflanzen. — v. Bieder- mann: Die Nutzgn. d. Palmen. — Seidel, F. C: Worte d. Erinnerg. f. d. alten unter d. Axt gefall. Kastanienbäume d. Ostraallee zu Dresden. — Neu- mann, Prof. Dr. : Rückblicke auf d. Fortschr. d. Astronomie in d. letzt. Jahrzehnt. —Ackermann: Yellowstone National Park. — Meyer, Dr. A. B.: Neue, im Jahre 187a von ihm entdeckte Vögel von Neu-Guinea u. d. Ins. Jobi im Norden N.-Guinea's. — Ueb. d. auf N.-Guinea u. d. nahelieg. Ins. gef Papageien. Kgl. Dansk. Vedenskabernes Selsk. For- handlinger 1874, Nr. 3, u. 1875, Nr. 1. Kjoben- haven. 8°. Litt ken. Chr.: Characinae novae Brasiliae cen- tralis. Holten, Prof. C. : Et nyt Telegraf-system opfundet af Paul la Cour. — - Skrifter. 5. Rjekke. 10. Bd. Nr. VII. Kjobenhaven 1875. 4°. Steeustrup. Prof. J.: Hemisepius, en ny Skegt af Sepia— Blseksprutternes Familie. Ö.Rtekke. 10. Bd. Nr. VIII. Kjoben- haven 1S75. 4°. Lorenz, L.: Experimentale og theoretiske Undersogelser over Legemernes Brvdnings Verhold. (2. Afhandling). 5. Rsekke. 10. Bd. Nr. IX. Kjoben- haven 1875. 40. Steen, Ad.: Om Muligheden af etPar liniaere Differentiallignigers Integration ved endelige expli- cite Funktioner. 5. Raekke. 11. Bd. Nr. I. (3 Taf.) Kjobenhaven 1875. 4°. Reinhardt, J.: Kundskab om Kjsempedoven- dyret. Lestodon armatns (3 Tavler). 5. Rtekke. 12. Bd. Nr. I. Kjoben- haven 1875. 4°. Jorgensen. S. M.: Om den saakaldte Hera- pathit og lignende Acidperjodider. — Kongl. Svenska Vetens:aps Academiens. Handlingar. Ny Följd. 9. Bd. 1870. 28 Taflor. Stockholm 1872. 4°. - Ny Följd. 10. Bd. 1871. 37 Taflor. Stockholm 1871 — 72. 4". Ny Följd. 12. Bd. 1873. 46 Taflor, 2 Kartor. Stockholm 1873 — 75. 4°. C. Stal: Enumeratio Hemipterorum. 4.Afdeling. Edlund, E.: Bidr. t. känned. af Sveriges klimat. (m. 2 Kartor).— Heer, 0.: b'eitr. z. Steinkohlen- flora d arktisch Zone (m. fi Taf.). — Thalen, T. R.: Om spectra, tilhörende yttrium, erbium, di- dym og lanthan (m. 1 Tafla). — Atterberg, A.: Undersökningar öfver metallen berylliums föreningar. — Heer, 0.: Die Kreideflora d. arktischen Zone, gegründet a. d. v. d. sehwed. Exped v. I870u. 1*72 in Grönland u. Spitzbergen gesanim. Pflanzen (m. 38 Taf.).— Wijkander, A.: Observ. meteorol. de l'Exped. aretique suedoisj lf-72 — 14 (1 PI.). — Edlund, E.: Theorie des phenomenes electriques. — Eisen, G. : Vexillaria speciosa (m. 3 Taflor). — Ofversigt af Förhandlingar. 28. Jg. l v 71. 21 Taf. Stockholm 1872. 8°. — 29. Jg. 1872. 15 Taf. Stockholm 1873. 8°. — 30. Jg. 1873. 19 Taf. Stockholm 1874. 8». — 31. Jg. 1874. 12 Taf. Stockholm 1875. 8°. r.2 lieber dieEntwicklung derPhotographie, vornehmlich vom chemischen Stand- punkte aus. Von Dr. Julius Selinauss, M. A. N. (Schluss.) Die mehrfach erwähnten Trockenverfahren dürfen nicht übergangen werden, da sie gerade für wissenschaftliche Arbeiten von Wichtigkeit, sind. Vermittelst dieser haltbaren trockenen Collodiumplatten kann Jedermann ohne Kennt- niss der praktischen Photographie Aufnahmen machen, insofern er nur mit der Handhabung der Camera obscura vertraut ist. Die präpa- rirten, monatelang haltbaren Platten bezieht man fertig im Handel und giebt sie nach der erfolgten Aufnahme einem geübten Photographen zur Entwicklung. So zahlreich auch die Trockenverfahren sind, in den zwei Punkten stimmen sie überein : 1) die Lösung des Silbernitrats möglichst voll- ständig von der Platte abzuwaschen, und 2) die gänzliche Austrocknuug des Collodiumhäutchens, wobei es eine hornartige Beschaffenheit an- nehmen würde, durch Anwendung verschiedener, oft hygroscopischer Substanzen zu verhüten und somit die „Poren" desselben für die nachfolgen- den photochemischen Processe gleichsam geöffnet zu erhalten. Zuweilen ist die präservirende Substanz auf den photographischen Process selbst von Einfluss, so beispielsweise das Tannin (nach Kussel) , die Gallussäure , das Albumin (nach Taupenot und Fothergill). Bis zum Silbern der Platten gleicht der Trockenprocess dem auf nassem Wege völlig, sodann wird aber das Silberbad durch vieles Waschen möglichst voll- ständig von der Platte entfernt. Denn eine gesilberte Collodiumplatte, die ungewaschen ein- trocknet, verliert alles opake Jodsilber und wird durchsichtig, während sich mikroskopische Kry- stallbildungen zeigen, von einer Doppelverbin- dung des AgJ mit dem AgNOä. Verfasser dieses hat dieselben zuerst analysirt und beschrieben im Archiv der Pharmacie, Bd. CXXXII, 3. Heft, und in seinem „Photographischen Lexikon", III. Aufl., S. 198. Das genannte Doppelsalz ist stets da vorhanden , wo AgJ mit freiem Silbernitrat zusammenkommt, und dieses ist auch die eigentliche lichtempfindliche Substanz, denn AgJ, durch einen Ueberschuss eines alka- lischen Jodsalzes dargestellt, ist gänzlich un- empfindlich. Das Doppelsalz AgJ -\- AgNOä wird durch Wasser augenblicklich zersetzt; es löst sich AgNÜ3 auf und AgJ fällt nieder. Letzteres umhüllt jedoch stets Spuren des Nitrats äusserst hartnäckig, woraus allein sich die Licht- empfindlichkeit gewaschener Trockenplatten er- klären lässt, denn durch Uebergiessen mit einem alkalischen Jodid verlieren sie dieselbe vollständig und erlangen sie erst durch Silbernitratlösung wieder. Ist von der Trockenplatte die Silberlösung vollständig abgewaschen, so wird erstere mit der präservirenden Lösung übergössen und diese entweder ebenfalls wieder abgewaschen oder die Platte damit getrocknet. Die Empfindlichkeit der Trockenplatten steht der der nassen Platten etwa mn das 3 — 4fache nach, sie eignen sich daher nur zur Aufnahme unbeweglicher Objecte, besonders in Fällen, wo kein Local zur Ein- richtung einer Dunkelkammer zu Gebote steht. Die Entwicklung der Trockenplatten kann tage- lang nach der Exposition stattfinden und ist, entgegen der der feuchten Platten, zumeist eine alkalische! indem kaustisches oder kohlensaures Alkali dabei vorherrscht. Neuerdings wird bei der Präparation der Trockenplatten mit Vor- theil Bromsilbercollodium verwendet, d. h. eine förmliche Emulsion im Collodium selbst gefällten Bromsilbers, die, auf die Platte gegossen, nur mit Wasser abgewaschen und getrocknet zu werden braucht, womit dann das umständliche Baden in der Silberlösung ganz wegfällt. Dieses Emulsionscollodium ist natürlich höchst licht- empfindlich und muss in völliger Dunkelheit 63 sowohl bereitet wie aufbewahrt werden. Ge- wöhnliches Jodbromcollodium dagegen verträgt das Tageslicht. Das Copiren der Negative wurde früher auf blos Chlorsilber enthaltendem Papier, neuerdings wird es dagegen fast nur noch anf gesilberteni Albuminpapier ausgeführt. In beiden Füllen ist das reine oder albuminirte Papier zuerst mit einer Chlorverbindung imprägnirt und so- dann gesilbert worden, indem man es auf einer Lösung von Silbernitrat einige Minuten schwim- men lässt und zum Trocknen aufhängt. Also auch hier ist, wie im Negativprocess, ein Ueber- schuss von AgNC*3 vorhanden, denn ohne einen solchen würden die Bilder nur schwach nnd grau ausfallen. Beim Albuminpapier beeinflusst das sich bildende unlösliche, sehr lichtempfindliche Silber- oxydalbuminat den Ton der Bilder bedeutend, macht ihn wärmer und bräunlich, während der starke Glanz dieses Papiers den Effect erhöht. Nachdem in sogenannten Copirrahmen die Papiere hinter den Negativen belichtet, wurden, weiden sie, durch Auswaschen vom Silbernitrat befreit, in ein sehr schwaches alkalisches Goldbad eine kurze Zeit gelegt. Indem sich eine Spur Gold auf die Silbeibilder niederschlägt, werden die- selben im Ton gebessert und haltbarer. Unter- schwefligsaures Natron entfernt auch hier zu- letzt jede Spur unbelichteten Chlorsilbers, wo- durch die Bilder, sofern auch das Natronsalz wieder ganz vollständig ausgewaschen wird, ihre Dauerhaftigkeit erhalten. Von letzterer lässt ich allerdings nur bedingungsweise sprechen, denn unter Umständen , die oft nicht zu ver- meiden sind, wie z. B. in feuchten Wohnungs- räumen , werden diese äusserst dünnen Silber- bilder leicht alterirt. Kein Wunder daher, dass man aus diesem Grunde, sowie wegen der kost- spieligen, zeitraubenden Bereitungsweise dieser Silbercopien , gleich anfangs bestrebt war, ein schnelleres, billiges und haltbares Copirverfahren aufzufinden. Nach unzähligen, sich wenig be- währenden Versuchen mit Eisen-, Uran- und ähnlichen, durch das Licht veränderlichen chemi- schen Verbindungen fand man das Gewünschte nur in den doppelt chromsauren Alka- lien, in Verbindung mit verschiedenen organi- schen Substanzen. Hierauf gründet sich die Entdeckung des Pigment- oder Kohle- drucks, sowie des Lieh t drucks. Auch die eingebrann tenoderEmailphotographien lassen sich auf diese Weise bereiten. Für die beiden ersten Methoden beruht der Vorgang auf folgenden Principien: Einer Lösung von Gelatine oder Gummi, auch Zucker, wird ein wenig doppeltchromsaures Kali beigefügt. In dünner Schicht auf Glas oder Papier aufgetragen, getrocknet und dem Tageslicht ausgesetzt, ver- liert die organische Substanz ihre Löslichkeit in Wasser vollständig unter Zersetzung, resp. Reduction der Chromsäure, die Gelatine quillt im Wasser nicht mehr auf und wird nicht klebrig, ebenso wenig das Gummi oder der Zucker. Mischt man der Gummi- oder Gelatine- chromatlösung einen unlöslichen Farbstoff bei und belichtet die auf Papier getragene und ge- trocknete Schicht unter einem Negativ, so wird beim späteren Einlegen des Papiers in warmes Wasser nur dort die Gelatine sammt dem Farb- stoff sich ablösen, wo das Licht nicht eingewirkt hat, wo demnach die negativen Schwärzen resp. die positiven Lichter sind. Es bleibt folglich zuletzt ein positiver Abdruck in der Farbe des beigefügten Pigmentes zurück. Diese Photo- graphien sind so haltbar, wie ein Kupfer- oder Stahldruck, besonders wenn man zum Färben Russ nimmt; dabei fallen die umständlichen Processe des Silberns, Auswaschens, Vergoldens und Fixirens weg. — Befindet sich die ge- trocknete Gelatinechromatschicht auf starkem Spiegelglas und wird, nach dem Belichten unter einem Negativ, mit Wasser angefeuchtet und mit fetter Druckerschwärze überwalzt, so haftet letztere nur an den belichteten Stellen , weil dieselben, unlöslich geworden, kein Wasser an- genommen haben. So werden diese Gelatine- bilder zum Druck mittelst der lithographischen 64 Presse geeignet. Dieses von Poitevin stam- mende, durch Jos. Albert, Obernetter u. A. wesentlich verbesserte Verfahren eignet sich wegen der Zartheit der feinsten Halbschatten ganz besonders zur Wiedergabe photograpliischer Portraits und Landschaften. Das starke Aufquellen der nicht belichteten Partien der Chromgelatineschicht beim An- feuchten gab Woodbury Veranlassung zur Er- findung seines Photoreliefdrucks. Das vom Glas abgelöste Reliefbild wird mittelst hydrau- lischen Druckes in Letternmetall eingepresst und die Vertiefungen der nunmehr erhaltenen Druckplatte mit Gelatine-Pigment durch Ueber- streichen ausgefüllt. Diese gefärbte Gelatine- lösung muss natürlich erwärmt sein und wird an einem befeuchteten, gegen die Platte ge- pressten Papiere nach dem Erkalten so fest haften, dass sich letzteres sammt dem schwach en relief erscheinenden Bilde abnehmen lässt. Wird die befeuchtete, vorher hinter einem Glas positiv belichtete Chromgelatineschicht mit feingepulverter Schmelz färbe eingestäubt, so haftet letztere nur an den nicht belichteten Partien, stellt daher sofort ein positives Bild dar, welches mittelst bekannter Processe vom Glas abgelöst, auf Porzellan übergetragen und eingebrannt werden kann. Anstatt der Gela- tine nimmt man hierbei zweckmässiger Gummi oder Zucker. Das dem oben beschriebenen directen Licht- druckverfahren ähnliche Druckverfahren auf Stein ist durch die vorzüglichen Methoden von Scamoni in Petersburg und Aubel in Linden- höhe bei Cöln ziemlich in den Hintergrund ge- drängt worden. Scamoni entwickelt seine nega- tiven Collodiumbilder mit Pyrogallussäure und Silberlösung so stark wie möglich und verstärkt sie durch abwechselnde Einwirkung von Jod- kalium und Quecksilberchlorid bis zum schwachen Relief, welches durch Galvanoplastik in eine vertiefte, daher druckfähige Kupferplatte um- gesetzt wird. Auf diese Weise lassen sich äus- serst feine Drucke, jedoch nur in Strich- und Punktmanier, erzeugen. Aubel's Verfahren ist noch nicht veröffent- licht worden; man vermuthet jedoch, dass es auf einer Aetzung des Glases, worauf das Col- lodiumbild befindlich und das vorher geglüht, vergoldet oder verplatinirt worden , mittelst flusssauren Dämpfen beruhe. Von diesen Platten liessen sich dann sowohl direct Abdrücke neh- men, als auch durch Umdruck auf Stein, Zink u. s. f. übertragen. Der Aubeldruck liefert, ganz wie Scamoni's Verfahren, äusserst feine Abdrücke , vom allerkleinsten, kaum mit der Loupe lesbaren Druck und Format bis zu be- deutender Grösse, namentlich nach Kunstwerken in Kupfer- und Stahlstich. Der ganze Process soll viel einfacher und rascher, auch billiger ausführbar sein, als jedes andere bis jetzt be- kannte heliographische Druckverfahren. Zur Illustration wissenschaftlicher Werke eignen sich die verschiedenen Verfahren des Lichtdrucks vorzüglich wegen ihrer Naturtreue und raschen Ausführung, wodurch ihr im Ver- gleich zum lithographischen Druck durchschnitt- lich etwas höherer Preis sich in den meisten Fällen ausgleicht. Doch muss für den spe- ciellen Zweck zwischen den verschiedenen Licht- druck- und den Heliogravir- oder Aetzverfahren streng unterschieden werden. Verfasser stellt seine diesiällsigen Erfahrungen den sich dafür interessirenden verehrlichen Mitgliedern der Ksl. Leop.-Carol. Akademie gern zur Verfügung. Die 3. Abhandlung des 38, Bandes der Nova Acta: Dr. G. Stenzel, M. d. A. d. N. : Beobachtungen an durchwachsenen Fichtenzapfen. Ein Bei- trag zur Morphologie der Nadelhölzer. 6^2 Bogen Text, mit 4 lithographirten Tafeln. (Preis 4 Mark), ist erschienen und durch die Verlagsbuchhandlung von Fr. Fr om mann in Jena zu beziehen. Abgeschlossen den 30. April 1876. Druck \on E. Blochmann & Sohn in Dresden. NUNQUAM xÄ^Piik , OTIOSUS LEOPOLDINA AMTLICHES ORGAN DER KAISERLICH- LEOPOLDINISCH- CAROLINISCH- DEUTSCHEN AKADEMIE DER NATURFORSCHER HERAUSGEGEBEN UNTER MITWIRKUNG DER SEKTIONSVORSTÄNDE VOM PRÄSIDENTEN Dr. W. F. G. Behn. Dresden (PoHerga 9 seN r .ii). Heft XII. — Nr. 9— 10. Mai 1876. Inhalt: Amtliche Mittheilungen: Eintragung der Präsidentenwahl ins Genossenschaftsregister. — Preisertheilung. — Veränderungen im Personalbestande. - Beiträge zur Kasse der Akademie. — Adolf Zeising f. — Sonstige Mittheilungen: Eingegaug. Schriften.— Die Ergebnisse der Challenger-Expedition. — Internat. Congress für prähist. Anthropol. u. Archäol. zu Budapest. — Amtliche Mittheilungen. Eintragung der Präsidentenwahl vom 24. April 1876 ins Genossenschaftsregister für die Stadt Dresden. Der Eintrag der Präsidentenwahl ist unter dem 16. d. M. erfolgt. Dresden, den 29. Mai 1876. Emil Francke, Assessor. Preisertheilung. Die Akademie ist in den Stand gesetzt, in diesem Jahre jeder ihrer 9 Fachsektionen 1) für Mathematik und Astronomie, 2) für Physik und Meteorologie, 3) für Chemie, 4) für Mineralogie und Geologie, 5) für Botanik, 6) für Zoologie und Anatomie, 7) für Physiologie, Leop. XII. » 66 8) für Anthropologie, Ethnologie und Geographie und 9) für wissenschaftliche Medicin, je ein Exemplar ihrer goldenen Cotheniusmedaille (vergl Neigebaur, Geschichte des 2. Jahr- hunderts u. s. w., p. 317) zu Gebote zu stellen, welche nach dem Gutachten und auf den An- trag der Sektionsvorstände dem Verfasser derjenigen innerhalb der Jahre 1870 — 75 heraus- gegebenen Schrift, die am wirksamsten zur Förderung des betreffenden Faches beigetragen hat, verliehen werden soll. Sollte in einem der Fächer innerhalb jenes Zeitraumes keine Schrift erschienen sein, welche nach Ansicht des Sektionsvorstandes dieser Anerkennung würdig wäre, so könnte die Ertheilung unterbleiben, oder ein besonders werthvolles Werk der zunächst vorhergehenden Jahre an die Stelle treten. — Deutsche wie Nichtdeutsche, Mitglieder der Akademie wie Nicht- rnitglieder finden in gleicher Weise Berücksichtigung; jedoch kann kein von einem Vorstands- mitgliede verfasstes Werk concurriren. Es ist erwünscht, dass die Entscheidung in dieser Angelegenheit innerhalb eines Viertel- jahres, also bis Ausgang Juli 1876, getroffen werde, und die Akademie wird annehmen, dass, wenn von einer Fachsektion bis zu diesem Zeitpunkte kein Antrag erfolgt ist, der Vorstand keine Anerkennung zu befürworten beabsichtigt. — Sowohl Verfasser wie Verleger können durch Einsendung von Schriften an die unten- stehende Adresse (mit der Bezeichnung: „Zur Concurrenz" und, wenn thunlich, in 2 Ex.) die Aufmerksamkeit der Akademie und der Faclisektionen auf für diese Anerkennung geeignet scheinende Arbeiten lenken. — Dresden (Poliergasse 11), den 1. Mai 1876. Der Präsident d. Ksl. Leop.-Carol. Deutschen Akademie der Naturforscher. Dr. Belin. Veränderungen im Personalbestände der Akademie. Neu aufgenommene Mitglieder: No. 2169. Am 1. Mai 1876: Herr Obermedicinalrath Dr. med. & chir. Hermann Friedrich von Holder, Mitglied der Aufsichts-Commission für Staatskrankenanstalten zu Stutt- gart. — Dritter Adjunktenkreis. — Fachsektion 6 für Zoologie und Anatomie. — No. 2170. Am 4. Mai 1876: Herr Dr. med. Carl Benjamin Klunzinger, früher Sanitätsarzt zu Koseir in Egypten, z. Z. Privatgelehrter zu Berlin. — Fünfzehnter Adjunkten- kreis. — Fachsektion 6 für Zoologie und Anatomie und 8 für Anthropologie, Ethno- logie und Geographie. — No. 2171. Am 19. Mai 1876: Herr Dr. Heinrich Gustav Adolf Engler, Custos der botanischen Anstalten (botanischer Garten und Herbarium) und Privat.docent an der Universität zu München. — Zweiter Adjunktenkreis. — Fachsektion 5 für Botanik. — Gestorbene Mitglieder : Am 27. April 1876 zu München: Herr Professor Dr. Adolf Daniel Georg Heinrich Theodor Zeising, ehem. Conrektor am herzogl. Carls-Gymnasium zu Bernburg. Aufgenommen den 22. Aug. 1856; cogn. Paracelsus IV. Am 26. Mai 1876 zu Düsseldorf: Herr Dr. med. Carl Christian Adolf Leopold Eichter, kgl. preussischer General- und Corpsarzt a. D. Aufgen. den 3. Aug. 1833; cogn. Klein. Dr. Behn. . Fervallgruppe. — Vacek, M.: Umgebgn. v. Hohenembs. — Dr. Sehimper: Geol. Verhältn. d. Distr. Arrho in Abyssinieu. — Doelter, C: Trachyte v. d. Insel Kos. Reiseber.: Stäche, G.: Eruptivgesteine a. d. Ortlergebiet. — Hörnes, R.: Aufnahme im Quellgeb. d. Rienz-Flusses. Anthropol. Ges. in Wien. Mitthlgn. V. Bd. Nr. 10. Wien 1875. 8». Koch, G. A.: E. Fund a. d. Bronzezeit in Gmunden. — Much, M.: Ueb. d. Stand d. ur- geschichtl. Forschgn. in Baiern. Bataviaasch Genootschap v. Künsten en Wetenschappen. Notulen*van de algemeene en Bestuurs-\ ergaderingen. Deel XII. 1874. Nr. 4. Deel XIII. 1875. Nr. 1 u. 2. Batavia 1875. 80. — Tijdschrift voor Ind. Taal-, Land- en Volkenkunde. Deel XXI. Aflevering 5 en 6. Batavia 1874—75. 8°. — Dl. XXH. An. 4, 5 en 6. Batavia 1874—75. 8°. — Dl. XXIII. An. 1. Batavia 1875. 8°. — Verhandelingen. Dl. XXXVII. Batavia 1872. 4°. Van der Chijs: Proeve eener ned. indische Bibliographie 1659-1870. Deel XXXV III. Batavia 1875. 4». Wilken: Bijdrag tot de kenuis der Alfoeren van het eiland Boeroe. — C. de Haan: Verslag van eene reis in de Bataklanden. — R. v. Eck: Tekst en vertaling van de Megantakä. — Klerk de Reus: De vermeestering van Chinsura in 1781 en 1795. — Ver. f. Naturkunde zu Zwickau. Herrn. Mi et seh: D. Ernst Julius Richter-Stiftung, miner.-geol. Sammig. d. Stadt Zwickau. Zwickau 1875. 8°. R. Istituto Veneto di Sei., Lett. et Arti. Atti. T.I. Ser.V. Disp.8u.9. Venezia 1874/75. 8». (3 Tav.) Nardo, G. D.: Ricerche s. derivaz. d. voce italiana arcobaleno, e d. s. sinon. volgare veneta arcumbe. — Bellati, M.: N. int. ad un modo simplif. in alc. casi l'applic. d. met de niiuimi quu- drati al calc. d. cost. empir. — Valussi, P.: La riforma d. tariffa doganale, e l'econom. naz. italiana ; studio. — La parte d. Stato n. quist. chiesast., e spec. doli' Italia. — Meneguzzi, G.: Boll. meteor. dell' osserv. di Venezia: gennaio 1875. — Canes- trini, G.: II cranio di Ambrogio Fusinieri stu- dio antropologico (con 3 tav.). — Trois, E. F .: Relaz. sugli aumenti d. collez. scient. — Favaro, A. : Nuovi studii int. ai mezzi usati dagli antichi per attenuare le disastr. conseg dei terremotti. — Fulin, R. : Di un' autica istituz. mal nota. Acad. roy. de Med. de Belgique. Bull. Annee 1875. Ser. 3. T. IX. Nr. 11 et dem. Bruxelles 1875. 8°. NoeT: S. la vision au loin chez les myopes non munis de verres. 8 p. - Van Ruymbeke: Ren- versements et Corps tibreux de la matrice; amput. guer. 14 p. — Verein z. Beförd. d. Gartenbaues. Monats- schrift. 19. Jg. Jan. 1876. (M. 1 col. Taf. u. 3 Abbldg.i Berlin 1876 8°. Bouche, C , u. Wittmack, L.: Acidanthera bicolor Höchst. (Irideae). 5 p. (m. 1 col. Taf.). — Thiselton Dyer, W. T.: D. Papyrus (Gyperus Papyrus Lin.), übers, a. d. Gardeners Chrouicle m. ein. Zusätzen v. P. Ascherson. 6 p. — Lender: Ueb. d Bedeutg. d. Sauerstoffs. 7 p. — Bouche: Beitr. z. d. Mitthlg. üb. d. intern. Gartenbau-Aus- stellg. in Cöln v. 25. Aug. — 25. Sept. 1875. 4 p. — K. Preuss. Akad. d. W. Monatsber. Sept. u. Oct., Nov. 1875. Berlin 1876. 8°. Holtz: Ueb. einen Vers., d. polaren elektr. Lichterschgn. ohne Polwechsel in d. entgegenges. zu verwandeln. 10 p. Berthold: Not. z. Gesch. d. Princips d. Erhaltg. d. Kraft. 9 p. — Gerhardt: Z. 20ojähr. Jubil. d. Entdeckg. d. Algorithmus d. höh. Analysis d. Leibnitz. 20 p — Wer nicke: Ueb. absol. Phasenändergn. b. d. Reflect. d. Lichtes u. üb. d. Theor. d. Reflect. 33 p. — Ehrenberg: Mitthlg. üb. I Staubprobe. 2 p. — Boll: N.Unters. z. Anat. u. Physiol. v. Torpedo. 11p. — Roth: Ueb. d. Gest. v. Kerguelen's Land. 12p. — Peters: Ueb. eine neue m. Halientaea verw. Fischart, Di- branchus, a. d. Atlant. Ocean. 6 p. (1 Taf). — Fürstl. Jablonowski'sche Ges. z. Leipzig. Preisschriften XVIII. Wanger in, Alb.: Re- duet. d. Potential-Gleichg. für gew. Rotations- körp. auf eine gew. Differential-Glchg. (1 Taf.) 32 p. Leipzig 1875. 4°. Kais. Admir. Ann. d. Hydrogr. u. rnarit. Meteorol. 4. Jg. 1876. Hft. 1. Berlin 1876. 4°. Probst, Jost: Topogr. d. Gletscher-Land- schaft im württemb. Oberschwaben. (M. 1 color. Karte.) 36 p. s. 1. 8°. — D. Hochgeländ. E. Beitr. z. Kenntn. d. Oberschwäb. Tert.-Schichten. s. a. et s. 1. 10 p. 73 — Erörtergn. üb. d. Zusammenh. d. climat. Zustände d. letzt. 3 Erdper. (Tert., Quart, u. Gegenw.). S.-A. 60 p. 8°. — Beitr. z. Kenntn. d. foss. Fische ( La- broiden, Scannen, SparoidenJ a. d. Molasse v. Baltringen. 24 p. (m. 1 Taf.). 8". — Foss. Meeres- u. Brackwasser-Conchilien a. d. Gegend v. Biberach. S.-A. 8 p. Geiler, Dr. H. T.: Ueb. foss. Pflanzen v. Borneo. (2 Taf.) 24 p. 1875. s. 1. 4°. Klnnzinger, Dr. C. B. : Synopsis d. Fische d. Rothenuieeres. I. Thl. 166 p. IL TM. 248 p. Wien 1870 u. 71. 8°. — System. Uebers. d. Fische d. Rothen- meeres. Anh. u. Reg. z. Synopsis. 16 p. S.-A. — Z. Fischfauna v. Südaustralien. 16 p. (m. 1 Taf.). 8». S.-A. — Ueb. Branehipus rubricaudatus nov. spec. (M. 1 Taf.) 12 p. S.-A. 1866. 8<>. Naturbist. Ver. d. pr. Rheinlande u. West- falens. Verhandlgn. 31. Jg., 4. Folge 1. Jg. Bonn 1874. 8°., u. 32. Jg., 4. Folge 2. Jg. Bonn 1875. 8°. Verhandlungen: Ketteier, E.: D. Complexe als Ausdr. d. Zusammenhgs. zw. d. ellipt. Polaris d. Spiegeig. u. Brechg.' u. d. Disp. d. Färb. Eine Rev. d. Cauchy'schen Reflectioustheor. 124 p. — Malle t. R.: Ueb. vulk. Kraft, a. d. Engl, iibertr. u. m. Anmerkgn. begl. v. A. v. Lassaulx. 145 p. United States geol. a geogr.^Survey of the Territories. Bull. No. 5. Second Series. Washington 1876. 8«. Lesquereux: Rev. of the fossil flora of North America. 16 p. - Williams, S. G.: N.ontheGeol. of s. Localit. near Canon City, Fremont County, Colorado, ö p. — Elliott Coues: S. acc, critic, descript. a. 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Foundland in Dec. 1874. 2 p. Nr. 58. — Adress of Dr. John L. Le Conte. 15 p. Mallet, R.: Temper. attainable by Rock- crushing. 13 p. — Sir Charles Lyell. 8 p.— Hodges, M. D. C: Arithmet. Relat. betw. the Atomic Weights. 3 p. — Dana, J. D.: S. New England during the Melting of the great Glacier. 2 p. — Pourtales, L. F.: Corals at the Galapagos Islands. 1 p. — An d r e w s , E. B. : On the Alleghany Coal-field. 7 p. — Agassiz. Alex.: Instinct? in Hermit Crabs. 2 p. Physik.-medic. Soc. zu Erlangen. Sitzungs- Berichte. 7. Heft. Erlangen 1875. 8°. v. Gorup: Diastatisches Ferment in Wicken- samen. 3 p. — Kreitmair, Dr.: Ueb. Ratanhin. 75 5 p. — Heut, Dr. G.: Ueb. Peucedanin. 10 p. — Bachmeyer. W.: Ueb. Tricetylphosphin. 3 p. — Hainmerbaeher, Dr.: Ueb. Thallium im Camallit. 2 p. — C. Mutschier, R. Horhberger. Dr. Hammerbacher: Aschenanalysen. 4 p. — Brim- mer, C: Unters, einer Ascites-Flüssigkeit. 1 p. — v. Gorup: Ueb. Ditain. 1 p. — Reess: Befruch- tiuigsvorgang der Basidiomyceten. 10 p. — Klein: Eine Klasse binärer Formen. 3 p. — Wintrich: Causation u. Analyse der Herztöne. 8 p. — Laube: Fühlbarkeit d. Magensonde v. d. vord. Bauchwand aus. 2 p. — II a rna c k . Dr. A. : Ternäre cubische Formen. 5 p. — Gerlach: Morphologie d. Tuba Eustachi*. 2 p. Rees: Ueber Ustüago? capensis. 2 p. — Pfaft: Vers. üb. Plasticitätd. Eises. 5 p. — Rosen- thal: Weitere Unters, üb. Reflexe. 2 p. — Pfaff: Grenzschichten zw. Keuper u. Lias. 3 p. Schröder: Drainage d. Douglas'schen Raumes b. d Ovariotomie. 4 p. — Selenka: Embriologie von Cucumaria äoliolum. 7 p. — Harnack: Beweis d. AbeFsch. Theorems. 5 p. — Klein: E. Gleichung zwölften Grades. 5 p. — Lommel: Interferenz d. gebeugten Lichtes (4 Taf). 53 p. Kais. Admir. Ann. d. Hydrogr. u. marit. Meteorol. 4. Jg. 1876. Hft. II. 4«. Frh. v. Schleinitz: Die Exped. S. M. S. „Gazelle" rc. 12 p. — Frh. v. Reibnitz: A. d. Reiseber. S. M. S „Arcona". 1 p. — Zirzow: A. d. Reiseber. S. M. S. „Medusa". 1 p. — Graf von Monts: A. d. Reiseber. S.M. S. „Vineta". 1 p. — Ditmar: A. d. Reiseber. S. M. S. „Luise". — Donner: A. d. Reiseber. S. M. S. „Victoria -1 . 1 p. — Vergl. Uebers. d. an B. S. M. S. Arcona, Medusa, Vineta, Lidse, Victoria angetr. Windr. 3 p. Reise von London n. Honolulu. 2 p. — A. d. Tagebuch, d. Deutsch, naut. Ver. 4 p. — Häfen u. Küstenth. Neuseelands. 2 p. — D. Snares-Inseln. 1 p. — Segelanweisg. für d. Tartarische Meerenge. 10 p. — Kleine hydrogr. Notizen. 14 p. — Tabelle d. meteor., magn. u. Gegniten-Beob. a. d. Kais. Observ. — Karte d. Hafens v. Sabanilla. Deutsche Ges. f. Natur- u. Völkerkde. Ostasiens. Mitth. 8. Hft. Sept. 1875. Yoko- hama. 4°. Miyake, B. : Ueb. Japan. Geburtsh. 5 p.— Siebold. H.v.: Ueb. d. Tsutschi Ningio (m.2Abb.). 1 p. — Hemly, H. : Ueb. d. Wort Typhon. f> p. — Schenk, C: Japan. Erdbohrer (n. Zeichn.). 2 p. — Reise v. Kofu n. d. Quarz- u. Bergkrystall- gruben b. Kurobara. 2 p.— Görtz, Dr. A.: Ueb. Fisch- u. Lackvergiftungen. 4 p. — Westphal, Dr. A.: D. Chines.-Japan. Rechenmaschine (m. Fig.). 8 p. — Knoblauch, F.: Ueb. Formosa (1 Karte). 3 p. — Arendt, C. : Beitr. z. Kenntn. d. neuest, chin. Literat. 3 p. — Doenitz, Prof. W.: Ab- stammg. d. Japaner (1 Taf.). 3 p. — Dr. Müller: Japan. Musik. 6 p. — Dr. Westphal: Wahrsagen a. d. Rechenmazch. 1 p. Kleinere Mittheilgg. — Extrabeilage: D. schöne Mädchen v. PAO. A. d. Chin. übers, v. C. Arendt. Schauenburg, Dr. C. Herrn.: Hygieinische Stud. üb. d. Sonntagsruhe. 62p. Berl. 1876. 8°. United States Geol. a. Geogr. Survey. Bull. Nr. 6. 2. Serie. Washington 1876. 8». Coues, Dr. E.: Account of the var. Publ. relat. to the trav. of Lewis a. Clarke rc. 28 p. — Meek, F. B.: Very large Goniatite fr. easteru Kansas. 1 p. — Scudder, S. H.: Fossil Orthop- tera fr. the Rocky-Mountain Tertiaries. 3 p. — Ridgway, R.: Stud. of the American Falconidae (5 PI.). 23 p. — Katter, Dr. F.: Entomolog. Nachrichten. II. Jg. Hft. 3. Putbus 1876. 8°. 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Orig.- Abhandl. in Flora Nr. 2 1852. 9 p. s. 1. 8«. — Flechten a. Amboina. 12 p. M. 3 Taf. S.-A. Wien 1871. 8». — Lichenes Brasiliensis. 33 p. M. 1 Taf. S.-A. Kjöbenhaven 1875. 8». — Lichenes in Borneo et Singapore. 63 p. M. 2 Taf. Nuovo Giornale Botanico Italiano. Pisa 1875. 8». — Exot. Flechten a. d. Herbar. d. k. k. bot. Hofkabin. in Wien. 28 p. M. 2 Taf. S.-A. Wien 1868. 8°. — Ueb. Fabr. v. Flechtenbranntwein v. Prof. Stauberg in Stockholm, übers, v. 41 p. (1 Plan.) S.-A. Wien 1869. 8». 10* 76 (Vom 15. März bis 15. April 1876.) R. Comitato Geol. d'Italia. Boll. 1 e 2. Roma 1876. 8°. Seguenza, G.: Studii stratigrafici sulla Form, gliocenica del' Italia Meridion. 9 p. — Stefani, . de: Le rocce serpentinose della Garfagnana. 15 p. — Lotti, B.: Sui terreni miocenici lignitiferi del Massetano. 8 p. — Ponzi, G.: Risposta alle con- sid. critiche fatte dal sig. dott. Angelo Manzoni sulla Fauna Vaticana. 2 p. — Doelter e Hörnes, R.: Osserv. chimico-genetiche sulle Dolomiti del Tirolo meridionale. 11 p. — Blanchard, F.: Sulla seo- perta della Cassiterite a Campiglia Marittima. 3 p. — Zezi, P. : Le nuove specie ininerali studiate e deseritte negli anni 1873 — 74 — 75. 22 p. — Günther, Dr. S. : Ziele u. Result. d. neu. math.-hist. Forschgn. Erlangen 1876. 8°. K. Bayr. Akad. d. Wissensch. Almanach f. d. J. 1875. München s. a. 12°. — Abhandl. d. math.-phys. Cl. 12. Bd. 1. Abth. in d. R. d. •enkschr. Bd. XLIV. M. 4 Taf. München 1875. 4°. Schlagint weit-Sakünlünski: D.Pässe üb. d. Kammlinien d. Karakorüm u. d. Künlün in Bälti, in Ladak u. im östl. Turkistau. 116 p. — P. du Bois-Raymond: Bew., dass d. Coeff. d. trigon. R. p=-c f (x) = £ ia p cos. px + b p sin. pxl d. Werthe p = o + tt +n a„ = — / d « f («), a„ = — / d « f («) cos. p«, 2nJ n ) TT — 71 + 71 bp = — / d a f («) sin. p« 71 haben, jedesm. w. dse. Int. endlich u. bestimmt sind. 50 p. — Gümbel, C. W.: Beitr. z. Kenntn. d. Organis. u. System. Stelig. von Beceptaculites (m. 1 Tat'.). 50 p. — Voit, C. : Beschr. eines Appar. z. Unters, d. gasförm. Ausschdgn. d. Thierkörpers (m. 3 Taf.). 55 p. — Buchner, Dr. L. A.: Ueb. d. Beziehgn. d. Chemie z. Rechtspflege — Festr. z. Vorf. d. Allerhöchst. Geburts- u. Namensfestes Sr. Maj. Ludwig LT., König v. Bayern. München 1875. 40. TJniv. Krakau. Sprawozdanie. IX. Bd. (4 Taf.) Krakau 1875. 8°. — Rozprawy. Tom. LT. (5 Taf.) Krakau 1875. 8°. Societä Adr. di Sc. nat. in Trieste. Boll. Nr. 7. Trieste 1875. 8°. Biasoletto, B.: L'acido rosolico come indic. d.quant. di ac. carbon. nelT aria. 3 p. — Stossich, A. : Salita sul monte Biocovo in Dalmazia. 17 p. — Graeffe, Ed.: Ueb. d. Erschgszeit. d. pelagisch. Hydrosmedusen u. Acalephen im Meerb. d. Adria b. Triest. 4 p. -Stenta: Not. risgu. i bac. di Caspio e dell' Aral. 7 p. — Acad. roy. de Me"d. de Belgique. Bull. Armee 1876. 3" ser. T. X. Nr. 1 u. 2. Bruxelle 1876. 8°. Disc. s. la contagiosite du Cholera asiatique. — Laho: Cas extraordinaire de lactation. 7 p. — ■ Vleminckx, V. : Empois. p. la vapeur de charbon; transfus. du sang, 19 p. — Wasseige, A.: Trois observ. obstetricales. 17 p. — Vande Vyvere, E.: Obs. rel. ä la pr£s. de l'alloxantine d. l'intestin d'une pers. empois. p. l'acide oxalique. 4 p. — Ore: Nou- velle appar. p. la transfus. du sang. 5 p. — Gallez, Dr. : Disc. pron. aux funerailles de M. le prof. L. J. Hubert de Louvain. 8 p. — Deux cas de luxa- tion fort rares. 6 p. — DeRoubaix, Dr.: Reflex, s. l'etat de 1'esprit scieutif. et de l'enseignement super, en Belg. 24 p. — Motte, Dr.: Cüirurgie nfantüe. 24 p. — Smithsonian Institution. Bessels, Dr.E. : The tides at Polaris-Bay (w. 1 Kart.). Wash- ington 1S76. 2». Krone, H. : D. deutsche Expedit, z. Beob. d. Venusdurchg. d. 9. Dec. 1874 auf d. Auck- land-Ins. S.-A. Dresden 1875. Kais. Admir. Nachr. f. Seefahrer. VII. Jg. Nr. 11 — 14. Berlin 1876. 4». Freies Deutsches Hochstift. Berichte. Nr. 1. Neue F. Frankfurt a. M. 1876. 8°. — Rund- schreiben LTI. 1874. 40. — Statuten der Palm- sonntagsstiftung zu Frankfurt a. M. 8°. Ver. f. d. Museum Schles. Alterth. Schles. Vorz. in Bild u. Schrift. 29. Ber. (4 Taf.) Breslau 1876. 8». Klose: Ueb. eine grav. Zinnkanne v. 1532 (m. 2 Taf.). 6 p. — Luchs: Ueb. ein ähnl. Stück in Dürrenmungenau (m. 1 Taf). 2 p. — Suppe u. Krause: Ueb. Ausgrabgn. b. Friedrichswartha (m. 1 Tat'.). 5 p. — Schultz: A. d. Ber. d. Geistlichen üb. schles. Kunstdenkmäler II. 3 p. — Biefel, R.: Verglchg. einig. Etruskischer u. schles. Bronzen. 7 p. Minister. -Comm. z. Unters, d. deutschen Meere in Kiel. Ergebn. d. Beob.-Stat. an d. deutsch. Küsten. Hft. 4 u. 5. April u. Mai 1875. Berlin 1876. 4«. Strasburger, Dr. Ed.: Ueb. d. Zellhildg. u. Zellthlg. 2. Aufl. M. 8 Taf. Jena 1876. 8°. Isis. Sitzgs.-Ber. Jg. 1875. Juli — Dec. Dresden 1876. 8°. Thaermann, H.: D. Hünengräber in Brauns- hain b. Hohenkirchen. 2 p. — v. Biedermann: D. an einem im iiiueral. Mus. zu Dresden betindl. Steine vorn. Runenschrift. 2 p. — Major Schuster: Umwallungen aus d Vorzeit. 4 p. — Ackermann: D. kupferführ. Schichten am Lake Superior. 5 p. 77 — v. Biedermann: Referat üb. d. Kartoffelaus- stellg. zu Altenburg im Oct. 1875. 5 p. — Vetter: D. Zool. Stat. in Neapel. 3 p. — Roch, Dr. Fr.: Blitzschlag a. heiterem Himmel. Krone, H.: D. deutsche Exped. z. Beob. d. Venusdurchg. am 9. Dec. 1874 a. d. Auckland-Ins. 13 p. — Fischer, Aug.: Mitthlg. üb. eine am 10. Dec. zu Posneck beob. Naturersch. 1 p. — K. Pr. Akad. d. Wiss. Monatsber. Dec. 1875. Berlin 1876. 8°. M. 3 Tai. Pringsheim: Ueb. nat. Chlorophyllmodificat. u. d. Färbst, d. Florideen. 5 p. — Virchow: Ueb. d. Entsthg. d. Enchondroma u. s. Beziehgn. zu d. Ecehondrosis u. d. Exostosis cartilaginea. 14 p. — Siemens: Messg. d. Fortpflanzungsgeschw.d.Elektr. in suspend. Drähten. 12 p. — Peters: Ueb. d. m. Histiotus velatus verwandten Flederthiere a. Chile. 8 p.— D. Natur. Ztg. z. Verbr. naturw. Kenntn. Nr. 13. Halle 1876. 4°. Naturw. -medic. Ver. in Innsbruck. 6. Jg. 1875. l.Hft. M. 2 Taf. Innsbruck 1876. 8». Albert. Prof. Ed. : Jahresber. d. Chirurg. Uni- versitätsklinik in Innsbruck. Gl p. — Epikritische Bemerkgn.: D. akuten Intiltrat. 4 p. — Centrale Nekrose im Fersenbein 5 p. (M. 1 Taf.) — Z. Lehre vom Brustdrüsenkrebs. 7 p. Eine subcutane Luxation m. leichter Eiterung d. Gelenkes. 5 p.— Liebermann. Dr. Leo: Einiges a. d. vergleich. Chemie. Ein Beitr. z. Lehre Darwin's v. d. Entsthg. u. Abstammg. d. Arten. 9 p. — Dietl, Dr. M. J.: Ueb. Coordinationsanomalieu symetr. Körperbewegn. 12 p. — Pfaundler. Prof.: Ueb. d. Kampf ums Dasein unter d.Molekülen.— D. übersättigten Lösgn. — D. spontane Explodiren mancher Präpar. — D. allmäl. Krystallinischwerden amorpher Körper. 6 p. — Gesellsch. naturf. Freunde in Berlin. Stzgs.- Ber.. Jg. 1S75. Berlin 1875. 8°. Museum of comparative Zoology at Har- vard College in Cambridge. Ann. Rep. of the Trustees for 1875, tog. w. Rep. of the Curator. (1 Portr., 4 Taf.) Boston 1876. 8°. Müller, A.: Ueb. d. Auftreten d. Wander- heuschrecke am Ufer d. Bielersees. S.-A. a. d. Verh. d. Schweiz, naturf. Ges. in Andermatt, Sept. 1875. Luzern 1876. 8°. Soc. Toscana di Sc. Nat. resid in Pisa. Vol. II. Fase. I. Pisa 1876. 8°. D'Achiardi, A. : Cordierite dell' Elba. 12 p. — Baraldi, B. : Dell' Osso malare o Zigomatico. 23 p. (1 Taf.) — Menechini, G.: I Crinoidi ter- ziarii. 24 p. — Lawley, R. : Alcune osserv. sul gen. Sphoerodus, Agas. 6p. (1 Taf.) — Manzoni: Le Conchiglie morte ed i briozoi d. spiaggia d. lido presso Venezia. 2 p. — Stagi, Fr.: Ricerche chi- miche sui calcari dei monti Pisani. 17 p. — Kais. Akad. d. Wiss. in Wien. Anzeiger. Jg. 1876. Nr. 6—9. Wien 1876. 8°. Katter, F.: Entom. Nachr. II. Jg. 4. Hft. Putbus 1876. 8°. Kriegbaum er: D.Stud.d.Hymenopteren III. 4p. Ver. z. Bef. d. Gartenb. i. d K. Preuss. St. Monatsschr. 19. Jg. Febr. u. März. (20 Abb. u. 1 Taf. in Farbdr.) Berlin 1876. 8°. Ascher so n, Dr. P. : Ueb. d. afrik. Ursprung ägypt. Kulturpflanzen. 9 p.— Gaerdt: Drei Blüthen- sträucher (Cassia floribimda Cav.. Lagerstroemia indica L. u. Phimbago capensis Thunbg.). 6 p. — Gentz, J. C: Ueb. d. Anzucht v. Hickoryholz (m. Abbldg.). 5 p. - Wittmack: D. Austral. Lanzen- Grasbäume. Xanthorrhoeen. 6 p. (M. Abbldgn.) — Kalender. E.: E. gefährl. Feind d. Kirschbäume. 3 p. — Stein, B.: Insektenfressende Pflanzen. 5p. — Ullersperger, Dr. J. B. Nekrolog Dr. Del- gado Jugo von Don G. Saez y Domingo. S.-A. s. 1. 1876. 8°. Univ. Jena. Index Scholarum aestivarum. Jena 1876. 4°. Soc. Imp. d. Naturalistes de Moscou. Bull. Annee 1875. Nr.' 3. Moscou 1875. 8°. Barron de Chaudoir: Genres aberrants du groupe des Cymindides. 61 p. — Ed. v. Lindemann: Supplementum III ad florulam Elisabethgradensem. 38 p. — H. Trautschold: Briefe a. d. Ural. 30p. Aus einem Briefe des Prof. G. v. Rath. 4 p. — ÜKOB-ieBa: Hemiptera Heteroptera. 30 p. — N. Vischniakoff: S. les Aptychus de Gorodistche. 4 p. K. K. Gartenbau-Ges. in Wien. D Garten- freund. 9. Jg. Nr. 2. 3, 4. Wien 1876. 8°. Nebst Beilage : Illustr. landwirthsch. Lager- Catalog v. Faesy u. Frick. Kais. Adniir. Ann. d. Hydrogr. u. marit. Meteorol. 4. Jg. 1876. Hft. 3. (1 Tab.) Berlin, März 1876. 4°. Koninkl. Akad. v. Wetensch. Versl. en Mededeel. Afd. Natuurk. 2. R. 9. D. Amster- dam 1876. 8«. Enth. u And.: D. Bierens de Haan: Bouw- stoffen voor de geschiedenis der wis- en natuurk. wetensch. in de Nederlanden. 112 p. (1 PI.) — Bleeker. P. : Descript. de ququ. especes inlul- indiennes inedites d. genres Oxyurichtlvys, Paroxy- urichthys et Cryptocentrus. 11 p. — Not. s. 1. gen. Gymnocaesio, Pterocaesio et Idocaesio. 6 p. — S. la pluralite d. esp. insulindiennes de Toxotes. 13 p. — Revis. d. Sicydiini et Latrunculini de l'Insul- inde. '23 p. — Gen. fam. Scorpaenoideorum eon- spectus anahfticus. 7 p. — ßleekrode, L. : Onder- zoek omtrent electromachines met ebonietschijven. 58 p. — Bogaar d, J. A.: Persistentie d. Müllersche gangen bij een wolwassen man. 5 p. (1 PI.) — Bosscha, J. : Over het evenwicht v. e. druppel tusschen twee horizont. platen. 7 p. — Buijs Ballot, C. H. D.: Nog iets over de temperatur- wisseling n. e. per. van 27.682° ± 000.4 dag. 14 p. — De gemidd. temp. v. elken dat. d. jaars. aan d. Helder. etc. 25 p. — Cohen Stuart, L.: 0. e. 78 geval v. discontinuiteit. 5 p. (1 PI.) — Mac Gil- lavry: Kunstmatige digestie v. Cetiulose. 7 p. — De snijtauden v. Mus decumanus etc. 2-1 p. (1P1.) — Grinwis, C. H. C: 0. de vrije uitbreiding v. h. geluid 38 p. — 0. cylindervormige geluidgolven. !i p. — Harting. P.: Bijdr. t. de kennis d. geolog. gesteldheid v. d. bodem onder Utrecht en v. h. Eem- dal. 9 p. — van Hasselt, A.W. M.: De gereg- tehjke geneeskunde en de lijkeu-verbranding. 14 p. — Meers, R A. : 0. d. invloed v. de beweging u. trillingsbron op de intensiteit d. door haar uitgezon- den trillingen. 16 p. (1 PI.) — Oudemans, J. A. C: S. une meill. meth. p. f. 1. mesures helio-metriques ä l'occ. d'un pass. de Venus s. le Soleil. 11p. (lPl.i. — Oudemans, A. C. jr. : 0. de zamenst. en de constit. v. h. Plumierazuur. 22 p. — 0. de quantit. bepaling v. Kiniue in kinabasteu m. behulp v. d. polaristrobometer. 10 p. - Schols, Ch M.: De iiiterpolatie-formule v. Tchebychef volg. de meth. d. kleinste Vierkanten. 11 p. — — Processen-Verbaal van de gewone Vergad. Afd. Natuurk. v. Mai 1874 t. en met April 1875. Amsterdam s. a. 8°. — Carmina latina. Moltedo, Fr.: Ad procum satira. 12 p. Amsterdam 1875. 8°. — Jaarboek voor 1874. Amsterdam s. a. Boot, J. C. G. : Levensberigt v. Hendrik Jacob Koenen. — Veth, P. J. : Levensberigt v. Taco Roorda. — Verhandelingen. Afd. Letterk. 8. D. Amsterdam 1875. 4°. 3 PL — Verhandeliugen. Afd. Natuurk. 15. D. M. 9 lith. PI. u. 3 col. PL Amsterd. 1875. 4«. Bleeker, P.: S. 1. especes Insulindicnnes de la fam. d. Ciniutoiides. 19 p. — Revis. d. esp. lnsulindieunes de la fam. d. Milliontes. 38 p. — S. la fam. d. Pseudochromidoides et revis de s. esp. Insulindiennes. 31 p (m. 3 PL). — Bierensde Haan. D.: Tweede ontwerp eener Naamlijst v. Logarithmentafel etc. 35 p. — Harting. P. : Le plan median de la tete Neerlandaise masculine, de- termine d'apres une meth. nouv. 22 p. (6 PL). — Schols, Ch. M.: Over de theor. d. Fouten in de Ruimte en in h. plate Vlak. 27 p. (3 PL). — Just, Dr. L. Bot. Jahresber. 2. Jg. (1874). 3. Abth. Berlin 1876. 8°. Schramm-Macdonald : Moniteur des Dates. 44. Livr Dresden 1875. 4°. Dr. Siegfelder. Extractum oxycocci von J. Martens. 4. p. s. a. et s. 1. 8°. United States geol. and geogr. Survey of the Territories. Bull. Vol. EL Nr. 1. (IKart., 29 PL) Washington, Marcb 21. 1876. 8°. Holmes, W. H.: A not. of the ancient remains of S. W. Colorado exam. during the Summer of!875. 24 p. (14 PL).— Jackson, W. H: A not. of the ancient Ruins in Arizona and Utah lying about the Rio San Juan. 21 p. (8 PL, 1 Kart.). — Bessels, Dr. E.: The human remains round near the ancient Ruins of S.W. Colorado and N.Mexico. 16 p. |7PL). — Barber, E. A.: Ancient art in N.W.Colorado. 2 p. — Bead Ornaments employed by the ancient Tribes of Utah and Arizona. 2 p. — Language and Ustensils of the moderns Utes. 5 p. — Schudder, Sam. H.: Fossil Coleoptera fr. the Rocky-Mountain Tertiaries. 10 p. — K. Pr. Akad. d. W. Monatsber. Jan. 1876. Berlin 1876. 8°. Beruays: Herrenius' Metaphysik u. Longinos. 9 p. — F ritsch: Ueb. d. feineren Bau d. Fisch- gehirnes. 4 p. — Rammelsberg: Ueb. Zusammen- setzg. d. Leukophaus u. d. MeUnophans. 5 p. — Websky: Ueb. d.Relat. d. Winkel zw. 4Krystallfl. in einer Zone u. d. d. Winkel zw. 4 Kant, in 1« Fläche, 17 p. — Bessel, Dr. Emil: Extract of the Bulletin of the geol. a. geogr. Surv. of the Territories. Vol. IL Nr. 1. Washingt,,March21. 1876. 8" Tocke, Dr. med. Gust. Wold. : E. n. In- fusorium. 12 p. m. 2 Täf.). S.-A. s. 1. et s. a. 8°. Orsini, Francesco: Recerche elettro-dina- miche sulle Rotazioni Paleogeniche. 22 p. Noto 1876. 4". Die Ergebnisse der Challenger-Expedition. Es wäre schon seit Jahren erwünscht ge- wesen, dass die Leopoldina ihren Lesern über diese für alle Zweige der Naturwissenschaften so viel versprechende Expedition fortlaufende Mittheilungen gebracht hätte, allein die zahl- reichen Einzelberichte von verschiedenen Ver- fassern Hessen sich schon des beschränkten Raumes wegen nicht mittheilen und ebenso wenig ein befriedigendes Mosaikbild der Er- gebnisse aus diesen werthvollen, aber viele Lücken lassenden Bruchstücken bilden. Auch gegenwärtig ist dies freilich , soweit dieselben der Akademie bekannt geworden sind, noch nicht der Fall, obgleich die Ankunft des Chal- lenger in Montevideo gemeldet und somit auch die Untersuchung des Stillen Meeres abgeschlos- sen ist, aber die Ergebnisse stellen sich doch umfassender vor Augen, und es wird der Be- richt , wenn auch nicht genügen , doch dazu dienen können , die Aulmerksamkeit auf die zusammenhängende Darstellung zu lenken, welche wir, da die Expedition Ende Mai des gegen- wärtigen Jahres zurückzukehren beabsichtigte, hoffentlich in nicht zu ferner Zeit zu erwarten haben. — (Vorgeschichte, Absieht.) Die Tiefe der Meere war bis vor Kurzem gar wenig be- kannt. Ein Laie, welcher die Schwierigkeiten solcher Untersuchungen nicht kennt, hätte glauben können, es habe die Darstellung und Warnung, die Schiller's Taucher giebt: „Da unten aber ist's fürchterlich, Und der Mensch versuche die Götter nicht Und begehre nimmer und nimmer zu schauen, Was sie gnädig bedecken mit Nacht und Grauen", von Untersuchungen abgeschreckt. Die aus- gezeichnetsten Natui'forscher hatten, wie sich seitdem herausgestellt hat, gar unrichtige Be- griffe von jener Tiefe. So begründet, um nur Eines anzuführen, Charles Darwin seine Hypo- these über die Entstehung der niedrigen (Korall-) Inseln auf die irrige Voraussetzung, dass in grossen Tiefen keine organischen Wesen und selbst in etwa 20 Faden keine Korallen mehr leben könnten, während letztere (wenigstens Fungia symmetrica) von den Naturforschern des Challenger bis über 1600 Faden Tiefe lebend gefunden worden sind.» — Man hatte sich in der That darauf be- schränkt, die Tiefe und den Grund des Meeres nur da zu untersuchen, wo er in flachen Meeren und Meeresstellen, oder in der Nähe der Küsten für die Schifffahrt und etwa für die Fischerei von Wichtigkeit war und man bediente sich zu dieser Untersuchung nur unvollkommener Instrumente. So schleuderte und schleudert noch jetzt der Schiffer, wenn er die Tiefe er- forschen will, ein an einer mit Knoten ver- sehenen Leine hängendes Loth so weit voraus, dass es den Grund erreicht haben kann, wenn das sich bewegende Schiff an die Stelle kommt, wo es fiel, und best nun an den Knoten der straffgezogenen Leine die Tiefe ab. Wollte man die Eigenschaften des Grundes erforschen, von denen man wohl wusste, dass sie wichtige Auf- schlüsse für die Orientirung zu geben vermag! so nahm man ein Loth, dessen untere, zuerst auf den Grund aufschlagende Fläche ausgehöhlt war. In diese Höhlung brachte man Fett, an welchem die zufällig getroffenen kleineren Körper sich festklebten, und untersuchte dann die auf diese Weise gewonnene Grundprobe. — Ge- langte man zu Tiefen, wo dieses Verfahren kein Ergebniss mehr bot, so verzeichnete man selber auf den Seekarten, auch wo man sie zufällig kannte, weder die Tiefe, noch die Eigenschaften des Grundes. — Da waren es denn zuerst die Strömungen des Meeres und namentlich der Golfstrom, welche zu weiterenUntersuchungenAn- lass gaben. Man fand die Temperatur seines Was- sers merklich höher als die des ihn umgebenden, und diese höhere Temperatur erklärte zahlreiche Erscheinungen in fernen Gegenden, bis zu denen sich seine Wirkungen erstreckten. So gewann die Temperatur des Meereswassers und die da- durch, auch neben den von stetigen Winden, un- streitig hervorgerufenen Strömungen unerwartete Bedeutung. — Man hatte ferner die ungleiche Zusammensetzung des Meereswassers, nament- lich in Beziehung auf den Salzgehalt, und alle davon abhängigen Folgen erkannt und wünschte sie in allen Meeren und auch in den Tiefen genauer kennen zu lernen. Dann waren es die hydrographischen Untersuchungen von M. F. . Maury, welcher alle diese Ergebnisse zusammen- zustellen, sie zu einem Wissenschaftszweige zu er- heben, ihn für die Schifffahrt praktisch verwendbar zu machen und weitere Untersuchungen zu veran- lassen verstand. Dazu kam, dass man sich selbst bei den bisherigen unvollkommenen Untersuchungen überzeugt hatte, dass sich das organische Leben selbst in verhältnissmässig geringen Tiefenunter- schieden auffallend ändere. Die die europäischen Küsten bespülenden Meere sind fast alle flach, aber diejenigen, bei denen dies weniger der Fall war, wie bei Norwegen, in einzelnen Theilen des Mittelmeeres und zumal an Portugals Küsten, wo in nicht zu grosser Ferne eine Tiefe von so 2000 Faden und darüber erreicht werden kann, gaben Aufschlüsse, die die ganze wissenschaft- liche Welt in Aufregung setzten. — So wurde es wünschenswerth und Gebrauch, dass die zu anderen Zwecken ausgerüsteten wissenschaft- lichen Expeditionen auch gelegentlich auf diese Fragen ihre Aufmerksamkeit richteten, und es wurde manches erwünschte Ergebniss gewonnen. Als man nun aber daran ging, die verschiedenen Welttheile durch Meereskabel zu verbinden, da wurde die Tiefe der Meere und die Form des Meeresgrundes ein so wichtiges Moment, dass directe Untersuchungen zu diesem Zwecke un- abweislich wurden und praktischen Werth er- hielten. — Die einzelnen Stufen auf dieser Bahn lassen sich hier nicht aufzählen, aber einer Ex- pedition muss Erwähnung geschehen, weil sie als unmittelbarer Vorgänger und als die ^ er- anlassung zur Challenger-Expedition zu be- trachten ist. Es ist das die hauptsächlich zu Vermessungsarbeiten bestimmte Reise der Schiffe Porcupine und Shearwater während der Jahre 1869 bis 71. Der Porcupine wurde von Capt. Sh. Osborne, der Shearwater von Capt. George S. Nares befehligt; an Bord befanden sich die Naturforscher Dr. W. B. Carp enter, J. Gwyn Jeffreys und Prof. Wyville Thomson, Namen, denen wir zum Theil als fördernde und leitende bei der Challenger-Expedition an erster Stelle wieder begegnen werden. I »ie Schiffe erstreckten ihre Untersuchungen von den Faröern durch das östliche Atlantische Meer und die Strasse von Gibraltar in das Mittelmeer ; sie vermehrten unsere Kenntniss in allen die Seetiefen betreffen- den Fragen , bestätigten die schon früher er- kannte Unvollkommenheit und selbst Unbrauch- barkeit der bisher zu Tiefseeuntersucmrogen benutzten Instrumente und gaben Anlass , sie durch verbesserte zu ersetzen. — Nach der Rückkehr beantragte Dr. W. B. Caipenter bei der Englischen Regierung eine grossartige , ausschliesslich zur Untersuchung der Meerestiefen bestimmte Expedition, und diese bewilligte freigebig die dazu nöthigen Geldmittel. Eine auf eine Reihe von Jahren berechnete Reise um die Erde sollte die Tiefen aller Oceane untersuchen. 1 Hülfsmittel.) Eine Commission der London Royal Society (Circumnavigating Com- niittee) wurde bestellt, um eine Instruktion zu entwerfen, die wissenschaftliche Ausrüst- ung anzugeben und ihre Ausführung zu über- wachen. Der Challenger, eine Schrauben-Cor- vette der Englischen Marine von 1400 Tons, wurde dazu ausgewählt, und diese führte eine kleine Dampfpinasse an Bord, die an Küsten und in Hafen meistens ausgesetzt wurde , um Einzeluntersuchungen zu dienen. Die Dampf- maschinen beider Schule waren so eingerichtet, dass sie das Heraufbriugen der Lothe und Netze ausführten. ( Fortsetzung folgt i Internationaler Congress für prähisto- rische Anthropologie und Archäologie. Man schreibt der A. A. Z. aus Bonn unterm 7. Mai: ,,Der erste internationale Congress für prä- historische Anthropologie und Archäologie findet „vom 4. September bis zifm 11. desselben Monats „d. J., unter dem Protectorat des k. k. Erz- herzogs Joseph, in Budapest statt. Von dem „Präsidenten desselben, Franz Pulszky, Präsi- ,, deuten der philologischen Sektion und des „archäologischen Comite's der ungarischen Aka- demie, General-Inspektors der Museen und „Bibliotheken des Königreichs Ungarn und Prä- sidenten der Gesellschaft für schöne Künste in „Budapest, sind die Einladungen nebst Programm „an mehrere deutsche Gelehrten ergangen." Der Congress scheint indess besonders für franzö- sische Gelehrte berechnet zu fein, denn die Verhandlungen sollen, anstatt wie in Deutsch- land üblich, die verschiedenen Sprachen zuzu- lassen, in französischer Sprache geführt werden. Abgeschlnsneu den 31. Mai 1S76. Druck ^n E. niochmauD & Sohn in Dresi u NUNQUAM . — Ichthyo- logische Beitr. (II.I 58 p. (m. 1 Taf.). — Suess: D. Vulkan Venda b. Padua. 7 p. (m. 1 Taf.). — Toula: E. Kohlenkalk-Fauna v. d. Barents-Ins. 82p. (m. 6 Taf.). — v. Zepharovich: Mineral. Mit- theilgn. VI. 30 p. (m. 3 Taf.). — — Sitzgsber. 2. Abth. LXXT. Bd., Hft. I — V. Jg.l875.Nr.l — 5(m.l8Taf.u.l2Holzschn.). Buchner: Analyse d. Moritzquelle iu Sauer- hruun b. Rohitzsch. (i p. — Domalip: Ueb. eine Folgg. a. d. Analogie d Temp. u. d. Potentfunct. 7 p. — Dvofäk: Ueb. d. Schwinggn. d. Wassers in Röhren. 19 p. (m. 7 Holzschu.). — Exner: Ueb. d. Quetelet'sehen Interferenzstreifen. 10 p. (m. 1 Taf. u. 3 Holzschu.). — Ueb. d. galvanische Ausdehng. d. Metalldrähte. 30 p. (m. 2 Holzschn.). — Freund: Ueb. vermeintliches Vorkomm. v. Trimethylcarbinol unter d. Prod. d. alkohol. Gährg. u. eine vortheilh. Darstellgsw. dies. Alkohols. 13 p. — Fitz-Gerald Minarelli: Ueb. d. thermoel. Verb, einiger Met. b. Schmelzen u. Erstarren. 13 p. (1 Taf.). — Gott- lieb: Ueb. d. a. Citraconsäure entsteh. Triehlor- buttersäure. 23 p. — Grub er: Bahubest. d. Pla- neten (138) Tolosa nebst Ephemeriden f. d. Oppos. 1875. 30 p. — Hann: Unters, üb. d. Veräuderlichk. d. Tagestemp. 87 p. (m. 1 Taf.), — Hlasiwetz u. Habermann: Ueb. d. Arbutin. 10 p. — Ho- letschek: Ueb. d. Bahu d. Planeten (111) Ate. 32 p. — Bahnbest. d. Planeten (118) Peitho. 8 p. - Koutny: Ueb. d. Sätze v. Pascal u. Brianchun u. d. Constr. d. Kegelschnittslin. 14 p. (m. 1 Taf.). — v. Lang: Ueb. d. Abhängigk. d. Cireularpolaris. d. Quarzes v. d. Temp. 8 p. — Lieben: Synthese v. Alkoh. mitt. gechlorten Aethers (III. Abh.). 40 p. — Littrow. A. v.: Ueb. d. relat. Wärmeleitungs- fähigk. versch. Bodenart, u. d. betreff. Einfl. d. Wassers. 53 p. (m. 3 Taf.). — Morawski: Z. Kenntn. d. Oxycitraconsäure u. andrer Abkömmlinge d. Brenzcitronens. 38 p. — Niemtschik: Ueb. d. Constr. d. einander eingeschr. Lin. 2. Ordng. IS p. (m. 1 Taf.). — v. Obermayer: Ueb. d. Abhängigk. d. Reibgscoeff. d. atmosph. Luft v. d. Temp. 28 p. (m. lTaf.!. — v. Oppolzer: Beob. d. Venusdurchg. (8. Dec. 1874) in Jassy u. Bestimmg. d. geogr. Länge d. Beobachtgsortes. 6 p. — Pfaundler: Ueb. d. b. Mischen v. Schwefels, m. Wasser aultret. Wärm, u. Temp. in Zusammenh. m. d. Molecularw. u. Siede- punkten d. dabei entstand. Hydrate. 22 p. (m. 1 Tat'.). — Ueb. Kältemischgn. im Allgem. u. spec. üb. jene a. Schnee u. Schwefel. 30 p. - Pfaundler u. Schnegg: Ueb. d. Erstarrgstemp. d Schwefelsäure- hydrate u. d. Zusammeus. d. ausgesch. Krystallmass. nebst Erörtrg. d. erhalt. Resultate •)<) p. — Popper: Ueb. d. Quelle u. d. Betrag d dch. Luftballons ge- leist. Arbeit. 37 p. (m. 1 Taf.). — Puluj: Ueb. einen Sohulapparat z. Best. d. mechan. Wärmeäqiüv. 11 p. (m. 1 Tai.). — Puschl: Ueb. d. Volumver- änd. d. Kautschuks dch. d. Wärme. 4 p. — Ro- sicky: Ueb. d. Beuggsersch im Spectrum. 6 p. (m. 3 Holzschn.). — T scher mak: D. Bildg. d. Meteoriten u. d. Vulcanismus. 13 p. — Wassmuth: Ueb. eine Ableitg. d. Biot-Savart'sehen Gesetzes. 7 p. — Weyr: Ueb. P.aumeurven 4. Ordg. m. einem Cuspidalpunkte. 13 p. — Weiss: Beob. d. Venus- durchgs. (8. Dec. 1874) in Jassy u. Bestimmg. d. geogr. Br. d. Beobachtungsortes. 19 p. — Winkler: Integr. 2™ lin. Differentgln. 28 p. — Zeidler: Ueb. Anthracen u. s. Verh. geg. Jod u. Quecksilberoxyd. 5 p. — Zipernowszky: N. Constr. d. Perspectiv- Conturen f. Oberfl. 2. Ordng. 62 p. (3 Tat.). — Zulkowsky u. König: Ueb. d. Char. einiger un- geformter Fermente. 17 p. — — Sitzgsber. 3. Abth. LXXI.Bd., I. u. IL Hft. (m. 5 Taf. u. 3 Holzschn.) Wien 1875. 8». Brücke: Ueb. d. Wirkg. d. Muskelstromes auf einen seeundär. Stromkreis rc. 16 p. (m. 3 Holzschn.). - Flemmiug: Stud. in d. Entwickelgsgesch. d. Najaden. 132 p. fm. 4 Taf.i. - Rollett: Ueb. d. versch. Erregbark, functionell versch. Nervmuskel- appar. II. Abthlg. 48 p. (m. '1 Taf.). — — Denkschriften. 34. Bd. (m. 20 Taf.). Wien 1875. 4°. B i 1 1 u e r : D. Brachyuren d. Vieentinischen Ter- tiärgebirges. 44 p. (m. 5 Tat'.;. — Dienger: D. Laplace'sche Meth. d. Ausglchg. v. Beobfehl. b. zahl- reichen Beobachtgn. 42 p. — Ettinghauseu, Frh. v.: D. genet. Gliederg. d. Flora Australiens. 71 p. — Fritsch: Jährl. Periode d. Insekten-Fauna v. Oestr.-Uug. I. D. Fliegen (Diptera). 82 p. — Heller: Untersuchgn. üb. d. Tunicaten d. Adriat. Meeres. I. Abth. 20 p. (m. 6 Taf.). — II. Abth. 18 p. (m. 6 Tai'.). — K. Bayr. botan. Ges. Flora. Neue Reihe. 33. Jg. M. 9 Taf. Regensburg 1875. 8°. Arnold, F.: Liehenolog. Fragmente. XVIII. 5 p. (m. 1 Taf). — XIX. 15 p. — Die Lichenen d. fränk. Jura. 4 p. — Bö ekel er, 0.: Ein Beitr. z. Kenntn. d. Cyperaceeu-Flora Neuhollands. 21 p. — Diagnosen neuer Cyperaceen. 9 p. — Bemerkgn. üb. eine Anzahl d. bekannteren Carices, namentlich üb. abnorme Zust. einiger Art. 3 p. — Celakovsky, L.: 2 Fragen d. botan. Nomenclat. 14 p. — Ueb. d. „eingeschalteten" epipetalen Staubgefässkreis. 26 p. — Christ: N. u. bemerkensw. Rosenform. 18 p. — Dippel, L. : Einige weit. Bern. üb. d. Strukt. d. Zellhülle v. Pinus silvestris. 15 p. — Duby, J. E.: Diagnoses muscorum. 4 p. — Hildebrand, F. : Ueb. d. Jugendzustände solch. Pfl., welche im Alter v. vegetat. Charakt. ihrer Verw. abweichen. 18 p. (in. 2 Tat'.). — Kraus: Pflanzenphysiolog. Untersuchgn. 35 p- — Krempelhuber, A. v.: Rev. J. M. Cromie „On the Lichen-Gonidia Question". 26 p. (m. 1 Tat'.). - Löhr, J.: Gefässkryptogamen Deutschlands. 31 p. — Luerssen, Chr.: Gefäss- kryptogamen d. Hawai'schen Ins. 20p. — Müller, O: Manipulus muscorum novorum ex America sep- tent. 8 p. — Musci Novo-Granatenses. 18 p. — Müller, J.: Lichenologische Beitr. IV. 4 p. — Rnbiaceae brasilienses novae. 27 p. - Nylander, W. : Addeuda nova ad Lichenographiam europaeam. Continuatio XIX-XXm. 35 p. — Prantl, Dr. K.: Morpholog. Studien I. 6 p. — Sanio. C: Schluss zu d. Bemerkgn. Dippefs. 8 p. — Schumann, C: Ueb. d. Bewegg. in d. Zelle v. Closterium Lunula. 11 p. im. 1 Tat'.). — Schultz, F.: Beitr. z. Flora d. Pfalz. 21 p.— Thümen, F. v.: Fungi Austro- Africani. 2 p. — Uloth, W.: Ueb. Pflanzenschleim 91 u. seine Eutsthg. iu d. Samenepiderniis v. Plantago maritima u. Lepidium sativum. 16 p. (m. 1 Tai'.). — Vries, H. de: Ueb. d. üinfl. d. Rindendruckes a. d. anat. Bau d. Holzes. 5 p. — Wawra, H.: Beiträge z. Flora d. Hawai'schen Ins. 40 p. — Wiesuer.J.: Bern üb. ration. u. irrat. Divergenzen, 8 p. — Winter, G.: Z.Anatomie einiger Krusten- fleeliteu. 10 p. (m. 2 Tat'.). — Istituto Veneto di Sc, Lett. ed Arti. Memorie. Vol. XIIX. Pt. II u. III (m. 25 Taf.). Venezia 1874 u. 75. 4°. Enth. folgende naturwissensch. Abhandlungen: Bizio. Gi.: Intorno alle Sofisticazioni della farina di frumento. 12 p. — Pazienti, Ant.: Consid. termodinamiche int. alle correnti terinoelettriche. 8p. — Sandri, Giul.: Protorganismi, ehe appaiono dopo morte, non provanociö che avvenga darante la vita. 14 p. — Turazza, D.: Equilibrio di un' asta parallelepipeda rettaugolare. 20 p. — Dei sistemi di rette conjugate, eosi che lungo le stesse si possa t'ar agire un sistema di due force equi- pollente ad un sistema qualunque di force date. 8 p. — Veludo, Gio.: La spada di Constantino Paleo- logo, ult. imper. di Constantinopoli. 10 p. — Vi- siani: Di alc. gen. di piante fossili. 9p. (con8 tav.). — Zanardini, G. : Scelta di fiae nuove o piü rare dei mari Mediter. etAdria. fi'gurate descr. ed illust. 34 p. (con S tav.). — De Zigno, A.: Annot. pe- leont. Pesci foss. nuovi dei calcare eoceno dei monti Bolea e Postale. 16 p. (con 3 tav.). — Sirenii foss. trovati nel veneto. 31p. (con 3 tav.). — Ziolotto: Del nuovo Morocomio femminile centrale di s. Cle- mente, e dei suo primo resoconto statistico. 6 p. K. Ges. d. Wiss. z. Göttingen. Abhandlgn. 20. Bd. 1875. M. 1 Taf. Göttingen 1875. 4°. Marx, K. F. H.: Z. Auerkenng. d. braven Arztes Dr. Daniel Ludwig, des Reformators d. Phar- macie. 32 p. — Z. Anerkenng. d. Arztes u. Schul- mannes Dr. Georg Henisch. 39 p. — Riecke, Ed.: Leb. d. elektrischen Elementargesetze. 35 p. — Nachrichten a. d. J. 1875. Boy es, F.: Vorl. Mitthlg. üb. Xilidinverbindgu. 2 p. - Faä de Bruno: Tables des fonctions sy- metrics de poids XI. 2 p. — Burghard: Ueb. Bibrombeuzesäuren. 9 p. — Conwentz, H.: Beitr. z. Kenntn. d. Stammscelets einheim. Farne. 10 p. — Drude, 0.: Ueb. Asa Gray's Gruppe d. Dia- pensiaceen. 5 p. — u. Wendeland, H.: Ueb. Grisebachia, ein neues Palmengenus a. d. Gruppe d. Areciuen. 6 p.— E bell, Dr. P.: Ueb.Mononitrobenzo- naphtylamide u. Dinitrobeuzonaphtylamid u. Ab- kömmlinge. 8 p. — Ennepor, A.: Bern. üb. d. Biegg. eingr. ~b lachen. 33 p. — Fromme, C: Unters, üb. d. Magnetismus v. Stahlstäben. 11 p. — N. üb. d. Max. d. temp. Magnetism. b. weichen Eisen. 2 p. — Fuchs, L.: Ueb. d. lin. Differ.- Gleichgn. 2. Ordng. rc. 13 p. — Berichtigg. dazu. 2 p. — Glassner, H.: Ueb. JodsuLütoluol. 5 p. — Heule, J.: Ueb. Linsentasern. 2 p. — Hini- stedt, Fr.: Ueb. d. Schwinggn. eines Magn. unt. d. dämpf. Einfi. einer Kupferkugel. 17 p. — Hintz- mann: Trenng. d. Para- u. Ortho-Brombenzoesäure. 1 p. — Hübner. Et: Mittheilgu. a. d. Univers.- Laborat. — Bemerkg. zu d. Abhaudlg. v. Limpricht u. Pagel: Ber. d. deutsch, ehem. G. zu Berlin 1874. 10 p. — u. Wiesinger, H.: Ueb. d. Wirkg. einer schwachen Säure a. d. Salz einer stärk. Säure. 8 p. — Zwei Nitroxalicylsäuren u. ihre Verwendg. z. Best, d. Natur d. Wasserstoffatome in Benzol. 15 p. — Husemann, Th.: Ueb. d. Kabuteau'sehe Gesetz d. toxischen Wirkg. d. Eiern, u. d. Act. d. Lithiums. 4 p. — N. üb. d. Wirkg. der Phenole, insonderheit d Thymols. 10 p. — Kohlrausch. F.: Ueb. d. elast. Nachwirkg. 9 p. — Königsberger, L.: Beziebgn. zw. d. Periodicitätsmoduleu 2er hyper- elliptischer Integrale. 6 p. — Lang, H. 0.: Vulcau. Asche v. Turrialba (Costarica). 14 p. — Ludwig, Hubert: Ueb. d. Rötteken'sche Auge der Actinien. 9 p. — Marmä, W.: Vergleich. Vers. üb. d. gift. Wirkg. d. arsenigen Säure u. d. Arsen-Säure. 1 1 p. — Merkel, Fr. : Ueb. d. Endigimg d. sens. Nerveu in d. Haut. 5 p. — Mittag-Leffler, G.: Bew. f. einen Cauchy'schen Satz. 9 p. - Reinke, Job.: Ueb. Fucus vesiculoms. 12 p. — Riecke, E.: Mitthlg. einer von H. C. Schrader ausgeführten Be- stimmg. d. spec. Leistgswiderst. d. Gaskohle. 2 pj — Schubert, Herrn.: D. 13 Ausartgn. u. d. Fun- damental, d. eben. Curven 3. Ordng. m. Spitze. 28 p. — Taylor, A. J.: Ueb. Nitro- n. Amido- phenyl- u. toluyl-succinimid. 2 p. — Tonelli, Alb.: Z. Lehre v. Zusammenhang. 3 p. — Ueb. d. Potenzialfunct. in einem mehrfach ausgedehnten Räume. 31 p. — Voss,A.: Ueb. eine Fuudamental- aufgabe d. Plücker'schen Geometrie. 22 p. - Wöhler, Fr.: Ueb. d. Pachnolith v. Grönland. 3 p. Musöum d'Histoire naturelle, Paris. Nou- velles Archives. T. X, Fase. 1 — 4. Paris 1873—74. Memoires: Decaisue.M.J.: Memoiress.lafam. des Pomaces. 79 p. (8 Taf.). — Fischer: Rech. s. 1. Actinies d. cötes Ocean. de France. 51p. — Hamy, E. F.: Documenta p. serv. ä l'Anthropologie de l'ile de Timor. 24 p. (1 Taf.). — Milne Edwards: Rech. s. la Faune carcinolog. de la N.-Caledonie (3e partie). 20 p. (2 Taf.). — Poisson, 3.: R. s. 1. Casuarina et en partie. s. ceux de la N.-Caledonie. 50 p. (4 Tat'.). - Sauvage, H. E.: Rev. d. esp. du groupe des Epinoche. 33 p. (I PL). — Bulle- tins: David, A.: Journ. d'un Voy. d. le centre de la Chine (3<" partie). 82 p. -- Deshayes. G. P.: Descr. d. ququ. especes de Mollusques uouv. de la Chine. 17 p. (1 Taf.). - Deshayes et Jullien: Mem. s. 1. Mollusques n. du Cambodge. 48 p. (4 Taf.). — Gervaix, P.: Disc. pron. aux funerailles de Louis Rousseau. 4 p. — Milne-Edwards: N. s. le Potto de Bosman. 4 p. (2 Taf). — Oustalet: Descr. d'une n. esp. de Breve. 5 p. (1 Taf.). Neue Zoolog. Ges. in Frankfurt. D. Zool. Garten. XVI. Jg. 1875. Nr. 7—12. Bruhin, A.: D.Vögel v. New-Coeln im Staate v. Wisconsin. 16 p. — Brüggemann. F.: Cygnus immutubüis, eine Variet. d. Höckerschwans. 4 p. — Bück, E.: D. Zucht junger Stichlinge im Süssw- Aquarium. 2 p. — Ein selbstarbeitender Heber f. d. Kelchaquarien. — Fischer, J. v.: D. Fische d. Petersburger Gouvernements u. ihre Bedeutg. f. d. Volk. 10 p. — Behandig., Pflege u. Heiig. d. am 12* 92 trockn. Brande erkrankten Makaken. 10 p. — Knoekenbrückigkeit b. einer FekUerche. 3 p. — D. Monax (Arctomys monax Gmel.) in d. Gefangensch. 8 p. — Glaser. L.: Ueb. d. Ernährg. manch. Raupen u. Insecten überhaupt v. mehrf. Nahrgspfl. 3 p. — Hesselink. H.: Eine weisse Rauchschwalbe (Hi- rundo rustiea). 2 p. — Homeyer, E. F. v. : D. Rosenstaar (Pastor roseus). 2 p. — Jacke I.A. J. : Beitr. z. Kenntn. d. geogr. Verbreitg. d. Zwergtrappe Otistetrax. 2 p. — Krieger, 0. v.: Beitr. z. Natur- gesch. d. Baummarders u. üb. d. Nutzen od. Schaden d. Rehes, d. Marders u. Fuchses. 16 p. — Martens, Dr. E. v.: Verschiedenk. d. Weibchen b. d. Hoko- hühn. 10 p. — Mettenheimer, C: Section eines 17 J. alten Hänflings. S p. — Müller, F.: Poey's Beob. üb. d. Naturgesck. d. Honigbiene v. Cuba (Melipona fuhipes Guer.). 8 p. — Nöll: D. zool. Stat. in Neapel. 10 p. — Ein lebend. Gorilla in Europa. 2 p. — Roretz, A. v.: D. Japanes. Eich- hörnchen Pteromys leucogenys. 2 p. — Schacht, H. : D. Fang eines Rebhahns. 2 p. — Schmidt, Max: Direktions-Ber. üb. d. zool. Garten zu Frank- furt a. M. 5 p.— Schöpff, A.: Ber. üb. d. zool. Garten in Dresden. 6 p. — Spengel, Dr. J. W. : D.Durchlüftgsappar. f. Zimmeraquarien. — Stricker: Sprachwissensch. u. Naturwisseusch. 3p. — Thiene- mann, W. : Weitere Beob. üb. d. neuen Brutvogel Thüringens, d. Zwergtrappe (Otis tetrax). 7 p. — Tschudi-Schmidhofen. V. Ritter v.: D. Vögel Salzburgs. 23 p. — Wahlgren, Fr.: Beitr. z. Pathologie d. wild. Thiere. 8 p. — Zipperlen, Dr. A.: D. zool. Garten in Cincinnati. 3 p. — Naturw. Ges. in Chemnitz. V. Ber. Chem- nitz 1875. 8". M. 1 Taf. Haupt, A.: D. Grotte v. Mosummano. 9 p. — Zetsche, Ed.: D. Börsentelegraph v. Otto Schäffler iu Wien. 9 p. (1 Taf.). — Sterzel, J. T.: D. foss. Pflanzen d. Rothliegenden. 173 p. — Siegert, Th. : Ueb. einen Bohrversuch auf Steinkohlen in Chemnitz. 7 p. — Hännsel, W. : Wittergsbeob. a. d. J. 1873 —74. 16 p. — — Kramer , Fr. : D. Phanerogamen-Flora v. Chemnitz u. Umgegend. Chemnitz 1875. 4°. 38 p. (1 Karte). K. Ungar. Geol. Anstalt. Mitthlgn. a. d. Jahrbuch. IV. Bd., 2. Hft. Budapest 1876. 8°. Roth. S.: D. erupt. Gest. d. Fazekasboda- Morägyer Gebirgszuges. 28 p. — Evkönivet. IV. Kötet, LTI. Fuzet. Buda- pest 1876. 8°. Soc. Imp. d. Naturalistes de Moscou. Bull. Tome XLIX. Jg. 1875. Nr. 4 (1 PI. et 1 Portr.). Moscou 1876. 8°. Berg. C: Patagonische Lepidopteren, beob. auf einer Reise im Jahre 1874. 57 p. Bunge, AI. : Ungernia Amaryllidearum novum geuus. 4 p. — Hermann, R. , Unters, üb. d. Zusammens. v. She- pard's Hermannolith. 12 p. — Weschniakof. T.: Fischer de Waldheira. Alexandre Grigorievitsch. Notice biographique. 11 p. — JIK0B.3EBA, B.: Hemiptera heteroptera. 33 p. (m. 1 Taf.). Minist. -Comm. z. Unters, d. deutsch. Meere in Kiel. Ergebu. d. Beob.-Stat. a. d. deutsch. Küsten. Hft. 6 u. 7. 1875. Berlin 1876. 4<>. Kais. Admir. Ann. d. Hydrogr. u. marit. Meteorol. 4. Jg. 1876. 4. Hft. (3 Kart., 1 Tab.V Berlin 1876. 4°. Schleinitz, Cap. z. S., Frhr. v.: D. Exped. S. M. S. Gazelle IX. 1) Reise S. M. S. Gazelle, C'apit. z. See Frhr. v. Schleinitz. von Brisbane üb. Auckland auf Neu-Seeland, die Fiji- u. Samoa-Ins., dch. d. Magellans-Strasse bis Montevideo. 2) Tief- seeforschungen im Indischen Archipel und im Stillen Oceau. 10p. (lTaf.).- Monts, Graf v.: A. d.Rber. S. M. S. Vineta. Reise v. Rio de Janeiro üb. Monte- video n. Punta Arenas in d. Magellan-Str. 2 p. — Donner, Corv.-Cap.: A. d. Rber. S. M. S. Victoria. — Bemerkgn. üb. einige Häfen d. Ins. Haiti u. hy- drogr. Beob. währ. d. Reisen zw. St. Thomas u. Haiti u. zw. St. Thomas u. La Guayra in Venezuela. 3 p. — Zirzow: A. d. Rber. S. M. S. Medusa: Wind u. Wetter währ. d. Reise v. Santos üb. Bar- bados n. Lissabon, Dec. 1875 — Febr. 1S76. 2 p. — Sattig, Corv.-Cap.: A. d. Rber. S. M. Kbt. ..Nau- tilus"': Schnelle Reise v. Santander n. Kiel. 1 p. — Reiche, Capt.-Lieut. v. : A. d. Rber. S. M. Kbt. Cyclop: 1) Bemerkgn. üb. Foochow u. d. Pagoda- Rhede am Flusse Min. — 2) Reise v. Pagoila n. Shanghai. 4 p. — Windverh. auf einer Reise v. Hongkong nach Guayaquil (Ecuador) im Jahre 1874. 3 p. — Unterseh. bei d. im Meerbusen v. Bengalen währ. d. Mon. Oct. — Nov. u. April — Mai vorkomm. Cyclonen. 2 p. — Die Cyclonen im Bengal. Meer- busen im Mai u. Oct. 1874 u. Oct. 1872. 4 p. — Ueb. einige Cyclonen in d. Süd-Indischen Ocean in d. J. 1871 — 18,"G. 4 p.— Eylert, H.: Ueb. d. Best. d. Excentricitätsfehlers b. Sextanten. p. — K. Pr. Akad. d. W. Monatsber. Febr. 1876. M. 4 Taf. Berlin 1876. 8°. Hof mann: Ueb. d. Länge d. Funken einer Batterie v. 600—1200—1800 u. 2400 Chlorsilherstab- Elementeu. •! ;i. — Peters: Ueb. d. v. H. Prof. Dr. R. Buchholz in West-Afrika gesammelten Am- phibien. 6 p. (m. 1 Taf.). — v. Rath: D. Zwillgs- verwachs d. triclinen Feldspathe n. d. sog. Periklin- Gesetz. 27 p. (m. 1 Taf.). — Siemens": Ueb. die Abhängigkeit d. elektr. Leitgsfähigk. d. Selens v. Warme u. Licht. 21 p. (2 Taf.). — Wernicke: Ueb. d. Best. d. Constanten f. d. Absorpt. d. Lichtes im metall. Silber. 19p. — Zincken, gen. Sommer: Ueb. d. genaue Darstellg. d. Brechg. eines Strahls d. ein Linsensystem. 5 p — Naturfor sehender Verein in Brunn. Katalog d. Bibliothek, abgeschl. im Sept. 1874. Brunn 1874. 8°. — Verhandln. XIII. Bd. 1874. M. 1 Taf. Iva m m el , C.v.jun. : Result. Gjähr.Beob. üb.Boden- temp. in versch. Tiefen. 10 p. — Makowsky, A. : Ueb. eine neue foss. Gasteropode. Pterocera gigantea. 2 p. (m. 1 Taf.). - Niessl. G. v.: Ueb. d. Bahn d. am 10. April 1874 in Böhmen u. d. angrenz. Ländern beob. Meteors. S p. ■ — Reitter. Edm.: Rev. d. Gattg. Trogostta Oliv. (Temnochüa Westw.). 93 42 p. — 2t« Nachtr. z. Käferfauna v. Mähren u. Schlesien. 8 p. — Darstellg. d. m. Epuraea ver- wandten Gattgn. 12 p. Im. 1 Tat'.,. — D. Süd- u. Mittel-Amerik. Art. d. Gattg. Tenebrioides Pill, et Mittp. 14 p. — Besehreibg. neuer Nüidulitae. 23 p. — Schoen, .1. G.: Uebers. d. Meteor-Beob. a. Mähren u. Schlesien im J. 1874. 2G p. - Weise, J. : Entwickelgsgesch. v. Zdxus sanguineus Rossi. 3 p.— Uebers. d. phänolog. Beobacht. imJ. 1874. 12 p. Naturforsch. Ges. in Danzig. Schriften. III. Bd., 4. Hft. Danzig 1875. Abegg: Ueb. Rettgsmittel b. Verhlutgsgefahr. 10p.— Kayser, E.: Akustische Studien am Kla- vier. l.Alith. 1, ].. |l Taf.). — Kasiski: Ber. üb. d. im J. \brd. Frh. v.: Ueb. d. Einfluss d. verticalen Gliederg. d. Erdoberfl. auf menschl. An- siedelgn. 27 p. — Andree, Rieh.: Tagwählerei, Ansang u. Schicksalsvögel in d. Völkerkunde. 12 p. — "Brauer u. Dolesch: Heidn. Begräbnissstätten b. Hostau u. Bischofteinitz in Böhmen. 8 p.— WoldHch, J.: Urgeschichtl. Notizen aus Dalmatien. 6 p.- Ges. z. Beförderg. d. ges. Naturw. zu Mar- burg. Schritten. Bd. 10. 12. Abliandlg. Cassel 1874. 8°. Hess. Dr. Edm.: Ueb. gleicheckige u. gleich- kantige Polygone. 122 p. (10 Tat. ). — — Supplement, Heft I, z. Bd. 10. Cassel 1875. 4». Do hm: Ueb. d. F^utwickelg. d. Hymens. 8 p. (10 Taf.). - — Sitzgsber. Jg. 1874. Marburg s. a. — Jg. 1875. Marburg s. a. Benecke: D. Beschaffenheit d. Knochen b. einzelnen chron. Krankhtszust. 7 p. — Falck. Dr. F. A.: Ueb. d. Stoffwechsel d. hungernden Hundes. 8 p. — Ferber, Ad.: Experimentelle Unters, üb. pleuritische Exsudate. 10 p. — Gre ett , R. : Ueb. d. Augen, insbes. die Retina d. Alciopiden. 22 p. (m. 2 Tat'.). — Hess, Dr. Edm.: Ueb. zwei Erweiterungen d. Begriffs d. regelm. Körper. 20 p. — v. Konen: Ueb. einige geol. Vorkommen d. Um- gebg. Marburgs. 4 p. — Külz: Ueb. eine Versuchs- form Schiffs, welche d. Resorpt. d. Gallensäuren erweisen soll. 3 p. — Ueb. d. schwefelhalt. Körp. d. Harns. 4 p. — Ueb. d. Auftreten v. Inosit im Harn gesunder Individ. 5 p. — Lieberkühn: D. Keimblase d. Säugeth. 6 p— Schmidt, H.: Mit- theilgn. üb. d. Farbe d. Macula lutea im Auge d. Menschen. 5 p. — Schul in, Dr. K.: Ueb. d. Wachs- thum d. Röhrenknochen. 23 p. — Hoppe, Dr, J.: D. Entdecken u. Finden. 97 p. Freiburg 1870. 8°. — Hallucination u. Illusionen. 54 p. Basel 1871. 8°. — Einige Aufklärg. üb. d. Hellsehen d. Unbewussten im menschl. Denken. S.-A a. Betz's Memorabilien. 69 p. Freiburg i. Breisgau 1872. 8». — Die Constr. eines Ganzen aus einem geg. Thle. desselben. S.-A. a. d. Intern, homöopath. Presse. 29 p. Leipzig 1872. 8°. — D.stereoscop. Sehen. 89 p. Basel 1873.8°. — D. Hinabstürzen b. starrem Blick in d. Tiefe. 25 p. Basel 1874. 8°. — D. Anwandig. z. unerlaubten Handlgn. 24 p. S.-A. a. d. Memorabilien. Basel 1873.8", Minist. Kommiss. z. Unters, d. Deutsch. Meere. Ergebn.d.Beobachtgsstat. and. Deutsch. Küsten. Jg. 1875. Hft.8u.9. Berlin 1876. 4". Kais. Admir. Ann. d. Hydrogr. u. marit. Meteorol. Jg. IV. Hft, 5. Berlin 1876. 4°. Harcus, W. : South Australia, its History, Resources a. Productions. 311 p. (1 Tab.). Adelaide 1876. 8». Giles, E : South Australia, Explorations. 1875. 16 p. (1 Kartej. Adelaide s. a. 4°. K. Preuss. Akad. d. W. zu Berlin. Monats- ber. März 1876. M. o Taf. Berlin 1876. 8°. Helmholtz: Ber . betr. Versuche üb. d. elektro- magnet. Wirkg. elektr. Convection, ausgef. v. H. A. Rowland. 5 \>. — Ber. üb. Vers. d. Hrn. Dr. E. Root aus Boston, d. Durchdringg. d. Platina m. elektrolytischen Gasen betr. :"> p. — Peters: Ueb. ein neues Argali-Schaf, Ovis jubata, a. d. östl. Thle. d. Mongolei. 12 p. (4 Taf. |. — Ueb. Vantodon Buch- holzi. p. (1 Tat'.).— Websky: Ueb. Isomorphie u. ehem. Constit. v. Lievrit. Humit u. Choudrodit. 10 p. K. K. zool.-bot. Gesellsch. in Wien. Ver- handlungen. Jg. 1875. 25. Bd. (16 Taf.). Wien 1876. 8°. Äusserer, Dr. Ant.: Zweiter Beitr. z. Kenntn. d.Araehnidenfam. d. Territelariae Thoreil (Jhjgalidae autor). 72 p. (ü Taf.'. Arnold. F.: Licheno- logische Ausflüge in Tyrol. i.4 p. — Bergh, Dr. 103 R.: Beitr. z. Kenntn. d. Aeolidiaden. 26 p. (3 Taf.). — Nene Beitr. z. Kenntn. d. Phyllidiaden. 16 p. (1 Taf'.)- — Borbas. Dr. V. de: Symbolae ad pteridographiam et Characeas Hungariae praecipue Banatus. 16 p — Brauer, Dr. Fr.: Beschr. n. u. uDgen. bek. Phryganiden u. Oestriden. 10 p. (1 Taf. . Brüh in, Tb. A. : Sechsjähr. Beob. üb. d. ersten Erscheingn. im Tbier- u. Pttanzenleb. New-Cölns b. Milwaukee. 8 p. — Claus, Dr. C: Ueb. d. Struct. d. Muskelzellen u. üb. d. Körperbau v. Mnestra par asites Krobn. 4 p. (,1 Taf.). — Dalberg, Fried. Frb. v.: Beitr. z. ornitholog. Fauna Mäbrens. 6 p. — Grzegorzek, Dr. A.: Neue I'ilzmücken a. d. Sandezer Gegend 8 p. — Hazslinsky. Fr. A. : Beitr z. Kenntn. d. ungar. Pilz-Flora. III. Fungi hypogaei. 6 p. (1 Taf.i. — Haim hoffen, G. Ritter v.: Beob. üb. d. Blattgalle u. deren Erzeuger auf Vitis vinifera L. »p. — Hibsch, J. E.: Salix babylonica L., androgyna et masGulma in Oester- reicb. 4 p. — Hoffmann, Dr. H.: Ueb. therm. Constanten u. Accomodation. 30 p. - Jeitteles, L. H. : Ueb. d. Vorkommen kurzohriger Wühlmäuse bei Wien. 8 p. — Juratzka, J.: Muscorum spec. nov. 2 p. — Kuhn, M.: Bern. üb. einige Farne d. Ins. Celebes 10 p. -- Low, Dr. Fr.: Ueb. n. u. einige ungen. gek. Cecidomyiden d. Wiener Gegd. 20 p. 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Die Erfolge der Challenger- Expedition haben die hochgespannten Erwar- tungen weit übertroffen, und um so weniger wird es möglich sein, auch nur die bekannt gewordenen vollständig aufzuzählen. — Auf der ganzen Reise sind, wo es Wind und Wetter nur irgend gestatteten, Tiefseeuntersuchuugen vorgenommen worden , die sich ausser auf die Tiefe des Meeres auf die Gestaltung des Meeres- bodens und dessen Bestandteile, auf die Tem- peratur des Wassers in den verschiedeneu Tiefen, auf seine Zusammensetzung, auf die Strömungen und auf das organische Leben in den verschie- denen Schichten erstreckten. — Orte , an welchen solche Untersuchungen angestellt wurden und die man möglichst genau zu bestimmen suchte, nannte man Stationen und zählte sie. — Bis zur Ankunft in Valparaiso wurden etwa 300 solcher Stationen aufgezählt. (Die Tiefe des Meeres.) DieVermuthung, dass sich die grössten Tiefen annähernd eben so weit unter die Oberfläche des Meeres herab- senkeu möchten, als sich die höchsten Berges- gipfel über dieselbe erheben, ist einigermaassen bestätigt worden. Die grösste gemessene Tiefe beträgt etwas über eine deutsche Meile, 4450 oder nach Anderen 4575 engl. Faden, ein Unterschied, der an sich unerheblich, dadurch ganz hinfällig wird, dass es nur in den selten- sten Fällen möglich wird, das Schiff genau über dem Punkte zu erhalten, wo das Loth den Boden erreicht — Aus demselben Grunde und bei den noch grösseren Wirkungen von Strömungen werden noch höhere Angaben, wie sie z. B. die Officiere des Amerikanischen Schiffes Tuscorara ander Ostküste Japans mit unvoll- kommeneren Apparaten gefunden haben wollen (4643 — 4655 Faden), ohne auch nur den Grund zu erreichen, auf sich beruhen müssen, bis sie eine Bestätigung erhalten. — Aber Tiefen über 3000 Faden sind selten ; zähle ich recht, so hat der Challenger deren nur 5 gefunden (zwei, 3000 Faden kaum über- steigende, auf der Fahrt von Teneriffa nach S. Thomas im östlichen und westlichen Theile des Atlantischen Meeres, eine tiefere [3875 F.J nördlich von der westindischen Insel St. Thomas, die tiefste zwischen den Carolinen und Marianen und an einigen Stellen im nördlichen Stillen Meere unter 34— 38" N. B. und 144 0.— 156 W. L.). Als eine dieser grossen Tiefen ziem- lich nahe bei den Westindischen Inseln gefunden wurde, erregte sie die Vermuthung, dass sie als eine entsprechende Senkung mit der Hebung jener Inseln in Verbindung stände. Wäre das 105 im Allgemeinen der Fall , so müssten sich die grössten Tiefen längs der amerikanischen West- küste finden , denn nirgends sonst haben sich so gewaltige Gebirgsmassen so nahe dem Meere aufgehäuft. — Aber die bisherigen Tiefsee- messuugen an jenen Küsten scheinen dies nicht zu bestätigen und die anderen grossen Tiefen sind auch lern von jedem Lande, das eine solche Wirkung äussern könnte, gefunden worden. — Tiefen von zwischen 2 und 3000 Faden sind dagegen so häufig, dass man sie als die normale Tiefe des Weltmeeres , wenigstens innerhalb der wärmeren Breiten, betrachten könnte , während die Polarmeere sich abzu- flachen scheinen. Die Tiefen des Atlantischen Meeres kennen wir nunmehr genügend, um den Versuch zu rechtfertigen, sie auf Karten anzu- geben, wie sie sich im 19. und 20. Bande von Petermann's Mittheilungen bereits finden ; man hat es indess auch schon versucht, nach un- gleich unvollständigeren *Erfahrungen eine ähn- liche Karte für alle Meere zu geben. Für das Stille Meer sei erwähnt, dass Prof. Thomson die mittlere Tiefe zwischen Jajjan und den Sand- w ichs-Jnsthi. auf 2850 Faden, die zwischen den Sandwichs-Inseln und Tahiti auf 2600 Faden und die zwischen Tahiti und Valparaiso auf 2139 Faden angiebt. Aber auch in den von Landmassen näher begrenzten Meeren finden sich ähnliche Tiefen, so zwischen Neuholland und Neuseeland bis 2600 Faden; im sogenannten Korallenmeer zwischen den Neuen Hebriden, Salomons-Inseln , Neu-Caledonien , Nenholland und Neu-Guinea, östlich von der Torresstrasse bis 2650 Faden, während die Arafura-See west- lich von dieser Strasse ebenso flach ist, wie das Meer zwischen den grossen Molukken. Aber andere noch enger umschlossene Meertheile bieten wieder die normale Weltmeertiefe, so die Banda-See bis 2800, die Celebes-See bis 2600 und die Mindoro-See bis 2550 Faden. Dies Verhalten gab wegen der abweichenden Wasser- wärme zu wichtigen Folgerungen Anlass. — (Die Form des Meeresbodens.) So Leop. XII. weit sich aus den im Verhältnisse zu den ge- waltigen Ausdehnungen doch nur sparsamen Sondirungen schliessen lässt, bildet der Meeres- grund weite, sich nur allmälig hebende und senkende Flächen und selbst grosse Ebenen, indem die Tiefe auf weite Entfernungen hin nahezu gleich blieb. Die Ursachen, welche in gebirgigen Theilen der Erdoberfläche einen steten Wechsel von Berg und Thal erzeugen, die Regengüsse und der schmelzende Schnee fallen dort freilich weg und die auch in der Tiefe vorhandenen, aber, wie es scheint, nicht sehr heftigen Strönpn-g^n scheinen mehr eine aus- gleichende Wirkung zu haben. — Zeigt sich doch auch auf der Erdoberfläche die Menge des fallenden Regens sehr deutlich an den Berg- formen | und vielleicht nirgends deutlicher als an einigen Theilen der Anden. Während sicli nämlich in den Breiten, an denen an der West- seite derselben jetzt kern Regen fällt (früher ist dies freilich, wie z. B. die Ufer des kleinen Chacanciflusses zeigen, anders gewesen), diese so mizerrissen und oft allmälig erheben , dass man ohne gebahnten Weg fast mit einem Wagen heranführen könnte, sind sie an der Ostseite. an der die auch über das Land gehenden Pas- sate gewaltige Regenmassen niederschlagen, so zerrissen, dass der Reiter und oft selbst der Fussgänger Mühe hat, durchzukommen, und das ist ja eben der Grund, warum der von der Höhe der Anden zum Stillen Meere herab- steigende Luftstrom , der sich dabei zugleich erwärmt, nicht nur kein Wasser mehr abzu- geben vermag, sondern jede Feuchtigkeit so begierig aufsaugt, dass die Leichen der Menschen und Thiere ungeachtet der hohen Temperatur nicht faulen , sondern schnell vertrocknen. — Diese verhältnissmässig grosse Ebenheit des Meeresgrundes schliesst nun aber nicht aus, dass sich an einzelnen Stellen Inseln, und wie es scheint, hauptsächlich vulkanische Inseln, aus demselben sein- steil erheben. Ein Beispiel davon geben namentlich die Bermuda -Inseln, welche ringsum in geringer Entfernung von 14 106 normalen Weltmeertiefen umgeben sind. — Ueberdies finden sich auch Bergzügen ver- gleichbare, langgestreckte Erhebungen, wie z. B. jener vielbesprochene unterseeische Gebirgszug, der sich von Norden nach Süden im Atlantischen Meere zwischen Amerika und der alten Welt bis über die Azoren hinaus erstreckt und jeder- seits einen tieferen Meeresarm hat, aber auf den Tiefseekarten noch sehr verschieden ge- zeichnet wird. Einen ähnlichen nehmen die Amerikaner auch zwischen der Westküste von Nordamerika und Asien an , den aber andere bezweifeln , und seine Form lässt sich noch weniger feststellen. — (Die Zusammensetzung des Meeres- grunde s.) — DieBestandtheile desMeeresgrundes hat man ungleich viel einförmiger gefunden, als man erwartete. — Nackte Felsen kommen im Ganzen selten und in grossen Tiefen wohl nie vor, und das scheint begreiflich, da sieh wohl überall, wo nicht steile Abfälle oder starke Strömungen es verhindern, Niederschläge aus den darüber- stehenden Wassermassen ablagern müssen. — Aber auch diese Ablagerungen, denn als solche dürfen wir die Grundproben der Regel nach wohl auffassen, zeigen keine so grossen Unter- schiede, wie man erwartete. Sowohl auf dem Schiffe wie daheim knüpften sich mancherlei Hypothesen und Annahmen an die Zusammen- setzung und Entstehung dieser Grundproben- arten. Namentlich suchte man jenen viel be- sprochenen Urschleim, den sog. Bathybius ; aber die Ansichten der Naturforscher des Challenger näherten sich mehr und mehr der des Che- mikers Mr. Buchanan, dass dies ein durch Spi- ritus aus dem Seewasser niedergeschlagenes amorphes, gelatinöses Kalksulphat sei. — Wohl alle Grundproben enthalten organische Bestand- theile und nach dem Vorwalten des einen oder anderen wurden sie bezeichnet, was indess schwerlich scharf gesonderte Abtheilungen geben kann. — Die häufigste Grundprobe von allen bildete 1 ) der rothe Thon (red c/ai/J, bald mehr, bald weniger roth gefärbt und häufig ins Graue übergehend fgrey cJayJ. Er fand sich fast regelmässig in Tiefen, die 2500 Faden über- steigen, und besteht fast ausschliesslich aus einem Silicate von rothem Eisenoxyd und Thon- erde von überaus feiner Vertheilung. So fein, dass , wenn man denselben , um etwaige darin enthaltene Organismen daraus zu scheiden, mit Wasser schlemmt, er Tage lang suspendirt bleibt und dem Wasser eine chokoladeartige Färbung giebt. Er enthält entweder gar keinen oder doch nur spurweise kohlensauren Kalk. — Kommt man von diesen grossen Tiefen auf weniger tiefe, bis etwa 2250 Faden, so fällt die Farbe mehr ins Graue und dies rührt da- her, weil er sich mit der nächsthäufigen Grund- probe, dem Globigerinaschlamm ( globigeriiin oozej, wie ihn die Naturforscher des Challenger nennen, mehr und mehr zu vermischen anfängt. 2) Der Globigerinaschlamm besteht haupt- sächlich aus den Kalksehaalen von Globigerinen und verwandten Polythalamiengeschlechtern in sehr verschiedener Erhaltung und enthält bis gegen 98 $ kohlensauren Kalk. Die Frage, ob dies nur die Schaalen abgestorbener Thiere aus den höheren Wasserschichten seien , in denen sie unzweifelhaft in grosser Menge leben, oder ob sie auch in den Tiefen leben könnten , in denen man sie abgelagert findet, ist vielfach bestritten worden und noch nicht ganz ent- schieden. Prof. W, Thomson, der früher das Letztere vertheidigte, hat sich dann für Ersteres erklärt. Indess Dr. W. Carpenter bemerkt mit Recht, dass beide Ansichten sich gar nicht ausschliessen, und ist der Meinung, dass beide zusammenwirken. — Auch Prof. Thomson scheint, wenn ich eine in Nature XII, p. 315 veröffent- lichte Mittheiluug des Prof. Huxley recht ver- stehe, schliesslich dieser Auffassung beizutreten. Zu erklären bleibt aber auf jeden Fall, wie es kommt, dass sich der Globigerina-Schlamm nur in bestimmten Tiefen, von 2250 Faden aufwärts, findet und nach Mr. John Murray's Ausspruch südlich von 50° S. Br. nicht vorkommt. Der 107 allniiilige Uebergang bei zunehmenden Tiefen vom Globigerina-Schlamm durch den grauen bis zum rothen (fast gänzlich kalklosen) Thon hat nun Prof. Thomson auf die Vermuthung ge- bracht , dass es in den grössten Tiefen ein Mittel gäbe, dem Boden den kohlensauren Kalk zu entziehen, denn es finden sich in dem rothen Thone nicht nur äusserst selten Polythalamien- schaalen. sondern auch keine von Conchylien, die in dem Globigerina-Schlamm häufig vor- kommen und bei dem allmäligen Uebergange durch den grauen Thon noch eher zu ver- schwinden scheinen als die Polythalamienschaalen. Wenn nun Mr. Buchanan den Globerina- Schlamm auswusch und durch schwache Säuren den Kalk auszog, blieb etwa 1 $■ eines röth- lichen Schlicks zurück, der aus Kieselerde, Thon- erde und rotheni Eisenoxyd (also den Bestand- theilen des rothen Thons) bestand. Dabei muss daran erinnert werden, dass Ehrenberg und andere in den Schaalen von Polythalamien nach deren Absterben Eisensilicatkugeln bis zur An- füllung der Kammern gefunden haben. Prof. W. Thomson nimmt nun nach einigen von Mr. Buchanan angestellten Versuchen an, dass das tiefe Meerwasser einen grösseren Gehalt an freier Kohlensäure besitze , welche die Kalk- schaalen aufzulösen vermöge und auch in höherem Grade aus geschmolzenem polaren Süsswasser- eise bestehe, dem man gleichfalls eine grössere kalklösende Kraft zuschreibt. Doch wird dieser Gegenstand wohl noch weiterer Untersuchungen bedürfen , und machte bereits Dr. Carpenter darauf aufmerksam, dass Mr. Sorby (Proc. R. S. Vol. XII, p. 538) gefunden habe, dass auch Wasser unter erhöhtem Drucke mehr kohlen- sauren Kalk aufzulösen vermöge. Zu bemerken ist noch , dass die Polytha- lamienschaalen bisweilen nicht schlammartig, sondern sandartig auftreten ; so erzählt Prof. Thomson, es seien nach dem Verlassen des Caps der guten Hoffnung am 17. und 18. Dec. 1873 in dem Bereiche des Agulhas-Stromes aus der Tiefe von 98 und 150 Faden Proben eines grünlichen Sandes heraufgebracht worden, die sich bei der mikroskopischen Untersuchung als fast ganz aus Polythalamienschaalen bestehend ergeben hätten. 3) Radiolarien-Schlaunn (rad/olarian oozej soll sich nach Mr. J. Murray nur im westlichen und mittleren Stillen Meere finden und wurde namentlich auch von dem tiefsten untersuchten Meeresgrunde (4450 F.) zwischen den Carolinen und Marianen heraufgebracht. Es ist indess zu bemerken, dass Kieselgebilde verschiedenen Ur- sprungs einzeln in allen Grundproben und auch im rothen Thon enthalten sind und dass, falls Prof. Thomson's Ansicht von der kalk- lösenden Kraft des tiefen Meereswassers richtig ist, es begreiflich wird, wenn die nicht gelösten Kieselpanzer sich an einzelnen günstigen Stellen der grössten Tiefen aHein anhäufen. — 4) Diatomeenschlamm fdiatomaceous oozej ist nur einige Mal und nur südlich vom 50.°S. Br. gefunden worden. Die Grundproben bildeten einen rahmfarbenen Teig, der beim Zusatz von Säuren kaum aufbrauste und getrocknet in ein weisses Pulver von äusserster Feinheit zerfiel, das sich unter dem Mikroskope fast nur aus Diatomeenschaalen zusammengesetzt zeigte, von denen manche zerbrochen, viele aber wunder- voll erhalten waren. Hat das Eiswasser der Pole, wie behauptet wird, gleichfalls eine grös- sere kalklösende Kraft, so würde sich diese selten auftretende Erscheinung ähnlich wie die des Radiolarienschlammes erklären und es bliebe nur zu erforschen, warum sich hier vorwaltend Diatomeen anhäufen , worüber ich keine Ver- muthung ausgesprochen finde. 5) Strandablagerungen. Diese zerfallen je nach der Zusammensetzung des Landes und der Einwirkung von Flussablagerungen in verschie- dene Arten. — a. Blauer und grüner Schlick findet sich fast überall in der Nähe der Küsten der Con- tinente und Inseln. (Die Färbung rührt wohl von in der Zersetzung begriffenen organischen Stoffen her.) 14* 108 b. Grauer Schlick und Sand meistens in der Nähe von vulkanischen Inseln. c. Kother Schlick wurde an der Ostküste von Amerika gefunden. d. Korallschlick in der Nähe von Korall- riffen und niedrigen Inseln. Zu erwähnen ist noch, dass in dem Bereiche, wo Eisflächen und Eisberge treiben, häufig von diesen fortgeführte Bruchstücke des Landes ge- funden werden, von dem sie stammen. Die Naturforscher des Challenger konnten indess auf der Oberfläche der Eisberge, denen sie be- gegneten, nie solche Bruchstücke bemerken. — Um einen Begriff zu geben, wie sich diese verschiedenen Grundablagerungen in dem Welt- meere vertheilen, sei noch erwähnt, dass der Challenger auf seiner 2700 Meilen langen Fahrt von Teneriffa bis zur - Sombrero-Insel (in der Nähe von St. Thomas) nur auf 80 Meilen Strandablagerungen (5), auf 720 Meilen Globi- gerina-Schlamm (2) und auf 1900 Meilen rothen Thon (1) fand. — Nummer 3 und 4 fanden sich daher hier gar nicht und sie bilden auch, wie schon oben erwähnt , nur seltenere Vor- kommnisse. An diese 5 Arten von Grundbestandteilen reihen sich indess noch einige andere theils nur einmal , theils nicht so massenhaft gefun- dene, dass sie dem Grunde ihren Charakter aufdrücken , die doch nicht ganz unerwähnt bleiben dürfen. — Dahin gehört vor Allem das häufige Vorkommen von Mangan. — Schon bei der ersten am 26. Febr. 1873 etwa 20° W. S. W. ■ von Teneriffa aus einer Tiefe von über 3000 Faden heraufgebrachten Grundprobe von reinem rothen Thone hatte die chemische Untersuchung ergeben, dass er etwas Mangan enthalte. Aber schon nach wenig Tagen (6. März) erhielt man grössere Stücke Brannstein (Pyrolusü), erin- nerte sich dann und fand bei der Vergleichung, dass bereits am 18. Febr. dieselbe Substanz als Ueberzug an einer Koralle gefunden war. Als nun ferner ähnliche Funde immer wieder- kehrten und z. B. am 17. Juni 1873 Stücke von mehreren Cubikzoll Grösse heraufgebraclit wurden, an denen sich Cirripedien ( Kealpellum regium Thoms.) festgesetzt hatten , wuchs die Ueberzeugung, dass das Mangan und zwar in nicht geringer Menge ein stetiger Bestandtheil des rothen Thones und wohl auch anderer Tief- seeniederschläge sei. — Prof. Thomson ver- muthet, dass der Braunstein sich aus zersetzten Meerpflanzen bilde, die nicht selten ziemlich viel Mangan enthalten. — Es sei noch erwähnt, dass auf der Fahrt von Japan nach den Sandwichs-Inseln auch häufig Bimsteinstücke heraufgebracht wurden, die auf jenen Meeren oft in grosser Menge schwimmen und, nachdem alle Luftzellen ge- sprengt und mit Wasser gefüllt sind , endlich sinken. Es könnte sein, dass die am 12. Juli 1875 in jenen Meeren aus einer Tiefe von 2740 F. heraufgebrachte Masse von Stücken, die Prof. Thomson ihrer Form nach mit Kar- toffeln vergleicht, auch Bimsteinstücke seien, die vielleicht einen fremdartigen Ueberzug er- halten hatten, denn ähnliche Formen nehmen eng zusammenschwimmende und sich aneinander abreibende Bimsteinstücke an. — (Wasser gewicht.) Ueber das Gewicht und die Zusammensetzung des Wassers enthalten die bisher bekannt gewordenen Mittheilungen von der Expedition nur ungenügende Angaben und die zahlreichen von der Instruktion vor- geschriebenen und nach den Berichten aus- geführten Untersuchungen sind noch nicht ver- öffentlicht. — Es ist ja bekannt, dass die ver- schiedenen Meere in gleich grossen Wassermassen ungleiche Salzmengen enthalten. Der mehr oder minder reichliche Zufluss von salzfreiem Fluss- und Regenwasser, die Grösse der Ver- dunstung und wohl auch die in höherem oder geringerem Grade gegebene Gelegenheit , Salz aufzulösen, müssen darauf einwirken. — Je mehr schwerere Stoffe und namentlich Salz das Meer- wasser aufgelöst enthält, desto schwerer ist es. — Eine andere Ursache des ungleichen Wasser- gewichtes bildet die Temperatur, und da die 109 Wassertemperatur mit zunehmender Tiefe der Regel nach allmälig abnimmt, so muss auch • Jas tiefere Wasser das schwerere sein. Aber es ist ein Irrthum, anzunehmen, dass dies tiefere Wasser auch vermöge seines Salzgehaltes stets schwerer sein müsse. Es ist Wasser aus der Tiefe des Meeres geschöpft worden, welches bei gleicher Temperatur leichter war wie das Wasser der Oberfläche. So giebt Prof. Thomson fol- gende vergleichende Wassergewichte des Wassers .uis der Tiefe und von der Oberfläche hei an- nähernd gleicher Temperatur : Datum. Tiefe. Gewicht. Temp. Oli'fl.-Tmp. Gewicht. 14. Febr. 73. 1891 F. 1,02584. 17.9C. 18.5C. 1,02648. 25. ,. ., 2600.. 1.02504.19,0., 21,3„ 1,02617. 6. März „ 2ä25„ 1 ,02470. 21,0 .. 23,0,, 1,02550. Es scheint demnach die Temperatur, welche ja in dem Wasser der Oberfläche in den ver- schiedenen Breiten und Jahreszeiten höchst ver- schieden ist, eine grössere Rolle bei dem Wasser- gewichte zu spielen als der Salzgehalt. Aber alle diese immer von Neuem wieder entstehen- den Unterschiede suchen sich auszugleichen, und die Art, wie dies geschieht, lässt sich bei nahezu geschlossenen Meeren, die nur einen eDgen Zu- sammenhang mit dem Weltmeere haben, wie z. B. der Ostsee, leichter nachweisen als im weiten Weltmeere. Es haben sich darüber die verschiedensten Ansichten gebildet und während manche darin die Ursache fast aller Strömungen erblicken, schreiben andere jener Ausgleichung kaum wahrnehmbare Wirkungen zu und halten den Einfluss constanter Winde für viel wirk- samer zur Erzeugung von Strömungen. Es wird hiervon noch bei den Untersuchungen über die Temperatur des Wassers die Rede sein müssen, und sei nur erwähnt, dass Prof. Thomson zu dem Ergebnisse gekommen ist, dass, je näher die Frage untersucht wird, sich desto weniger mit Sicherheit ergebe, dass eine von dem spe- eifisehen Gewichte des Wassers abhängige all- gemeine Ocean-Circulation vorhanden sei, ob- gleich es gewiss scheine, dass das Tiefseewasser sich sowohl im atlantischen wie im stillen Meere nach Norden bewege. — Tm Uebrigen sind bisher nur eine Anzahl Untersuchungen Mr. Buchanan's über die Ab- sorptionsfähigkeit von Salzlösungen für Kohlen- säure CProc. Lond. R. Soc. Vol. XXII, p. 192 u. 483) und den Kohlensäuregehalt des Meeres- wassers bekannt geworden. In letzterer Be- ziehung fand Mr. B. in 24 Untersuchungen, zu denen 1 5 Proben von der Oberfläche, 7 vom Grunde und 2 von zwischenliegenden Tiefen genommen waren, die geringste Menge Kohlen- säure (0,0373 Grm. im Liter) in einem bei den Kerguelen am 27. Jan. 1874 geschöpften Ober- flächenwasser, die grösste (0,0829 Grm. i. L.) in einem Grundwasser in der Nähe des ant- arktischen Eises am 14. Febr. Ungefähr in derselben Breite wurde die grösste Kohlensäure- menge im Wasser der Oberfläche (0,065G Grm. i. L ) gefunden. In allen übrigen Breiten be- trug es 0,044—0,054 Grm. im Liter. — Bei diesen Untersuchungen scheint auf einen Um- stand keine Rücksicht genommen zu sein, der doch wohl auf den Kohlensäuregehalt des Ober- flächenwassers einwirken muss. Es ist bekannt und es wird später noch hiervon die Rede sein, dass viele Thiere sich während des Tages in der Tiefe aufhalten, des Nachts dagegen an die Oberfläche begeben, wo ihre Athmung noth- wendig eine grössere Kohlensäuremenge erzengen und das Wasser der Oberfläche daher gegen Morgen mehr Kohlensäure enthalten muss als gegen Abend. Auch die Pflanzen des Meeres werden darauf einwirken müssen. — (Wärmegrade des Meereswassers.) Auch über die Wärmegrade des Meereswassers sind bisher bei weitem noch nicht alle Ergeb- nisse der von der Instruction vorgeschriebenen und angestellten Versuche bekannt geworden, indess ist das darüber Veröffentlichte von weit- tragender Bedeutung. — Namentlich aber hat die allmählige Abnahme der Temperatur in zu- nehmenden Tiefen wichtige Aufschlüsse gegeben. — Hätte das Meereswasser die Eigenschaft des reinen Wassers, bei -4- 4,1° C. seine grösste Dichtigkeit zu erreichen, so müsste man in der 110 Tiefe des ruhenden Meeres auch nur diese Tem- peratur erwarten, aber es ist lange, sowohl durch Tiefseemessungeu, als durch directe Ver- suche bekannt, dass dies Gesetz, ebenso wie der Gefrierpunkt, sich bei dem Meereswasser und zwar, wie es scheint, nach der Grösse des Salz- gehaltes und wohl auch nach dem darauf aus- geübten Drucke ändert. Den Naturforschern des Challenger war aufgegeben, die Wärme der verschiedenenMeeressclüchten dadurch zu messen, dass an der Lothleine in gleichen Abständen Minimalthermometer befestigt waren, und bald nach der Abreise desselben kannte man das Ergebniss eines solchen Versuches. Am 19. Febr. 1873 wurde unter ca. 25 °N. Br. und 210 W.L. ein Loth bis auf 1500 Faden herabgelassen, an dessen Leine von 100 zu 100 Faden Minimal- thermometer befestigt waren. Diese ergaben: An der Oberfläche 19,5° C. \ 100 Faden 200 „ 300 „ 400 „ 500 „ 600 „ 700 „ 800 „ 900 „ 1000 „ 1100 „ 1200 „ 1300 „ 1400 „ 1500 „ 17 oo I 13,7°,, 11,0°,, 7,6<>„ 6,5°,, 6,2" „ 5,6" „ ! f 4,7°,, f 4,6°,, i 3,8«,, j 3,5 ,, l 3,1°., I 2,8«,, J 2,6° „ f Unterschied 2,3 3,5 2,7 1,5 1,9 1,1 0,3 0,6 0,9 0,1 0,8 0.3 0,4 0,3 0,2 900 und 1100 Faden ergaben und die bei anderen Messungen noch viel deutlicher auf- traten, müssen besondere Gründe haben, die man in Strömungen zu suchen pflegt. — (Fortsetzung folgt.) Während demnach bei zunehmender Tiefe die Temperaturen stetig abnehmen und man auch wohl sagen kann, dass die Unterschiede bei gleicher Tiefenzunahme allmähhg kleiner werden, so ist doch (die Richtigkeit des Aus- weises der zum Versuch benutzten Instrumente vorausgesetzt) die Abnahme nicht streng ver- hältnissmässig, und Unterschiede, wie sie sich bei dieser Messung zwischen 600 und 800 und Die American Association for the advancement of science empfing im Jahre 1873 von Mrs. Elizabeth Thompson in der Stadt New- York ein Ge- schenk von 1000 Dollars zur Förderung der Naturwissenschaften. Der ständige Ausschuss dieser Gesellschaft beschloss (ohne Zweifel in der Voraussicht, dass die in Nordamerika so reichlich fliessenden freiwilligen Beiträge von Privaten für wissenschaftliche Zwecke diese Gabe bald mehren würden), daraus einen Fond, den Thompson-Fond, zu bilden, dessen Erträge zur Veröffentlichung werthvoller naturhistorischer Abhandlungen bestimmt sind , und damit eine neue Reihe ihrer Schriften, die „Memoirs", in 4°, zu gründen; bisher nämlich gab die As- sociation nur ihre Proceedings in 8° heraus. Das erste Heft der glänzend ausgestatteten Memoirs of the Amer. Ass. f. the adv. of sc. ist 1875 zu Salem Mass. erschienen, enthält . Samuel H. Scudder: Fossil butterflies, XI u. 99 p. m. 3 Taf. und ist vor kurzem versandt worden. — Wanderversammlungen im Jahre 1876. Die deutsche anthrop ologische Ge- sellschaft hält ihre 7. allg. Versammlung vom 9. — 11. Aug. zu Jena. Lokaler Geschäftsführer ist Hr. Prof. Dr. Kl op fleisch. — Ebendort tritt unmittelbar darauf vom 12. bis 15. Aug. die deutsche geologische Gesellschaft unter vorbereitender Leitung des Hm. Hofr. Prof. Dr. E. E. Schmid zu- sammen. — 111 Die diesjährige Versammlung der geolo- gischen Gesellschaft von Frankreich tagt vom 24. — 31. Aug. zu Chalons sur Saone und in Autun. — Der Verband deutscher Architekten- und Ingenieur -Vereine versammelt sich vom 3. — 7. Sept. zu München. — Die British Association for the ad- vancement of scienoe beginnt unter dem Vorsitze von Prof. Andrews am 6. Sept. zu Glasgow. — Die 49. Versammlung deutscher Natur- forscher und Aerzte wird, dem Beschlüsse der 48. Versammlung zu Graz gemäss, vom 18. — 24. Sept. zu Hamburg stattfinden. Die von den erwählten Geschäftsführern, den Herren Bürgermeister Dr.K irchenpane r (Besenbinder- hof Nr. 69) und Dr. D anzel (Paulstrasse Nr. 27), veröffentlichte Einladung, Programm und Tages- ordnung bringen im Wesentlichen Folgendes : Die Mitglieder- oder Theilnehmer-Karten welche zum unentgeltlichen Bezüge einer Damenkarte und zur Benutzung der Fahrpreis- ermässigung zahlreicher Eisenbahnen , so wie während der Versammlung zum Eintritt zu den allgemeinen Sitzungen , zu dem zoologischen Garten und anderen Anstalten und Sammlungen, so wie zum Empfange des Tageblattes berech- tigen) werden gegen portofreie Einsendung von 12 Rmk. „an das Anmeldebureau der Natur for scher Versammlung" und genaue Angabe, welche der beiden Karten-Arten be- ansprucht wird, vom 1. Aug. d. J. an verab- folgt. Ebendorthin sind Vorausbestellungen von Wohnungen mit Angabe der desfallsigen An- sprüche zu richten und wird daselbst (im neuen Schulgebäude am Steinthorplatz, wo auch der Regel nach die Sektionssitzungen stattfinden) vom 15. Sept. an das Anmelde-, Wohnungs- und Auskunfts-Bureau eröffnet sein. — Wissen- schaftliche Anfragen oder Mittheilungen find an einen der beiden Geschäftsführer zu richten. ■ — Es sind folgende 19 Sektionen vorgeschlagen, deren Geschäfte bis zur Eröffnung und Wahl der Präsidenten nnd Sekretäre die bei jeder der- selben genannten Herren übernommen haben : 1) Mathematik u. Astronomie, Dir. Rümker. 2) Physik u. Meteorologie, Prof. Kiessling. 3) Geographie u. Hydrogr., Prof. Dr. Neumayer. 4) Chemie u. Pharmacie, Dr. F. Wibel. 5) Mineralogie, Geologie u.Paläontol., Dr. Gross. 6) Botanik, Prof. Dr. Reichenbach. 7) Zoologie u. vergl. Anatomie, Dir. Dr. Bolau. 8) Anatomie u. Physiologie, Dr. Dehn. 9) Pathol. Anat. u.allg. Pathologie, Dr. Martini. 10) Innere Medicin, Oberarzt Dr. Glaeser. 1 1) Chirurgie, Hospitalsarzt Dr. Knorre. 12) Ophthalmologie, Oberarzt Dr. Haase. 13) Otiatrie, Dr. Felix Goldschmidt. 14) Gynäkologie u. Geburtshülfe, Dr. Krieg. 15) Psychiatrie u.Nervenkrkh., Oberarzt Dr. Reye. 16) Oefftl. Gesdhtspflege u. Sttsarznkde., Med.- Insp. Dr. Kraus. 17) Kinderheilkunde, Dr. Herzfeld. 18) Militärsanitätswesen, Gnrl.-A.Dr.Cammerer. 19) Landwirthsch.u. Agrikulturchemie, Dr. Ulex. Die Hinzufügung weiterer Sektionen wird für den Fall vorbehalten, dass sich eine ge- nügende Anzahl Mitglieder dazu melden sollte. — Die einführenden Herren erbitten sich recht- zeitige Nachricht von den in den Sektionen be- absichtigten grösseren Vorträgen, die Vorberei- tungen erfordern. — Die Tagesordnung ist, einem vielfach ge- äusserten Wunsche gemäss , um den wissen- schaftlichen Charakter der Versammlung nicht zu verwischen und die Vergnügungen thunlichst zu beschränken, wie folgt festgesetzt: Sonntag, den 17., Abends: Begrüssung im Sage- biel'schen Etablissement (grosse Drehbahn Nr. 19/23), wo auch täglich abendliche Zu- sammenkünfte stattfinden. — Montag, den 18. Um 9 Uhr: 1. allg. Sitzung. Um 2 Uhr : Constituirung der Sektionen. Um 5 1 Uhr : Festessen im Sagebiel'schen Saale. — Dienstag, den 19. Von 9 Uhr an: Sektions- sitzungen. Abends 6 Uhr: Zusammenkunft auf der Uhlenhorst a. d. Alster. — 112 Mittwoch, den 20. Um 10 Uhr: 2. allg. Sitz- ung. Um 1 Uhr : Besichtigung von Anstalten unter Führung von Ausschussrnitgliedern. — Donnerstag, den 2 1 . Von 9 — 12 Uhr : Sektionssitz. Um 2 Uhr : Dampfschiffahrt auf der Elbe. — Freitag, den 22. Von 9 Uhr an: Sektions- sitz. Um 3 U. : Besichtig., wie am Mittw. Abends :Zusammeuk. im zoologisch. Garten. — Sonnabend, d. 23. Um 10 U. : 3. allg. Sitz. Um 2U. : Sektionssitz. od. Besichtig. w.a.Mittw. — Sonntag, den 24. Bei genügender Betheiliguug Fahrt nach Helgoland. — Zur internationalen Ausstellung für Gartenbau im Jahre 1877 zu Amsterdam (vergl. Leop. XI, S. 48 u. 160) ist das Bulletin Nr. 3 und das Programm erschienen. Ersteres verzeichnet die Mitglieder der verschiedenen Comites, letzteres die Abtheilungeu der Aus- stellung an lebenden Pflanzen ; Pflanzendecora- tionen : lebenden und getrockneten Blumen und Bouquets; Früchten, Gemüsen und Sämereien; Industrie und Kunst, in ihrer Anwendung auf Gartenbau und Pflanzenkunde ; Fortschritt der Gartenkunst in den Varietäten ; Gartenbau- wissenschaft und Unterricht und au Preisen. — Auch ein Programm-Entwurf der Ausstellung von Produkten aus dem Pflanzern eiche ist er- schienen und vom Sekretär des General-Comites, H. Groenewegen, 5 Oetewalerweg, Amster- dam, zu beziehen. — Die 4. Abhandlung des 38, Bandes der lova Acta: Oberlehrer Hermann Engelhardt: Tertiär- pfknzen aus dem Leitmeritzer Mittelgebirge. Ein Beitrag zur Kenntniss der fossilen Pflanzen Böhmens. 12j Bogen Text, mit 12 lithogr. Tafeln. (Preis 10 Rmk.j, ist der Vollendung nahe und binnen weniger Tage durch die Verlagshandlung von Fr. From- mann in Jena zu beziehen. — Abgeschlossen den 31. Juli 1876. Preiswürdig zu verkaufen: Magnetische, physikalische und meteorologische Instrumente, als: Inclinatorium nach Meyerstein , mit ein- getheilter Spiegelplatte, welche als Verticalkreis dient, von Meyerstein. Intensitätsapparat mit zwei Magneten und eingeteilter Spiegelplatte nach Weber, von Meyerstein. Schmalkalder Boussole von Lewert. Reflexionskreis von 6 " Durchmesser von Pistor und Martins. TJniversalinstrument von Pistor u. Mar- tins. Ein Paar Normalmetermaasse von Pistor u. Martins. (Juecksüberhorizont und Dach zu Glimmer, von Pistor u. Martins. Metallthermometer von Clement. l'ortin'scher Barometer in Messingfassung von J. G. Greiner jr. Barometrischer Thermometer, jeder °R. in 25 Th., und Kochapparat von Greiner. Psychrometer nach August, beide Normal- thermometer in 1 li °B., vonGreiner. Alcoholometer nach Richter u. Tralles von Greiner. Thermometer in ! / 2 °R., in doppelter Mes- singfassung, von Grein er. Thermometer zur Bestimmung der Tempe- ratur des Seewassers von Grein er. Araeometer für Seewasser von Greiner. Stativ (englisch). Inductionsapparat (Schieber-Apparat) von Mayer u. Wolff. Smee'sche Batterie mit Zubehör von M ay e r u. Wolff. Hülfsapparat zum Aufstellen magnetischer Beobachtungen auf der See nach Erman. Viele dieser Instrumente wie neu. Sie werden einzeln oder im Ganzen erheblich billiger als zum Einkaufspreise abgegeben. Kaufliebhaber wollen sich um nähere Aus- kunft an die Redaction dieser Zeitschrift Druck tou E. Blutlnuanu & Solin in Dresden. NUNQUAM AW^£aa£fölk - OTIOSUS LEOPOLDINA AMTLICHES ORGAN DER KAISERLICH - LEOPOLDINISCH - CAROLINISCH- DEUTSCHEN AKADEMIE DER NATURFORSCHER HERAUSGEGEBEN UNTER MITWIRKUNG DER SEKTIONSVORSTÄNDE VOM PRÄSIDENTEN Dr. W. F. G. Behn. Dresden (Poiievg^se Nr. id. Heft XII. — Nr. 15— 16. August 1876. Inhalt: Amtliche Mittheilungen: Berathung der Sektionsvorstände. — Dank der Empfänger der Cothenius-Medaille. — Gestorbene Mitglieder.— Beitrag zur Kasse der Akademie. — Sonstige Mittheilungen: Eingegangene Schriften. — Die Ergebnisse der Challenger-Expedition (Schluss). Dr. Lichtenstein: Beitrag zur Polarforschung. — Gartenbau-Aussteilung zu Erfurt. — Nova Acta. Bd. 33, 5. Abhdlg. — Amtliche Mittheilungen. Die Mitglieder der Sektionsvorstände werden am Schlüsse der diesjährigen Naturforscher- Versammlung in Hamburg zu einer Berathung über die Wege zusammentreten, auf denen die neue Einrichtung der Fachsektionen der Akademie wie der Wissenschaft am nützlichsten werden könne. Die nähere Bestimmung von Ort und Zeit wird durch das Tageblatt erfolgen. — Dresden, den 15. August 1876. Dr. Behn. Die Empfänger der Cothenius-Medaille haben sämmtlich (vgl. Leop. Xu, p. 97 — 98) den unterzeichneten beauftragt, den Sektionsvor- ständen und der Akademie ihren wärmsten Dank für die ihnen zu Theil gewordene Auszeich- nung darzubringen. — Dresden, den 30. August 1876. Dr. Behn. Leop. XII. 15 I 14 Veränderungen im Personalbestande der Akademie. Gestorbene Mitglieder : Am 12. Juni 1876 zu Peekhaui : Mr. Edward Newmann, Privatgelehrter der Zoologie und Botanik, Mitglied der entomologischen, der Linneischen und der zoologischen Gesell- schaft zu London, so wie Herausgeber des „Zoologist". — Aufgenommen den 2. Jan. 1853; cogn. Latreille. — Am 7. Aug. 1876 zu Halle a. S. : Herr Dr. Otto Eduard Vincenz TJle, Herausgeber der Zeit- schrift „Die Natur". — Er wurde in Ausübung eines zum Segen für seine Mitbürger übernommenen Ehrenamtes, als Anführer der freiwilligen Feuerwehr, nach bereits gelöschtem Brande, durch ein herabfallendes Mauerstück erschlagen. — Aufgenommen den 5. Jan. 1857; cogn. Pluche II. — Am 17. Aug. 1876 zu Heidelberg: Herr Dr. Maximilian Joseph von Chelius, Grossherzoglich Badischer Geheimrath und emer. Professor der Chirurgie und Augenheilkunde zu Heidelberg. Aufgenommen den 15. Aug. 1858;. cogn. Hildanus II. — Dr Behn. Beitrag zur Kasse der Akademie. Aug. 9. Von Hrn. Frhrn. v. Hohenbühel-Heufler zu Hall Beitrag für 1876 u. 77 . Dr. Behn. Eingegangene Schriften. Rmi. Pf. 12 — (Vom 15. Juni bis 15. Juli 1876.) Societe" geologique de France. Liste d. Membres. Meulan 1876. 8°. — - Ordonnance du Roi qui reconnait la So- ciete geol. comme etablissement d'utilite publique etc.; Decret du 12. Dec. 1873. — Reglement ad- ministratif de la Soc.geol. deFrance. Meulan s.a. 8 °. R. Comitato geol. d'Italia. Zezi, P. : Cenni intorno ai lavori per la carta geol. d'Italia in granda Scala. 40 p. Roma 1875. 8°. — Ponzi, G., e Masi, F.: Catalogo ra- gionato dei prodotti minerali italiani all' Esposi- zione Jnternaz.diVienna. 202 p. Roma 1873. 80. — Boll. Vol. 3 e 4. Firenze 1872/73. 8°. Vol. 5 e 6. Roma 1874/75. 8°. — Memorie. Vol. I. Firenze 1871. 4°. D'Ancona, C: Malacologia pliocenica ita). P. Ia. ßasteropodi sifonostomi Fas. 1 47 p. (7 tav.). — Cocchi, J.: Descr. geol. d. Jsola d'Elba 164 p. (7 tav. 1 carta). — Gastaldi, B.: Studii geol. s. Alpi occid. 34 p. (5 tav. 1 carta geol.). — Mott lira, S.: S. formaz. terzi. n. zona solfif. d. Sicüia 92 p. (4 tav.). — S trüver, G.: Cenni sui graniti massici d. Alpi Piemontesi etc. 14 p. Vol. IL P. 1. Firenze 1873. 4°. D'Ancona, C. : Malacologia pliocen. ital. P. Ia. Gasteropodi sifonostomi Fase. 2. 86 p. (8 tav.). — Fuchs, C. W. C. : Mouogr. geol. dell'Isola d' Jschia 60 p. (1 carta geol). — Giordano, F.: Esame geol. d. Catena Alp. d. San Gottardo etc. 36 p. (2 tav., 1 carta geol.). — Mottura, S.: S. formaz. terz. n. zona soll", d. Sicüia 74 p. (1 tav.). Vol. II. P. 2. Firenze 1874. 4". Gastaldi, B.: Studii geol. sulle Alpi oeeiden- tali. P. II. 50 p. (2 tav.). — Kon. Danske Vidensk. Selsk. Skrifter. 5.R. Naturvidensk. og mathem. Afd. 11. Bd. 2. Hannover, Dr. Ad. : 0iets Nethinde. 187 p. (6 Taf.). Kjobenhavn 1875. 4°. 12. Bd. 2. Lütken, Chr. Fr.: Velhas-Flodens Fiske. Et Bidrag til Brasiliens Icht h yologi efter Prof. J. Reinhardt' s fnds. og Optegn. 252 p. Append. XXI (5 Tab.). Kjoben- havn 1875. 4°. Tiedemann, Dr. L.: Ueb. Nachbildg. d. natürl. Heilquellen rc. 50 p. Stralsund 1873. 8°. Oertel, Dr.: D. epidemische Diphtherie. S.-A. a. : v. Ziemssen, Handb. d. spec. Pathol. u. Therapie. 118 p. s. a. et 1. 8°. Kais. Admir. Nachr. f. Seefahrer. VII. Jg. Nr. 24—27. Berlin 1876. 4°. Nederl. Botan. Vereeniging. Verslagen en Mededeel. 2. Ser. 2. Deel, 2. Stuk. Nymegen 1876. 8°. — 115 Burck, Dr. W.: Voorloopige mededeeling ov. de ontwikkelings-gesch. v. h. prothallium v. Aneimia. 2 p. — Oudemaus, Dr. C A. J. A.: Aanwinsten voor de Flora Mycologica vaiiNederlaud v. Juli 1874 tot Juli 1875. 10 p. (2 PI.). — Pleyte, Dr. W.: De Egyptiscke Lotus. 9p. (1 PL). — Wi tt'Ha m mer , M. de: Supplem. op de lijst der planten, die in de Nederlandsehe Duinstreken gevonden zijn. 8 p. — Treub. Dr. M.: De rol der bastvezels volgens de nieuwere beschoüwingswijze. 11p. — Geyler, Dr. H. Th. : üeb. foss. Pflanzen a, d. obertertiär. Ablagergn. Siziliens. 12 p. (2Taf.). Cassel 1876. 4°. Meyer, Dr. G. Herrn.: D. Statik u. Mechanik d. menschl. Knochengerüstes 402 p. (43 Fig. in Holzschn.). Leipzig 1873. 8°. K. Bayr. Akad. d. W. Sitzgsber. 1876. Hft. 1. München 1876 8°. Beetz, W.: Ueb. d. Cohäsion v. Salzlösgn. v. G. Quincke. 16 p. — Ueb. anomale Angaben des Goldblatt-Electrpskops. 6 p. — Ueb. d. electr. Leitgs- vermögen d. Braiuisteins u. d. Kohle. 3 p.— Bezold, W. v. : Ueb. d. Verglchg. v. Pigmentfarben m. Spectral- farben. 5 p. — Eine neue Methode d. Farbenmischg. 6 p. — Bayer: Ueb. d. Hydrazinverbindgn. d. Fett- reihe v. E. Fischer. 8 p. — Seidel, L.: Ueb. eine Probabilitäts- Aufgabe. 7 p. — Gümbel, C. W. : Geogn. Mittheilgn. a. d. Alpen. 55 p. — v. Kobell. Nekrologe: Scheerer. C. J. A. Th.; Wheatstone, Ch.; Sehr ött er, Dr. A., Ritter v. Kristelli; Brong- niart, A. Th.; Hlasiwetz. Dr. H. H.; Weber, Dr. M. J.; d'Arrest, H. L.; Richelot, Dr. Fr.J. Thomas, Dr. Fr.: Ueber Phytoptus Duj. rc. 22 p. (1 Taf.). Progr. d. Realschule zu Ohr- druf. Gotha 1869. 4«. — Durch Psylloden er- zeugte Ceeidien an Asgopodium u. and. Pfl. 9 p. »S.-A. Zeitschr. f. d. ges Naturw. Bd. 46. 1875. Ohrdruf 1875. 8°. — Puhatilla rernalis Mill. in Thüringen. 2 p. Ohrdruf 1875. 8". — D. Holz- kropf v. Populus tremula L., ein Mycocecidium. 4 p. (1 Taf.). Ohrdruf 1874. 8°. — Nicol als Reisebegleiter. 1 p. S.-A. aus Giebel's Zeitschr. f. d. ges. Naturw. Bd. 40. Ohrdruf 1872. 8». — Acad.Roy. de Medec. de Belgique. Bull Anne 1876. 3 e Ser. T. X. Nr. 5. Bruxelles 1876. 8°. Fauvel, Ch.: Des resultats prat. obt. p. la laryngoscopie. 18 p. — Borlee: Chirurgie conser- vatrice. 32 p. — California Acad. of Sc. Proced. Vol. V. Pt. III. San Francisco 1875. 8°. 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Kartoffelknolle. 6 p. — Nathusius, II. v. : Ueb. d. sogen. Leporiden. 10 p. — de Vries, Dr. H.: Ueb. A. Meyer's ver- meintl.Entdeckg. eines Uebergaugsgliedes zw. Kohlen- j,ure u. Stärke b. d. Assünilat. d. Pfl. 11p. — Wilkens, Dr. M.: D. abändernden Einflüsse d. Kultur a. d. Form d. Rmderschädels. 14 p. — Witt- aack, Dr. L.: Ber. üb. vergleichende Kulturen m. nord. Getreide. 18 p. — Wolff, Dr. E.. Funke, Dr. W., u. Kreuzhage, Dr. C: Versuche üb. d. EinÜuss steigender Fettmengen a. d. Verdauung d. Futters. 44 p. — Wollny, Prof. Dr.: Unters, üb. Temp. u. Verdunstg. d. Wassers in versch. Boden- arten u. d. Einfl. d. Wassers a. d. Bodentemp. 28 p. — Kais. Admir. Annalen d. Hydrogr. u. rnarit. Meteorol. Jg. 4. Hft, 6. Berlin 1876. 4°. Schleinitz, Cpt. z. S. Frh. v. : Hydrogr. Beob. währ. d. Reise v. Amboina n. d. Golf v. Mac Quer u. dch. d. Galewo-Strasse n. d. Stillen Ocean. 11 p. (1 Karte). — Tiefseeforsehgn. S.M. S. „Gazelle" in d. sudl. Stillen Ocean etc. 10p. (5 Diagramme, 1 Kurs- kartei. — her. üb. d. an Bord S. M. S. „Vineta" währ. d. Reisen v. Madeira n. Rio, Montevideo u. Valparaiso angest. hydrograph. u meteorol. Beob- achtgn. 2 p.— Mittheilg. d. Deutsch. Seewarte. Cpt. Niejahr: A. d. Reiseber. d. Brigg „Hermann". 7 p. — Ueb. d. Stürme d. Monats März 1876in Europa. 10p. Acad. Roy. de M6d. de Belgique. Memoires couronnes. T. LH. F. 6. Bruxelles 1876. 8». Dr. Hayvit: Pathogenie de l'encephalopathie albuminurique. 95 p. — Kön. Sachs. Ges. d. W. Abbandlgn. mathem.- physik.KI. Bd. 10. Nr. 7— 9. Bd. 11. Nr.l — 5. Leipzig 1874/75. 8°" Bd. 10, Nr. 7—9. Hansen, P. A.: V. d. Be- stimmg. d. Thlgsfehler eines gradlinigen Maassstabes. 140 p. — Ueb. d. Darstellg. d. graden Aufsteigg. u. Abweichg. d. Mondes rc. 19 p. — Dioptrische Untersuchgn. etc. 2. Abhdlg. 8S p. — Bd. 11, Nr.l. Fechner, G. Th.: Ueb.d.Aus- gangswerth d. kleinsten Abweichungssumme etc. 76p. — Nr. 2. Neumann, 0.: Ueb. d. v. Weber f. d. elektrischen Kräfte aufgestellte Gesetz. 121 p. — Nr. 3. Hankel, W. G.: Elektr. Untersuchgn. 11. Abhandig. 69 p. (3 Taf.). — Nr. 4. Hansen, P. A.: Ueb. d. Störgn. d. grossen Planeten, insbes. d. Jupiter. 200 p. -- Nr. 5. Hankel, W. G.: Elektr. Untersuchgn. 12. Abhandig. CO p. (4 Taf.).— — Berichte. Jg. 1873, 3—7. M. 14 Taf. u. 23 Holzschn. — Jg. 1874, 1—5. M. 18 Taf. u. 52 Holzschn. — Jg. 1875, 1. M. 19 Holzschn. Leipzig 1874/75. 8». 1873. — Asp, Dr. G.: Z. Anatom, u. Physiol. d. Leber. 35 p. (1 Taf., 3 Holzschn.). — Baltzer, R. : Mathem. Bemerkgn. 15 p. (1 Holzschn.). — Dittmar, Dr. C: Ueb. d. Lage d. sogen. Gefäss- centrums üi d. Medulla oblongata. 21 p. — Em- minghausen, Dr. H. : Ueb. d. Abhängigkt. d. Lymphabsonderg. v. Blutstrom. 52 p. (2 Tat", in Farbendr., 1 Holzschn.). — .Macaluso, Dr. D.: Unters, üb. d. galv. Polaris, dch. Chlor u. Wasserst. 61 p. (4 Taf.). — Mihalkovics, Dr. V. v.: Bei- träge z. Anatomie u. Histologie d. Hodens. 40 p. (4 Taf. in Farbdr.). — Paschutin, Dr. V.: Ueb. d. Bau d. Schleimhaut d. Regio olfactoria d. Frosches. 10 p. — Scheibner, W.: Ueb. einige allgem. Con- vergenzsätze. 5 p. — Ueb. Mittelwerthe. 6 p. — Slavjansky, Dr. K.: Ueb. d. Abhängigkt. d. mittl. Strömg. d. Blutes v. d. Erreggsgrade d. sympath. Gefässnerven. 30 p. — Vogel, H. C: Ueb. ein Spectroscop z. Beob. lichtschwacher Sterne. 24 p. (1 Taf., 2 Holzschn.). — Volkmann, A. W.: Ueb. d. relat. Gew. d. menschl. Knochen. 8 p. — Ueb. d. näheren Bestandthle. d. menschl. Knochen. 31 p. — Wiedemann, Dr. E. : Ueb d. v. übermangan- saurem Kali reflect. Licht, 4 p. — Wiedemann, G. : Ueb. d. Bindgsverhältne. d. Basen u. Säuren. 25 p. (1 Tat'.). — Worm Müller, Dr.: D.Abhggkt.d. arteriellen Druckes v. d. Blutmenge. 92 p. — Z ö 1 1 n er: Ueb. d. Aggregatszustand d. Sonnenäecke. 18 p. — lb74. — Börnstein: Ueb. d. Vhltnss. d. tempor. Magnetismus z. magnetisir. Kraft rc, 19 p. — Fleischl, Dr. E.: V. d. Lymphe u. d. Lymphgefäss. d. Leber. 14 p. — Fuchs, Dr. Fr.: Vers. z. Be- stimmg. d. Gesammtspanng. u. d. Verlaufs d. Spanng. 118 am freien Ende d. abgeleiteten Rolle. 37 p. — Hankel, W.: Ueb. d. thermoelektr. Eigenschaften d. Kalkspatkes, d. Berylles, d. Idocrases u. d. Apo- phyllites. 8 p. — Kolbe, H.: Ueb. eine neue Dar- stellgsmethode u. einige bemerkenswerthe Eigschftn. d. Salicylsäure. 16 p. — Lessner, Dr. L.: Ueb. d. Anpassg. d. Gefässe an grosse Blutmengen. 40 p. (2 Holzschn.). — Mosso, Dr. A.: V. ein. neu.Eigsch. d. Gefässwand. 67 p. (22 Holzsehn.). — Neiimaun, C.:Ueb.d.Helmholz'sclieConstante k. 21p.(lHlzsehn.l. — Owsjannikow, Dr. Ph.: Ueb. einen Unterschied in d. reflectorischen Leistgu. d. verlängerten u. d. Rückenmarkes d. Kaninchen. 8 p. — Röhrig, Dr. A.: Ueb. d. Zusammensetzg. u. d. Schicksal d. in d. Blut eingetret. Nährfette. 23 p. — Rossbach, Dr. M. J.: Ueb. d. Umwandig. d. periodisch aus- setzenden Schlagfolge d. isolirten Froschherzens in d. rhythmische. 9 p. — Stirling, Dr. W.: Ueb. d. Surumation elektr. Hautreize. 69 p. — Tschiriew, S.: D. Untersch. d. Blut- u. Lymphgase d. erstickten Thieres. 12 p. — D. tägl. Umsatz d. verfütterten u. d. transfundirten Eiweissstoffe. 16 p. — Volkmann. A. W. : Untersuchgn. üb d. Mengenvhltn. d. Wassers u. d. Grundstoffe d. menschl. Körpers. 46 p. — Wiedemann, E.: Ueb. d. Leitgsfähigkt. d. Haloid- verbindgn. d. Bleies. 2 p. — Woroschiloff. Dr.: D. Verlauf d. motorischen u. sensibeln Bahnen dch. d. Lendenmark d. Kaninchens. 57p. — Zöllner, F.: Ueb. e. electro-dynamischen Versuch. 6 p. — Ueb. ein einfaches Ocularspectroscop für Sterne. 2 p. (1 Holzschn.). — 1875.— Grübler, G.: Ueb. d. krystallisirenden Bestdthle. d. Lungensaftes. 18 p. — Knop.W.. u. Dworzak, H. : Chem.-physiologische Untersuchgn. üb. d. Ernährg. d. Pflanze. 52 p. — Kries, Dr. N. v.: Ueb. d. Druck d. Blutcapillaren d. menschl. Haut. 12 p. (4 Holzschn.). — Neumann, C: D. Weber'sche Gesetz in seiner Anwendg. auf Gleit- stellen. 29 p. (1 Holzschn.). — Tiegel, Dr. E.: Ueb. d. Einfl. einiger willkürlich Veränderlichen a. cl. Zuckuugshöhe d. untermaximal gereizten Muskels. 50 p. (m. 14 Holzschn.). — K.Pr. Akad.d.W. Monatsber. Berl.lS76.8°. v. Martens: D. v. Prof. Dr. R. Buchholz in W.-Africa gesammelten Land- u. Süsswasser-Mol- luskeu. 22 p. (5 Tat'.). — Peters: Ueb. d. v. Dr. R. Buchholz in W.-Africa gesammelten Fische. 8 p. (1 Taf.l — Riess: Ueb. d. nentralen Kämme d. Holtz'schen Maschine. 8 p. — Societä Toscana di Sc. nat. Atti. Vol. I. Fase. 3. Pisa 1876. 8°. D'Achiardi: Coralli eocenici del Friuli. 7(i p. (12 tav.). — Forsyth, Major, C. J.: Considerazioni s. Fauna dei Ma.mmiferi plioeeniei e postpliocenici d. Toscana. 12 p. — Richiardi: S. Variazioui indi- viduali d. Balaenoptera Musculus. 25 p. — Glasgow- Soc of Field ETaturalists. Trans- actions. Pt. IV. Glasgow 1876. 8°. Allan, J.: Migration ofBirds. 8p. — Biunie, F. G.: On Dipterous Gall-makers and their Galls. 10 p. — Paterson, R. IL: On the Prevention of Self-fertilisaüon in Plauts. 7 p. i2 PI.). — Schulze. Ad. : On the Microscop a. the Microscopic. Ulumina- tions. 21 p. (3 PI.). — Stirton, Dr. J.: Licheus. British a. Foreign. 11 p. — Krone , Herrn. : Einige Notizen über neu- seeländische Vögel in der Wiener Weltausstellg. s. a. et s. 1. S.-A. a. d. Sitzgsber. d. Isis zu Dresden, Hft. IV. 1873. 8°. 6 p.— ■ — V. d. Verwendg. d. Lichts zu Abbildgn. im Dienste d.Wissenscli. 34p. Dresden 1876. 8°. Die Ergebnisse der Challenger-Expedition. (Schluss ) Bei grösseren Tiefen nehmen die Tempera- turen , wenigstens im atlantischen Meere , nun noch weiter ab ; aber die Unterschiede werden noch unregelmässiger, und um nicht Befunde bei sehr abweichenden Oberflächenternperatüren und aus anderen Meeren hineinzumischen, will ich nur erwähnen, dass auf derselben Reise von Teneriffa nach West-Indien folgende Tiefsee- temperaturen gefunden wurden: 17./2. 1891 Faden 2°C, Oberfläche 18,5°C. 4./3. 1900 „ 1,9» „ 3./3. 2025 „ 1,9°,, „ 22,8°., 6./3. 2325 „ 1,7° „ „ 23,3°,, 10./3. 2675 „ 1,6°,, „ 23,30,, 28./2. 2800 „ 2°„ „ 21,3»,, 26./2. 3140 „ 1,9«,, „ — Es ergiebt sich hieraus, dass selbst unter nahezu gleichen Breiten die Temperaturen in gleichen Tiefen keineswegs ganz gleich sind, und noch weniger ist dies begreiflicherweise bei verschiedenen Breiten, zumal in der Nähe der Oberfläche, der Fall. In der Nähe der Pole, wo das Meer mit Packeis bedeckt ist oder Eisberge schwimmen, kehrt sich vielmehr das ganze Verhältniss derartig um, dass das Wasser derOberfläche wahrscheinlich kälter wird ( — 1,67° bis — 2,22° C.) als das der Tiefe, wo sich als- dann aber die Temperatur der letzteren durch die an Bord des Challenger befindlichen Minimal- thermometer gar nicht messen Hess, weil diese durch das kältere Oberflächenwasser hindurch mussten und dessen Wärmegrad anzeigten. — So weit die Tiefen sich messen Hessen, fanden die Naturforscher des Challenger auf der Fahrt vom Cap der guten Hoffnung nach Melbourne folgende Temperaturen : 19 Datum. 9. Cr. ü. L. Temperatur der Olicrfl. Tiefe DO F. Tiefe 100 F. Tiefe 200 F. Tiefe 300 F. Tiefe 400 F. Tiefe MO F. Tiefe 1000 F. Am Grunde 1873. auf F. Decbr. 17. 34" 42' 1S°35' 19.170C. 12,Ü6»C. — — — — — — — 19. 36» 48' i9»24' 22,78' .. 15,28o„ ll.L'2»C. 7,84oC. G,06»C. 4,77»C — — 1900F. — 24.*) 45" 57' 34»39' 6,llo., — 5,28o„ 3 55« 3,28»., 2.-5«., 0,95»C. 3.06"C. 1570,, 29. 46« 46' 45»31' 6.11».. 5.11«,. ■1.60»,. 3,72°., — 3,28»,, — 2,52»,, 1375,, 30. 46» 16' 48»27' 5,1 0»,, 2 84« 2,78°,, — 2,28« „ — 1,84»,, 1600,, 187 1. Febr. 2. 52" 4' 71°22' 3,06°,, 2.511«.. 1,67«., — — 1260,, — 11*) 60° 52' 80»20' 1- '• ".. 0,-o„ 0,-o„ 1,78«.. 1,89»,, — — — — 14.*) 65» 42' 79049' — l,39o„ — 1.67».. 1.67«.. - l,78o„ - 0,12»,, — 0,28",. — 1675 „ — 19.*) 64« 37' 85049' 0,—»., — l,66o„ — 1.67»., — 1. 0».. — — — 1800., - 26.*) 62<>26' 95° 44' 0,56o „ — II !IW„ 1.66«.. — — — — 1975,, März 3.*) ;,:." 55' 10 15' 2.80».. 2,55»,, 0,39«., 0.56«.. 0,50»,, 0,22«,, 0,28»,. — 1950 ., — 7 50» 1' 12:;» 4' 7,22»,, 7.00»,, 6,00«., 5,22o„ 3,83»,, 3,77«,, 9 72» l,95o„ 1800 „ 10.' 47» 25' 130»22' 10,84% 10,00o„ 9 44« S,50»„ 8,39»,, M7 r ., 6,95o „ 2 44» 2150., - 13. 42° 42' 134010' 12,78«., 1 1 ,00«., 9,11»,. 8,55»,, 8,17o„ 7,00» '„ 5,11»,, 2 'S» 2600 „ Tempe- ratur. 1,39»C. 1,67»,, 1,50»., 0,73»,, -0,56»,, 0,28»,, 0,73»,, 0,22»,, ') Die Angaben sind vielleicht nicht ganz richtig oder bedürfen doch einer näheren Erklärung. Aus allen diesen Untersuchungen aber er- giebt sich, dass eine unermessliche Masse recht kalten und nicht sehr in seiner Temperatur verschiedenen Wassers die Tiefen der Weltmeere füllt. — Wie man nach A. v. Humboldt's Vor- gänge die Orte gleicher mittlerer Lufttemperatur durch Linien (Isothermen) verbindet, so ist es wünschenswerth, auch die Isothermen des Meeres- wassers und zwar in doppelter Richtung, ein- mal für die Oberfläche und dann für die Tiefen, zeichnen zu können. Professor Thomson schlägt für diese Wasser-Isothermen, um sie von denen der Luft und unter sich leichter zu unter- scheiden, besondere Namen vor, nämlich: Iso- bathythermen für die Wasser-Isothermen der Oberfläche undlsothermobathen für die der Tiefe. Dieses (mit Ausnahme der Polarkreise) all- gemeine Gesetz der allniähligen Abnahme der Wassertemperatur bei zunehmender Tiefe zeigt nun aber einige auffallende und sehr lehrreiche Abweichungen. In den gemässigten und heissen Zonen des Stillen Meeres nämlich fanden die Naturforscher des Challenger zunächst die nied- rigste Temperatur , die auch im Atlantischen Meere gemessen wurde (von ca. 1,6° bis 1,7° C), in viel geringerer Tiefe, nämlich schon bei ca. 1400 Faden (wo im Atlantischen Meere noch 2,8° C. gefunden wurde), und von da aus ab- steigend bis zu den äussersten Tiefen immer denselben Wärmegrad, woraus sich ergiebt, dass wir diese Temperatur gleichsam als die normale jener Meerestiefen zu betrachten haben und dass diese sich im Stillen Meere früher und stetiger einstellt als im Atlantischen. — Noch auffallender wurde aber diese in den Tiefen gleiche Tempe- ratur in einigen eng von Land oder Korallen- riffen umschlossenen Meeren, z. B. der Banda- See, wo von 900 F. abwärts bis 2800 F., der Celebes-See, wo von 700 F. abwärts bis 2600, und der Mindoro-See, wo sogar von 400 F. abwärts bis 2550 die gleiche und zwar dem- nach ungleich höhere, im letzteren Falle näm- lich (ziemlich übereinstimmend mit der im At- lantischen Meere gefundenen) 10° C. betragende Temperatur gefunden wurde, als in gleichen Tiefen des freien Weltmeeres. Die Erklärung dieser Erscheinung konnte bei der Natur der Meere, wo sie sich fand, nicht zweifelhaft sein. Die Tiefe, bis zu der ihr Wasser dem all- gemeinen Gesetze folgt, giebt die Tiefe an, bis zu welcher sie mit dem Weltmeere in freier Verbindung stehen, in der sich die Tempera- turen ausgleichen können ; die tieferen gleich- warmen Schichten zeigen Wasserbecken, in denen eine solche Ausgleichung fehlt, und es geht aus dem Ganzen hervor, dass namentlich das tiefere kältere und schwerere Wasser eine solche für die freien Meerestiefen hervorruft. Dieses kann nur von den Polarregionen kommen, und Prof. Thomson glaubt, dass es vorzüglich von den 120 Gegenden des Südpoles herstamme, wo ja höhere Kältegrade in weiterem Umfange herrschen als im Norden und sich daher auch grössere kalte Wassermassen befinden und bilden, die allmählig in der Tiefe nordwärts abfliessen müssen. — Aehnliehe Beobachtungen einer in der Tiefe gleichen, aber höheren Temperatur als im freien Weltmeere glaubte bereits Capt. Chimmo in der chinesischen See gemacht zu haben, doch geben die wiederholten Versuche des Challenger, der in 1200 Faden am Grunde 2,2° C. (36° F.) fand , keine genügende Bestätigung , wie denn auch die ganze Frage selbst durch die Unter- suchungen des Challenger nicht abgeschlossen sein wird. — (Strömungen.) Obgleich der Challenger die beiden berühmtesten Meeresströmungen, den Golfstrom in der Nähe der Ostküste der Ver- einigten Staaten Nordamerika's und den Kuro- Siwa an der Ostküste Japans und Nordasiens untersuchte und die Erforschung der Meeres- strömungen einen hervorragenden Punkt seiner Instruktion ausmachte, so haben die Ergebnisse in diesen, in neuerer Zeit so viel bestrittenen Fragen doch schwerlich den gehegten Erwart- ungen entsprochen und sind mehr negativer Art gewesen. — Es ist schon oben erwähnt, dass Prof. W. Thomson sich gegen eine wahrnehmbare per- pendikuläre, vom Gewicht des Wasser abhängige, allgemeine Meeres-Circulation ausspricht, die von anderen, z. B. von Dr. Carpenter, gesucht und erwartet wird. Dagegen leugnet Prof. Thomson, wie gleichfalls erwähnt, nicht, dass das kältere Wasser der Pole namentlich vom Südpole aus in der Tiefe gegen den Aequator vorrückt. Allein wir kennen auch oberfläch- liche Strömungen von den Polen aus. Die regelmässig in wärmeren Breiten erscheinenden Eisberge und der grossartige Versuch, zu dem die Mannschaft der Hansa auf ihrer Eisscholle an der Ostküste Grönlands gezwungen wurde, geben dafür schlagende Beweise. Eine ähnliche kalte Oberflächenströmung glaubt auch der Challenger unter ca. 145° 0. L. und 35° N. Br. gefunden zu haben, die um so auffallender war, als man sich noch Tags zuvor in einem durch den Kuro-Sewa erwärmten Wasser befunden hatte. — Es ist ja bekannt, dass die durch die constanten Passate an der Ostküste der Nord- continente herrschenden Strömungen sich durch ihr wärmeres Wasser am leichtesten kenntlich machen. An der Ostküste von Südamerika herrscht ohne Zweifel, wenn auch weniger deut- lich und noch ungenügend untersucht, eine ähn- liche Strömung. — An der Ostküste Südafrikas kann er bei dem Wechsel der Monsume nicht constant seil} und die Ostküste Polynesiens bildet keinen zusammenhängenden Continent, der ihn ablenken könnte. — Ausserdem kennen wir mit Sicherheit eine Anzahl Meeresflächen, die con- stanter Strömungen entbehren und an denen der schwimmende Seetang und hydrostai ische Thiere sich anhäufen, von denen die nordatlan- tische unter dem Namen des Mare di Sargasso bekannt ist. — (Mineralogisches.) Da der Challenger eine Anzahl ungenügend oder noch nie wissen- schaftlich erforschter Inseln besuchte, so boten sie den Naturforschern desselben und namentlich Mr. Buchanan die Gelegenheit, dieselben auch in mineralogischer und geologischer Beziehung zu untersuchen. Auch wird von manchen Stellen berichtet, dass derselbe eifrig gesammelt habe, aber es ist der Akademie kein mittheilungs- werthes Ergebniss dieser Untersuchungen be- kannt geworden und das in der That sehr wich- tige, welches die Untersuchung des Meeresbodens ergeben hat, ist bereits in dem diesen betreffen- den Abschnitte mitgetheilt worden. — (Botanisches.) In botanischer Beziehung sind Berichte der Challenger-Expedition über die Bermuda-Inseln (Nature IX, 369), über Fernando-Noronha (Nature IX, p. 388) , über St. Vincent (Cap Verde) und St. Pauls Felsen (Nature IX, p. 450) und über die Tristan d'Acunha-Gruppe (Nature IX, p. 485, und X, p. 169) mitgetheilt worden. — 121 (Zoologisches.) Um so reichere Ausbeute ergaben die Tiefseeuntersuchungen für die Zoo- logie. Dieselbe ist den deutschen Fachgenossen bereits durch 6 au Prof. v. Siebold gerichtete und in dessen und A. Kölliker's Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie, Bd. 24 — 26, ver- öffentlichte Briefe von R. v. Willemoes -Suhm bekannt geworden, aber die englischen Quellen, die Nature, die Annais and Magazine of nat. hist. und die Schriften der London Royal Society, enthalten noch manche Ergänzung. Hier können nur die allgemeiner wichtigen Ergebnisse mit- getheilt werden. Die Fauna der Tiefen ist eigenartig und es ist zunächst zu erwähnen, dass die Zoologen des Challenger immer wieder durch die grosse Aehnlichkeit der Thiere an den verschiedensten Fangorten überrascht wurden. Waren es auch nicht immer dieselben Arten, so waren es doch sehr ähnliche Formen, welche in allen Breiten und Längen aus den Tiefen hervorgeholt wurden. Man wird freilich nachträglich sagen können, dass dies sehr begreiflich sei, da die Temperatur wie die Dichtigkeit des Wassers in gleichen Tiefen an verschiedenen Orten der Erde sehr ähnlich sei; aber die geringe Temperatur der Tiefen des Meeres kannte man bereits früher, wenn auch nicht so genau, und dennoch er- wartete man verschiedenartiges zu finden. — Dann war schon früher von Sars und an- deren gefunden worden , dass die höher orga- nisirten Thiere der Tiefen, namentlich die Fische und Crustaceen, häufig bliud sind ; ähnlich wie dies von den beständig unter der Erde oder in Höhlen lebenden seit langer Zeit bekannt war. Das Gleiche hat auch die Challenger-Expedition bestätigt. Es ist indess diese Erscheinung keine, ganz allgemeine und man könnte vermuthen, dass sie sich nur bei den Thieren zeigt, die die lichtlosen Tiefen nie verlassen. — Einzelne Thiere aller Classen wurden nämlich sowohl in den tiefen als in flachen Wassern gefunden, und es mag daran erinnert werden , dass selbst die fliegenden Fische sich nicht leicht in flachen Leop. XII. Meeren finden, dass also auch diese, die sich doch in die Luft erheben, gleichfalls das Bedürf- niss eines tieferen Meeres zu haben scheinen. — Zahlreiche Reisende hatten beobachtet, dass man beim Fischen mit an der Oberfläche schwim- menden Netzen während der Nacht regelmässig und oft in sehr grosser Zahl Thiere fängt, die beim gleichen Fischen am Tage selten oder nie ins Netz kommen. Der Schluss lag nahe, dass diese Geschöpfe während des Tages sich in tieferem Wasser aufhalten. — Die Challenger-Expedition hat nun durch ihre auf verschiedene Tiefen stell- baren Netze nicht nur diese Vernmthung be- stätigen, sondern auch die (für die verschiedenen Thiere doch wohl etwas verschiedene) Tiefe fest- stellen^ können. — Die Thiere der Tiefe kommen der Regel nach in wenig befriedigendem Zustande an die Ober- fläche, was wohl hauptsächlich dem gewaltig verringerten Drucke zuzuschreiben ist. Selbst bei derberen Thieren, Fischen z. B. , drängen sich die Augen, wenn sie vorhanden sind, hervor und der Darm quillt aus Mund und After heraus. Die Thiere der Tiefe sind oft von auffallen- der Grösse und namentlich erregte ein im nörd- lichen Stillen Meere gefischter Monocaulus (oder diesem Geschlechte nahestehender Hydroid) all- gemeines Erstaunen. Der Hydrocaulus maass 7 Fuss 4 Zoll und der Hydranth 9 Zoll an der Spitze der Tentakeln. — In sehr grossen Tiefen verarmt die Fauna, namentlich an höheren Thieren, Schwämme etc. werden vorwaltend. — Unter den Thieren der Tiefe finden sich manche nicht selten, die wir früher nur in fos- silem Zustande kannten, und unter diesen, na- mentlich an Echinodermen (auch Crinoideen) ge- wann die Challenger-Expedition reiche Ausbeute, doch auch an Crustaceen und Schwämmen, be- sonders Glasschwämmen. — Von anderen Thieren dagegen, die wir mit Grund in grösseren Tiefen erwarten, wurde wenig oder nichts gefangen. So von den riesigen Cephalopoden , von denen wir bisher fast nur Bruchstücke kennen. Von 16 122 der zierlichen Spirula, deren Schaale oft iu so grosser Zahl auf dem Meere schwammt und an den Küsten gefunden wird, dass sie an ihren Wohustätten sehr häufig sein mnss, wurde auch diesmal wieder kein lebendes, sondern aus einer Tiefe von 360 Faden nur ein (das vierte bekannte) todtes Exemplar aus dem Magen eines Fisches der Tiefe gewonnen. Willemoes-Sub.ni glaubt daraus mit Sicherheit schliessen zu können, dass Spirula in Tiefen von 3—400 Faden lebe. Da- bei wird aber vorausgesetzt, dass der (übrigens unbekannte Fisch, vielleicht ein Marcrurus) jene Tiefe nicht verlasse und sich seine Beute dort geholt habe. Ein Thier von Nautilus wurde bei den Fidji-Inseln lebend aus der Tiefe von 310 Faden hervorgezogen. Er soll dort auch in den Flachwassern sehr gemein sein, womit es nicht ganz in Uebereinstimmung zu stehen scheint, dass er für eine so köstliche Speise gilt, dass nur die Häuptlinge ihn essen dürfen. — (Ethnologisches.) Auch für die Anthro- pologie und Ethnologie gewann die Challenger- Expedition einige Beiträge, zumal durch einen Besuch der Humboldtsbai an der Nordküste von Neuguinea. — Beitrag zur Polarforschimg vdii Dr. Eduard Lklrtenstein, prakt. Arzt in Berlin, M. A. X In dem „Bericht der Reichs-Commis- sion zur Begutachtung von Fragen der Polarforschung" — wie ihn die Nummern l — ß der Leopoldina des laufenden Jahres wieder- geben — ist hervorgehoben, dass die dort auf- gezählten, der betreffenden Expedition zur mög- lichsten Lösung mitzugebenden, über sehr ver- schiedene Forschungsgebiete sich verbreitenden Aufgaben keineswegs erschöpft seien, und dass es anheimgestellt bleibe, die Anzahl der Auf- gaben zu erweitern. — Ich erlaube mir demnach auch meinerseits und, wie ich glaube, im all- gemeinen Interesse der Wissenschaft, vier der- gleichen Fragen mit auf den Weg zu geben, und kann wohl hierfür keine bessere Vermitte- lung- als die unserer Akademie wählen. Zwei dieser Fragen fallen ganz in i at ur- wissenschaftliches, zwei auf vergleichend-sprach- liches Gebiet. — Wie alle übrigen in dem quästio- nirten Berichte aufgezählten Fragen, lassen auch die meinigen um so mehr Aussicht auf Lösung zu, als ja doch bleibende Stationen in den arctischen Gegenden geplant sind und die An- zahl dieser Stationen ausreichend sein soll, einen grossen Ring in hohem Norden zu umfassen. — I. Nach Ehrenberg (Abhandl. d. Akad. d. Wiss. zu Berlin 1847) ist der liegende rothe Schnee, welcher beispielsweise in der B a f f i n s - Bay grosse Flächen bedeckt — und seiner Zeit als Beweis dienen sollte für einen hypothetischen in der Luft schwebenden Rothstoff (Pyrr hin), — nicht von diesem und auch nicht von rothem Meteorstaub (Passatstaub) herzuleiten, son- dern von mikroskopischen pflanzlichen Organis- men, Sphii reiht nivalis, die in niederer Tem- peratur sich entwickeln. — Nun aber hat ja diese selbige Sphaerella, welche sich durch ihren Inhalt so prononcirt roth darstellt, in einem früheren Entwickelungs- stadium grünen Inhalt, — was allerdings in der Natur nichts Auffälliges bietet und nicht blos in den höheren Stufen pflanzlicher Organi- sation vielfach gefunden wird, sondern auch in den untersten der Pflanzenwelt, wie z. B. in mehreren Conferven-Arten, — und erst neuer- dings wieder im . rothen Meere , wo die welt- umsegelnde österreichische Expeditiou unter Füh- rung des Freiherrn v. Oesterreicher neben den rothen Diatomeen (ich lasse hingestellt sein, ob man diese überhaupt dem Pflanzen- reiche zuzählen darf; auch grüne und blasse derselben Art in Masse beobachtete, — und was ja auch bei den Infusorien mehrfach constatirt ist, z. B. Ewjlena viridis und K sanguinea, u. s. w. Es entsteht also die Frage: Ist jemals von den Eingeborenen jener Gegend eine grüne Schnee- fläche ges«hen worden? — unter -_>:< welchen Umständen und wie lange Zeit hindurch? — Wenn nicht etwa die ganze Phase des Grünens besagter Pflänzchen (Algen) tief genug unter- halb der Oberfläche der Schneedecke abläuft, so ist das zeitweilige Vorhandensein grüner Schnee flächen bei liegendem Schnee eine Notwendigkeit und könnte möglicherweise von der Expedition selber erlebt werden. — Mir ist aber bis zur Stunde in der ganzen einschlägigen Literatur, soweit diese mir zugänglich wurde, kein Fall von grünem Schnee bekannt, ge- worden, obwohl anders gefärbter, namentlich rother und schwarzer Schnee sich vielfach er- wähnt findet, liegender rother Schnee schon dem Aristoteles bekannt war und frisch gefallener Schnee von dieser Farbe gar nicht, selten vor- kommt, so beispielsweise in den letzten Decennien fast von jedem Jahre verzeichnet werden konnte, zuletzt, nach meinen Aufzeichnungen, im Jahre 1875, wo in der Levante unter 38 Gr. nördl. .Breite und 28 Gr. östl. Länge im Monat März ein sehr ergiebiger rother Seh nee gefallen ist. — Selbst wenn die von Grube aufgestellte An- sicht sich bewähren sollte, dass nämlich die aus Gewässern massenhaft gehobene Euglena san- guinea von den Stürmen in die Höhe und weit davongetragen werde, um als Sphaerella ni- rn/is niederzufallen, und so auch wohl ihrer- seits zum vorübergehenden Rothfärben des Polar schnees beitragen könne — eine An- sicht, die von Ehrenberg (Abhandl. d. Akad. d. Wiss. 1871), da er die zu Grunde liegende Möglichkeit einer Umwandlung von Thier in Pflanze nichtzugiebt, selbstverständlich bestritten wird, — selbst dann, sage ich, hat meine an- geregte Frage noch ihre volle Berechtigung; denn auch die Euglena aanguinea kommt, wahr- scheinlich in einer anderen Entwickelungsphase, in grüner Farbe als Euglena viridis vor. — Und warum sollte nicht so gut wie die Euglena sanguinea auch die E. viridis in die Höhe gehoben und in den Polargegenden abgelagert werden können? — Im Uebrigen wird die Expedition, einmal auf den fraglichen Gegenstand überhaupt auf- merksam gemacht, vielleicht noch andere phäno- logische Momente besagter Sphaerella con- statiren können. — H. Zu den von der Expedition mit allen Details in Aussicht genommenen Untersuchungen der atmosphärischen Electricität, des Erd- magnetismus und des aretischen Polar- lichts möchte noch als Ergänzung, ja man könnte sagen, im Zusammenhange mit den oben- genannten Forschungen als eine nothwendige Vervollständigung hinzutreten : Prüfung der Atmosphäre auf Ozon- gehalt — wenn angäuglich durch alle Jahreszeiten, am besten, zur Gewinnung eines Mittelwerthes, mehrere Jahre hindurch. Bedenkt, man, dass Luft electricität und Erd- magnetismus sich geographisch gleichsam als Antagonismen verhalten, so dass die Elec- tricität in der Atmosphäre des Aequators am stärksten ist und von hier nach den Polen lnn allgemach abnimmt, und vice versa der Erdmagnetismus an den Polen am inten- sivsten, gegen den Aequator hin immer schwächer wird, — womit auch die Polarlichter (das arktische und antarktische) übereinstimmen, — so folgt schon hieraus allein die wissenschaft- liche Bedeutimg des Verhaltens atmosphärischen Ozons gerade in jenen Gegenden. — Die Resul- tate einer diesfalligen Forschung werden um so schärfer hervortreten müssen, als ja Ozon nichts Anderes ist wie (negativ) electrisirter Sauer- stoff und auch die magnetische Dynamide ihrerseits den Sauerstoff beeinflussen kann, — was man, beiläufig bemerkt, von Frankreich her seit fast derselben Zeit kennt, in welcher das Ozon in Deutschland zuerst entdeckt wurde. — Wir dürfen nach diesen meinen Andeutungen erwarten, dass die ozonoskopischen Untersuch- ungen im hohen Norden einen nur geringen at- mosphärischen Ozongehalt nachweisen werden, — 16* !24 und inuss ich bei dieser Gelegenheit eine hierauf bezügliche Entdeckung von mir aus dem Jahre 1858 in Erinnerung bringen, die sich auf meine zweimal nacheinander gemachte genaue Beobach- tung stützen konnte: dass nämlich das im Freien aushängende Ozon-Reagens, dem Polarlichte aus- gesetzt, keinen oder nur geringen Ozongehalt der nördlichen Atmosphäre aufweist, wäh- rend genau dasselbe Reagens, unter ganz den- selben Umständen und während desselben Zeit- raumes aushängend, aber nach einer anderen Himmelsgegend hin und gegen den directen Ein- fiuss des Nordlichts geschützt, deutlichen, sogar erheblichen Ozongehalt der Atmosphäre kund- giebt (Dr. Eduard Lichtenstein, Ozon und Polar- licht ; s. Archiv für wissenschaftliche Heilkunde vonßeneke, Nasse, Vogel: Göttingenl?60. IV. Bd.) Man wird durch die ozonoskopischen Unter- suchungen der Expedition eine fassbare Erklä- rung dafür finden, warum z. B. in Norddeutsch- land , wie von P r e s t e 1 und von mir , gemäss meinen vieljährigen Beobachtungen , gefunden wurde, der stärkste atmosphärische Ozongehalt durchschnittlich mit Nordwinden zusammen- fällt : ob diese Windrichtung für unsere Ozon- frage wirklich die Bedeutung einer Polarström- ung hat, oder nur eines über Meeresflächen streichenden Windes, — in unserem Falle Nord- und Ostsee. — Dass ich für meine Person aus- drücklich letzteren Ursprung annehme, habe ich bereits wiederholentlich öffentlich mitzutheilen Anlass genommen, zuletzt in meinem am 22. Juli 1874 in der Berliner Medicinischen Ge- sellschaft gehaltenen Vortrage („Ein Stückchen öffentlicher Gesundheitspflege") ; und lässt sich zur Begründung hierfür auch eine Ansicht P o u i 1 - let's ins Feld führen, wonach eine Hauptquelle derLuftelectricität (nach seinerM einung allerdings positive Electricität) salzverdunstende Wasser bilden, in erster Linie ausgedehnte Meeresflächen. Sollte die Ozonoskopie nur vorübergehend in den arktischen Gegenden angestellt werden können und sollten. — was gerade unter sothanen Umständen leicht möglich, — die gewonnenen Resultate meinen eben angedeuteten theoretischen Voraussetzungen entgegen ausfallen, so werden um so geflissentlicher alle Nebenverhältnisse zu eruiren sein, die dabeimitgewirkthabenkönnten.— Wenn nicht geleugnet werden kann, dass das Ozon, weil Begleiter des gesammten Che- mismus, von enormer Wichtigkeit im Haushalte der Natur, mithin direct oder indirect auch von Einfluss auf den Menschen sein muss, so er- scheint es kaum gewagt, zu folgern, dass bei principiellen quantitativen Unterschieden des at- mosphärischen Ozongehaltes je nach den geo- gra pfuschen Breitegraden, wenn sich solche heraus- stellen sollten, auch dem Ozon sein Antheil wird zugestanden werden müssen an Wachs- th ums Verhältnisse , Farbenent Wicke- lung u. s. w., überhaupt an Racenbildung des Menschengescldechts. Was die Methode der Ozonoskopie betrifft , so möchte ich , da mir bereits eine achtzehnjährige eigene Erfahrung zur Seite steht, das von mir geübte Verfahren em- pfehlen, welches sich allezeit gut bewährt. — In den ersten Jahren (von 1ö58 an datirend) benutzte ich pure die Schönbein 'sehen ozono- skopischen Papierstreifen, theils von ihm selbst, resp. durch seine Vermittelung, aus Basel mir zugesandt, theils von mir genau nach seiner Angabe bereitet: 1 Jodkalium, 10 Amylum, 100 aufkochendes destillirtes Wasser, und das zu behandelnde Papier ungeleimt. — Bald änderte ich die chemische Mischung in Etwas ab, und zwar 1 : 5 auf 100 des angegebenen Wassers, ich -fand bei diesen modificirten Proportionen das Reagens sehr oft um Einiges empfindlicher als das Schöubein'sche, fast niemals aber um- gekehrt , und wende es darum noch heutigen Tages an , auch jetzt noch öfters neben dem vergleichsweise ausgehängten Schönbein'schen. Als Skala dient mir seit dem ersten Beginn meiner Untersuchungen die Schöubein'sche Ozon -Skala, und so oft ich auch daneben eine von einem akademischen Künstler möglichst genau angefertigte 20t heilige Skala in Ge- 125 brauch zog, ich finde die Schönbein'sche (10- theilige), weil dieFarbentöne sich hier viel deut- licher unterscheiden, entschieden vorzuziehen. — Seit 18 6 6 habe ich , um mich vor jeder Täuschung zu bewahren, folgende Controle ein- geführt : Ganz unter denselben Umständen, i. e. an derselben Stelle in freier Luft und innerhalb derselben Zeitdauer , lasse ich mit dem Ozon- reagens auch einen Streifen blauen Lackmus- papiers aushängen, und finde ich dann bei der Prüfung (gewöhnlich nach 24 Stunden) die blaue Farbe geröthet, was gar nicht selten vorkommt, so schliesse ich bei etwa gleich- zeitig vorhandener Bläuung des Jod- kali umkleist er -Papiers die Ozon-Reaction vollkommen aus; ich leite vielmehr in einem solchen Falle diese vermeintliche Ozonreaction ebenfalls von der atmosphärischen salpetrigen Säure her, welche den Lackmus geröthet hat. — Und so begegne ich aufs Bestimmteste dem gerechten gegen die ozonoskopischen Untersuch- ungen der